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Hochsommer · 1 Liter · Besondere Aspekte, Getränke, Praktisches, kalorienreich, Wildpflanzenpower, mit Alkohol, kalt, Grundrezept, relativ schnell, unkompliziert, wow!

Zirbenschnaps, Zirbeler

Die Zirbe ist ein Sinnbild für ungebrochenen Lebenswillen, Ausdauer und Eigen-Sinn. Diesen Geist vermittelt auch der Zirbenschnaps:  Er stärkt die Immunkräfte!

Zutaten

  • 2.00 Zirbenzapfen — unreife, bläuliche, durchschneidbare
  • 1.00 Liter Obstschnaps — 38% - 46%. Ersatz: Korn, Wodka
  • 50.00 g Kandiszucker — hellen. Wer will, süßt nach einigen Tagen nach. Dazu jedoch Läuterzucker oder Traubenzucker bzw. kalorienleichten Birkenzucker nehmen, denn diese Zuckerarten lösen sich schnell auf und man kann sofort die Süße des Zirbelers feststellen.
  • 2.00 TL Bienenhonig — vertieft das Aroma.
Rezept online

Zubereitung

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Die erste Person klettert im Juni / Juli mit Erlaubnis auf die ausgewählte Zirbe und holt die Zapfen - oder kauft sie in bewirtschafteten steirischen Almhütten. Werden die Zirbenzapfen um diese Zeit geerntet, erhält der Zirbeler seine kräftig rote Farbe und viele Aromastoffe. Je reifer die Zapfen bei der Schnapszubereitung sind, umso brauner wird er. Selbstverständlich schmeckt er trotzdem, aber halt ein bisserl anders. Die zweite Person schneidet die Zapfen in 2 mm dicke Scheiben. Alle staunen, welch schönes, rotgerandetes Muster dabei zum Vorschein kommt und wie leicht sich die Zapfen schneiden lassen! Die Scheiben wandern in das Schraubglas. Bei Interesse wird eine Scheibe roh verkostet: Sie schmeckt nach Harz, Zitrone und - Zirbe ("ähnlich wie Fichte"). Die Hände sind inzwischen leicht harzig geworden. Das macht aber nichts: Mit Butter oder Speiseöl eingerieben und anschließend mit Seife gewaschen, sind sie schnell wieder harzfrei. Die dritte Person bringt einen Liter selbstgebrannten Obstler und lässt ihn über die Zapfenscheiben rinnen. Sogleich färbt sich der Schnaps rötlich! Die vierte Person rührt Kandiszucker und ein wenig Blütenhonig darunter, schraubt das Glas fest zu, stellt es in den Küchenschrank und schüttelt es über 4 Wochen hinweg jeden Tag ordentlich durch. Die fünfte, extra willensstarke Person , filtert nach dieser Ausziehzeit (Mazeration) den inzwischen granatrot leuchtenden Zirbenschnaps ab, verschließt ihn und - versteckt - ihn, damit er in Ruhe und in vollem (!) Umfang nachreifen kann. Das ganze Team wartet auf Weihnachten. Am 26. Dezember, dem Stefanitag, wird der Zirbenschnaps in freundschaftlicher Runde zusammen mit einem Stück Zelten genossen… Wie ist er heuer geworden, der Zirbeler? ✶ Zirbenscheiben mit einigen kleinen Wurzelstücken von Blutwurz oder Engelwurz oder Meisterwurz ergänzen. Sie runden das Aroma des Zirbenschnapses ab.