Das selbständige Zubereiten und Einnehmen von Heilpflanzen bedarf eines sicheren Wissens über Heilpflanzen. Vor allem dürfen keine Verwechslungen oder Experimente mit starken oder gar sehr starken Giftpflanzen gemacht werden. Wenn auch pflanzliche Präparate im Normalfall keine bis wenig Nebenwirkungen zeigen, heißt das noch lange nicht, dass a l l e Pflanzen harmlos sind! Ganz im Gegenteil, Giftpflanzen sind hochwirksame Organismen, die bereits in kleiner Dosierung als Mordinstrument für Mensch und Tier (Pfeilgift) verwendet wurden. Also: Bevor man, so schön es ist, selbst erntet, ist die sichere Kenntnis der gewünschten Heil- und Genusspflanze unabdingbar!
Sicher fühlt man sich, wenn man über die stärksten Giftpflanzen genau Bescheid weiß und dieser Gefahrenquelle auf alle Fälle aus dem Weg geht. Ist dem nicht so, nimmt man lieber den Weg in die Apotheke, wo man Heilkräuter als immer noch preisgünstige Medizin erstehen kann.
Die Zubereitungsweise richtet sich nach den Inhalts- bzw. Wirkstoffen, welche man aus den Pflanzenteilen extrahieren (ausziehen) möchte. So werden durch Wasser andere Wirkstoffe gelöst als durch Alkohol, Essig, Öl. Bei manchen ist es ratsam, die frische Pflanze (z.B. Kapuzinerkresse) zu verzehren. Die Art der Zubereitung hat also einen entscheidenden Einfluss auf die Wirkungsweise der Pflanze.
Nutzbare Pflanzenteile
Als Ausgangsmaterial für heilkundliche Zubereitungen wird unter der Bezeichnung „Kraut“ die ganze, oberirdische Pflanze verwendet. Meist nützt man aber nur den an wirksamen Inhaltsstoffen reichsten Pflanzenteil wie Blüte, Blütenblätter, Blätter, Triebspitzen, Knospen, Stängel, Rinde, Wurzel, Fruchtschale, Frucht, Samen …
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