Pflanzen vermehren durch Stecklinge, Ausläufer, Absenker, Teilung
1. Vermehrung durch Stecklinge, das beliebte „Pelzen“ ;)
Die Stecklingsvermehrung eignet sich bei vielen ausdauernden Pflanzen! Dazu während der Wachstumsphase eine ca. 10 cm lange Triebspitze nehmen, das untere Stängelende von den Blättern befreien und in Wasser oder Erde geben. Erde andrücken! – Laut Volksmeinung wurzeln „gestohlene Pelzer“ am besten. Die Realität dahinter: Abgenommene Stecklinge werden eine Zeit lang versteckt gehalten. Die Schnittstelle trocknet dadurch etwas ab, und das fördert die Wurzelbildung. In die Praxis übernommen bedeutet das, dass es von Vorteil ist, die Stecklinge vor der Weiterbehandlung ca. 2 Stunden im Schatten liegen zu lassen.
2. Vermehrung durch Ausläufer
Diese Vermehrungsart kennt man von den Erdbeeren her, aber sie wird auch von manchen anderen Kräutern (Fünffingerkraut, Giersch, Quecke …) und auch Sträuchern (Pfeifenstrauch, Flieder…) betrieben. Ausläufer abtrennen, an anderer Stelle erneut einpflanzen.
3. Vermehrung durch Absenker
Der Zweig wird an der Pflanze belassen und zur Erde gesenkt. Dort, wo er die Erde berührt, werden seine Blätter entfernt und mit Erde bedeckt. Die Triebspitze muss dabei aus der Erde herausschauen! - Sobald der Absenker bewurzelt ist, abtrennen und einpflanzen. Absenkervermehrung z.B. bei Salbei, Johannisbeeren …
4. Vermehrung durch Teilung
Diese praktische, häufig angewendete Vermehrungsart ist bei Wild- und Kulturpflanzen möglich, deren Wurzelballen geteilt bzw. abgestochen werden kann. Manche Pflanzen, z.B. der Speik, gedeihen dadurch sogar besser, manche, wie Beinwell und Kren, vermehren bzw. erneuern sich sogar durch Wurzelreste.
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