Die Pflanzenheilkunde beinhaltet vielfältige Möglichkeiten des Heilens. Sie "gehört zu den ältesten medizinischen Therapien und ist auf allen Kontinenten und in allen Kulturen beheimatet.“ (Dr. S. Bäumler in „Heilpflanzenpraxis Heute“) Sie zeigt sich wie die Völker in vielfältigen Gesichtern, doch letztendlich in ihren Grundstrukturen über Zeit und Länder hinweg verbindend menschlich!
Pflanzen nähren, heilen, töten: Es ist anzunehmen, dass die Menschen naturgegebenermaßen von Anfang an durch ihre pflanzliche Nahrungsaufnahme Erfahrungen über Wirkungen von Pflanzen hatten, die über die Sättigung hinausgingen! Dadurch und auch durch Beobachtung von Wildtieren, die zu ihrer Heilung bestimmte Pflanzen fraßen, und durch ihre intuitive Naturverbundenheit lernten sie, Pflanzen gezielt für sich oder für andere zur Heilung - oder auch Tötung - zu suchen und auf unterschiedlichste Arten anzuwenden.
Dieses alte Wissen wurde über Jahrtausende hinweg zuerst mündlich an die nachfolgenden Generationen weitergeben. Durch die Wanderbewegungen der Sippen wurde es über ganz Europa verbreitet.
Sobald sich die Menschheit schriftlich ausdrücken konnte, gehörten sowohl Kräuterrezepte mit Anrufungen der Gottheit als auch Inventarisierungslisten der Begüterten zu den ersten Schriftstücken!
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