Ur-Fladenbrot
Ur-Fladenbrot
Zutaten für das Ur-Fladenbrot
Ur-Getreidemühle
Teig aus Gerste
Gerstenfladen-Teigling
Gerstenfladen backen
Gerstenfladen fertig
Gerstenfladen fertig
Gerstenfladen hängend verwahrt
Oman, Fladen 2011, Foto: Kurt Berger
Oman, Fladen 2011, Foto: Kurt Berger
Oman, Fladen 2011, Foto: Kurt Berger
Reutte, Fladen aus Weizen 2011
Antike Weihegabe, Gerstenfladen

In der Erfindung, besser: „Findung“, des Brotes ist diese weltweite Art Fladen zu backen nach Getreidebrei ein zweiter Schritt in Richtung frei gebackener Brotlaib! Auf der Strecke dorthin entdeckte man noch die lockernde Wirkung des Sauerteiges und der Hefe und lernte die Brotgetreidearten Roggen und Weizen kennen. 
Wie man bei Ausgrabungen entdeckt hatte, und am Lagerfeuer auch selbst versuchen kann, wurden die ersten Fladen auf erhitzten Steinen gebacken. Auch das trockene Backen eines Fladens in einer Eisenpfanne oder senkrecht im offenen Backofen, wie man es heute noch im arabischen Raum, in Indien und in der Mongolei erleben kann, arbeitet nach dem gleichen Prinzip und dem gleichen Grundrezept, wobei die Inder für ihr Chapati pro Tasse Mehl 1 EL Ghee (flüssiges Butterschmalz) dazukneten: 

Zutaten und Zubereitung für Ur-Fladenbrot

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  1. Mehl mit Wasser und Salz gründlich verkneten. Im Verlauf einer ca. 10-minütiger Kneterei entsteht ein doch elastischer Teig mit einem verbliebenen leichten Hang zum Bröseln. (Diese Fähigkeit prädestinierte die Gerste, auch später als Brotgetreide dem zähen, harten, „männlichen“, viel Klebereiweiß enthaltenden Roggen zum Lockern beigemengt zu werden.)
  2. Teig zugedeckt 30 Minuten rasten lassen.
  3. Teig in entsprechende Portionen teilen.
  4. Teigstück noch einmal durchkneten, mit den Handflächen oder einem Rollholz zu einem ca. 4 mm dicken Fladen drücken bzw. auf bemehlter Fläche ausrollen.
  5. Auf heißen Steinen oder in einer auf offenem Feuer bzw. auf der Herdplatte ordentlich erhitzten Eisenpfanne den Fladen beidseitig ohne (!) Fettzugabe backen.
  6. Die frischen Fladen schmecken köstlich und können ausgekühlt wie Knäckebrot an einem trockenen, mäusesicheren Ort über Monate aufbewahrt werden: Vor Einführung der Zentralheizung in der Nähe der Kochstelle, aufgefädelt auf einer Schnur. – Aha, darum die Löcher im nordischen Knäckebrot! – Nicht nur da: S. W. de Rachewiltz schildert in seinem auskunftsreichen Buch „Brot im südlichen Tirol“, dass „die Schweizer Älpler zweimal im Jahr Gerstenbrot buken, als dünne Fladen verfertigten, an Fäden aufzogen, über dem Herd aufhängten und so den Winter über in Fleischbrühe oder Milch erweicht, nach ihren Umständen aßen.“

Tipps:

Pflanzen in diesem Rezept und ihre bedeutungsvollen Inhaltsstoffe

Gerste

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ein Gersten-Fladenbrot
andere Namen: 
Wikingerbrot
andere Namen: 
Fladenbrot, Ur-

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