Blutwurz

Mit dem Untergang Roms und durch die Völkerwanderung der germanischen Stämme ging für Westeuropa vorerst ein Großteil des antiken medizinischen Wissens verloren. Später kehrten die in den Osten, vorallem nach Persien, geretteten antiken medizinischen Werke durch die Klöster und durch die Medizinschule von Salerno wieder zurück.

Bis es soweit war und vorallem, bis die Schulmedizin wirkliche und für jeden leistbare Hilfe brachte, füllte die Volksmedizin als Trägerin der Naturheilkunde über Jahrhunderte das medizinische Vakuum. Dieses dauerte, verstärkt durch das männliche Monopol auf den Arztberuf, dessen Ausbildung durch den massiven Einfluss der Kirche eine stagnierende war, und durch die große soziale Armut der Bevölkerung, die sich einen Arztbesuch gar nicht leisten konnten, bis in das 19. Jahrhundert. In diesem Jahrhundert wurde intensiv und selbständig mit medizinischem Erfolg auf allen naturwissenschaftlichen Gebieten geforscht und, was genauso wichtig war, der Staat führte gesetzlich nach und nach  die allgemeinen Pflichtversicherungen ein, sodass ein Arztbesuch leistbarer wurde.

  • Arnika

    Arnika (Arnica montana)

  • Echter Beinwell

    Echter Beinwell (Symphythum officinale)

  • Große Bibernelle

    Große Bibernelle (Pimpinella major)

  • Große Brennnessel

    Große Brennnessel (Urtica dioica)

  • Huflattich

    Huflattich (Tussilago farfara)

  • Bittersüßer Nachtschatten

    Bittersüßer Nachtschatten (Solanum dulcamara)

  • Blätter der Tollkirsche (Atropa belladonna)

    Volksmedizinisch wurden auch immer schon die giftigen Blätter der Tollkirsche genutzt. Die Dosis macht das Gift, gilt auch hier! Dazu braucht es wertvolle Erfahrung oder genaue schulmedizinische Angaben.

Volksmedizin als Retterin in der Not