Der Auszug mit Fett ist die ursprünglichste und traditionellste Zubereitungsart für wirkstoffreiche Salben. Man kann hinzufügen: Es ist auch die schnellste und einfachste Art, eine Heilsalbe zuzubereiten, sozusagen eine „Eilsalbe“ ;) Sie kann, abhängig von der Erwärmungszeit (Blütenblätter 10 Minuten, Wurzelstückchen je nach Größe länger), mit allen Pflanzen gemacht werden, z. B. mit grünen Zapfen, Pappelknospen, Majoran, Beinwellwurzel, Arnika, Ringelblume … Außerdem lässt sich die entstehende Salbe gut verstreichen und zieht gut ein.
Grundrezept:
• Pro leicht gehäuftem Esslöffel Schweinemalz (Ersatz: Ziegenbutter, Butterschmalz, Butter, Kokosfett) wird 1 Esslöffel zerkleinerte Heilpflanze genommen.
• Man erhitzt das Schweineschmalz in einem Topf, bis es schmilzt und rührt die kleingeschnittenen Kräuter hinein. Nicht zu heiß werden lassen! Nicht rösten, sondern unter gelegentlichem Umrühren so leicht vor sich hin simmern lassen.
• Herdplatte abschalten, Deckel auf den Topf geben, ziehen lassen.
• Bevor das Fett fest zu werden beginnt, mit Hilfe von Trichter und Sieb, in das ein Stück Gaze gelegt wurde, abseihen.
• Im Kühlschrank aufbewahren.
Tipp: Heilsalben und Heilcemes können auch mit Öl zubereitet werden.
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