Malz machen
Um Malz zu machen, eignet sich das ungeschälte Korn von Gerste , Weizen und Dinkel (daher: Weizenbier, Dinkelbier;) Am öftesten wird, wie auch in meinem Beispiel, Gerste verwendet. Gerste hat Tradition: Bereits die Sumerer brauten im vierten Jahrtausend v. Chr. aus ihrem Grundnahrungsmittel, der Gerste, Bier daraus. Doch Malz kann mehr: Es verfeinert, würzt und färbt unter der Bezeichnung „Backmalz“ Backwaren, ebenso Brot, und ergibt einen schmackhaften Kaffee ohne Coffein, den sogenannten „Malzkaffee“ oder „Getreidekaffee“. Auch in der Confiserie findet Malz Verwendung, z.B. in Malzbonbons …
Zutaten und Zubereitung für Malz machen
- Die Gerste darf nur angekeimt sein, sodass der Keimling gerade mal aus der Schale spitzelt. Sollte er bereits grün geworden sein, eignet er sich für Salat, aber nicht zum Mälzen.
- Die angekeimten Gerstenkörner werden im Heißluft-Backofen, je nach Menge, innerhalb von 30 - 60 Minuten bei 70° getrocknet (="gedarrt"). Während des Trocknungsvorganges sollte die Backofentüre einen kleinen Spalt breit offen stehen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
- Die gedarrte Gerste wird anschließend im Heißluftherd bei 150° 30 Minuten lang geröstet, das heißt, ohne irgendwelche sonstige Zugabe trocken erhitzt. – Sollten die Körner durch ihre Menge mehrlagig übereinander zu liegen kommen, müssen sie während des Röstens 1 – 2mal durcheinandergerührt werden. Auch kann sich dadurch die Röstdauer um etliche Minuten verlängern. Aber nicht zu dunkel rösten! Das Malz würde dann nicht mehr malzig duften und schmecken, sondern bitter.
- Malzkörner sind gut lagerungsfähig und werden bei Bedarf durch Getreidemühle oder Kaffeemühle zu Malzmehl gemahlen. Malzmehl gut verschlossen aufbewahren.
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