Wusstest du?
557 überraschende Fakten über Wildpflanzen
Radicchio war im alten Rom so wertvoll, dass Kaiser Tiberius ihn als Tribut von eroberten Völkern forderte. Die Römer nannten ihn 'Zichorie der Könige' und glaubten, er verleihe Weisheit und Mut in der Schlacht.
→ RadicchioEine einzige Aronia-Pflanze kann über 50 Jahre alt werden und dabei jährlich bis zu 10 kg Beeren produzieren. Das sind in einem Pflanzenleben über 500 kg - genug für 5000 Gläser Marmelade!
→ AroniaFenchel war im alten Rom so wertvoll, dass Gladiatoren ihn vor Kämpfen aßen, um stark zu werden. Die Römer glaubten, dass Fenchel Mut verleiht und böse Geister vertreibt!
→ GewürzfenchelAmaranth-Samen sind winzig, aber ein Rekordhalter: Eine einzige Pflanze kann bis zu 500.000 Samen produzieren! Das sind mehr Samen als die meisten anderen Pflanzen schaffen. Kein Wunder, dass sich Amaranth so gut ausbreitet.
→ AmaranthDas Gel der Baumaloe enthält über 75 verschiedene Wirkstoffe! Besonders die Polysaccharide wirken wie ein natürlicher Schutzschild für unsere Zellen und können sogar das Immunsystem stärken.
→ BaumaloeUrsprünglich im Mittelmeerraum heimisch, eroberte die Mariendistel als Neophyt ganze Kontinente. In Australien gilt sie heute als Unkraut, das Millionenschäden in der Landwirtschaft verursacht.
→ MariendistelDer Name 'Braunelle' kommt vom lateinischen 'brunella' = kleine Braune, weil die Blüten oft bräunlich werden. Im Mittelalter hieß sie 'Brunellen-Kraut' und galt als Heilmittel gegen die 'Bräune' - eine alte Bezeichnung für Halsentzündung.
→ Kleine BraunelleDie Vogelkirsche kann über 25 Meter hoch werden und bis zu 100 Jahre alt! Ihre Früchte sind die Urform aller Süßkirschen. Ein einziger Baum produziert pro Jahr bis zu 50kg Kirschen - genug für 1000 Kuchen!
→ VogelkirscheSpirken-Harz war früher so wertvoll wie Gold! Bergbauern sammelten es mühsam und verkauften es als Heilmittel. Das Harz schützt die Bäume vor Insekten und heilt ihre Wunden - wie ein natürliches Pflaster.
→ SpirkeDie Echte Bärentraube kann über 1000 Jahre alt werden! Diese kriechende Pflanze bildet riesige Teppiche in der Arktis und wächst nur wenige Millimeter pro Jahr. Manche Exemplare sind älter als das Mittelalter!
→ Echte BärentraubeDie Cumarine in der Meisterwurz machen sie bei Sonnenlicht phototoxisch - sie kann Hautverbrennungen verursachen! Trotzdem ist sie roh essbar, aber nur in kleinen Mengen und nicht vor dem Sonnenbad.
→ MeisterwurzDie älteste bekannte Rose der Welt wächst am Dom zu Hildesheim und ist über 1000 Jahre alt! Ihre Wurzeln reichen bis zu 10 Meter tief und sie überlebte sogar die Bomben des 2. Weltkriegs.
→ Rosen, KulturrosenTraubenkirschen-Holz ist ein Geheimtipp für Möbelbauer! Es duftet süßlich wie Mandeln und wird immer dunkler - von hellbraun bis zu tiefem Mahagoni. In Amerika heißt es 'Black Cherry' und kostet ein Vermögen.
→ Spätblühende TraubenkirscheDer Name 'Sideritis' kommt vom griechischen Wort 'sideros' = Eisen. Antike Krieger tranken den Tee, um Wunden von Eisenwaffen zu heilen. Tatsächlich enthält die Pflanze viel Eisen und andere Mineralien aus dem Gestein!
→ Griechischer BergteeMojitominze war ursprünglich eine Zufallskreuzung verschiedener Minzarten. Ihr Name kommt vom berühmten kubanischen Cocktail - aber die Pflanze selbst ist eine moderne Züchtung aus Europa!
→ MojitominzeDas rote Lycopin in Tomaten wird durch Kochen besser verfügbar! Tomatensoße enthält 5x mehr nutzbares Lycopin als rohe Tomaten. Dieser Stoff schützt unsere Zellen vor Schäden und kann sogar Krebs vorbeugen.
→ TomateLupinen können bis zu 4 Meter tiefe Wurzeln entwickeln! Diese Pfahlwurzeln holen Nährstoffe aus tiefen Bodenschichten und machen die Pflanze extrem trockenresistent - ein echter Überlebenskünstler.
→ SüßlupinenNelkenblüten enthalten natürliche Eugenol-Verbindungen, die auch in Gewürznelken vorkommen. Deshalb schmecken essbare Nelkenblüten würzig-süß und wurden früher als Gewürz für Wein und Süßspeisen verwendet.
→ GebirgshängenelkeDie Mariendistel verdankt ihren Namen der Legende, dass die weißen Adern ihrer Blätter von der Milch der Jungfrau Maria stammen, die beim Stillen des Jesuskindes darauf tropfte.
→ MariendistelMelanzani waren ursprünglich weiß und eiförmig - daher der englische Name 'Eggplant'! Die violetten Sorten entstanden erst durch jahrhundertelange Züchtung in Europa.
→ MelanzaniDie Cardy ist die wilde Schwester der Artischocke! Beide gehören zur gleichen Art, aber bei der Cardy isst man die gebleichten Blattstiele statt der Blütenknospen. In Italien gilt sie als Delikatesse.
→ CardyDie Rauschbeere verdankt ihren Namen einem Irrtum! Früher dachte man, ihre Beeren würden einen Rausch verursachen. Tatsächlich kommen die Symptome von giftigen Pilzen, die oft zwischen den Beeren wachsen.
→ RauschbeereDie Knollen enthalten Inulin statt Stärke - das macht sie für Diabetiker perfekt! Inulin wird im Darm nur langsam abgebaut und lässt den Blutzucker nicht so schnell ansteigen wie normale Kartoffeln.
→ TopinamburDie Schwarzwurzel wird auch 'Winterspargel' genannt, obwohl sie gar nicht mit Spargel verwandt ist! Ihr Name kommt von der schwarzen Schale - innen ist sie schneeweiß und schmeckt nussig-süß.
→ SchwarzwurzelPaprika und Chili sind eigentlich dieselbe Pflanze! Der Unterschied liegt nur im Capsaicin-Gehalt. Während süße Paprika fast kein Capsaicin enthalten, können die schärfsten Chilis über 2 Millionen Scoville-Einheiten erreichen.
→ Paprika & ChiliDer Name 'Diktamos' kommt vom Berg Dikte auf Kreta, wo Zeus geboren wurde. Die alten Griechen glaubten, die Pflanze könne Pfeile aus Wunden ziehen - daher auch 'Pfeilkraut'.
→ DiktamosBrennnesselfasern sind stärker als Baumwolle! Im 1. Weltkrieg wurden deutsche Uniformen aus Brennnesseln genäht. Die Fasern sind so robust, dass sie heute für Outdoor-Kleidung wiederentdeckt werden.
→ BrennnesselEine einzige Bartnelke kann bis zu 30 kleine Einzelblüten in einem Blütenkopf haben! Bienen und Schmetterlinge lieben diese 'Blüten-Buffets', weil sie so viel Nektar auf einmal finden.
→ BartnelkeKalmus war im Mittelalter so wertvoll wie Gold! Die Wurzel wurde aus Asien importiert und kostete ein Vermögen. Reiche Leute streuten Kalmus auf ihre Böden, damit es gut roch - ein echter Luxus!
→ KalmusArchäologen fanden 4000 Jahre alte Leindotter-Samen in bronzezeitlichen Siedlungen! Die 'falsche Flachs' genannte Pflanze war schon damals so wertvoll, dass sie in Tongefäßen gelagert wurde.
→ Leindotter