Paarl
Paarl

Die durch den "Südtiroler Brotklee" typisch duftenden und schmeckenden Paarl-Brote, kurz „Paarl“ genannt, stammen aus Südtirol. Paarlen und Vinschger Laibchen bestehen aus dem gleichen Teig. Durch den Sauerteig sind sie gut verdaulich und bleiben lange frisch.

Zutaten und Zubereitung für Paarl

200
g
750
ml
30° warm
42
g
200
g
Mehl
500
g
Mehl
200
g
Mehl
1
TL
2
TL
2
TL
2
TL
Bergsalz, fein
  1. In einer Teigschüssel Sauerteig, Wasser, zerkleinerte Hefe und Weizenmehl verrühren
  2. Roggenmehl, Gerstenmehl und Gewürze daraufhäufen und ca. 10 Minuten ruhen lassen.
  3. Gründlich verrühren und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 7 Minuten händisch kneten, zu einer weichen Kugel formen, mit Roggenmehl bestreuen und bei ca. 28° zugedeckt gehen („gären“) lassen, bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.
  4. Teig etwas flach drücken, bemehlen, in Kinderfaust-große Stücke teilen (ca. 50 g), auf eine mit Roggenmehl gut bemehlte Fläche legen, und zwar so, dass jeweils 2 Brote zusammen, das sogenannte „Paar“ bilden.  
  5. Mit Roggenmehl bestäuben und mit einem Tuch zugedeckt 20 – 30 Minuten gehen lassen. Kleine kraterartige Vertiefungen, die dabei entstehen, sind ein typisches Kennzeichen dieser Brote.
  6. Teiglinge mit der Unterseite nach oben auf mit Backpapier belegte Backbleche legen, kurz (ca. 5 Minuten) gehen lassen, mit warmem Wasser besprühen und in das auf 200° vorgeheizte Heißluft-Backrohr schieben.
  7. Temperatur auf 170° absenken und, je nach Größe, 25 – 35 Minuten, backen.
  8.  Sobald das Brot aus dem Backrohr ist, mit kaltem Wasser besprühen und auf einem Gitterrost gut auskühlen lassen. Erst am nächsten Tag verkosten. Bis dorthin hat sich das Aroma voll entwickelt!

Bemerkung:
Die Mehlzusammensetzung wird von Hof zu Hof leicht unterschiedlich gestaltet: Roggenmehl bleibt aber zusammen mit dem Brotklee die typische, auch geschmacksbestimmende Zutat. Es  wurde bereits früher zum Auflockern mit etwas Gerstenmehl gemischt, das dann vom „besseren“ Weizen abgetauscht wurde. Die Zubereitung blieb und bleibt dabei die gleiche.      

Pflanzen in diesem Rezept und ihre bedeutungsvollen Inhaltsstoffe

Brotklee
Fenchel
Gerste
Kümmel
Roggen
Weizen

Kommentar hinzufügen

Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben

Unsere Buchempfehlungen