Wusstest du?

557 überraschende Fakten über Wildpflanzen

Chemie & Biologie

Johannisbrotschoten enthalten Galaktomannane - natürliche Verdickungsmittel, die heute in Eiscreme und Ketchup stecken. Diese Stoffe können das 100-fache ihres Gewichts an Wasser binden!

→ Johannisbrotbaum
Chemie & Biologie

Die roten und gelben Blätter der Gartenmelde enthalten Betalaine - dieselben Farbstoffe wie in Roter Bete! Diese Pigmente können sogar als natürliche Lebensmittelfarbe verwendet werden.

→ Gartenmelde
Geschichte

Melanzani waren ursprünglich weiß und eiförmig - daher der englische Name 'Eggplant'! Die violetten Sorten entstanden erst durch jahrhundertelange Züchtung in Europa.

→ Melanzani
oekologie

Steinklee ist ein Meister der Bodenheilung! Seine Wurzeln können bis zu 2 Meter tief wachsen und holen Stickstoff aus der Luft. Deshalb pflanzen Landwirte ihn auf ausgelaugten Feldern - er macht den Boden wieder fruchtbar.

→ Echter Steinklee
verwechslung

Bärlauch riecht intensiv nach Knoblauch, aber nur wenn man die Blätter zerreibt. So unterscheidet man ihn sicher von den giftigen Maiglöckchen, die geruchlos sind - ein lebensrettender Trick!

→ Bärlauch
survival

In Notzeiten können die jungen Blätter des Pfennigkrauts gekocht wie Spinat gegessen werden. Sie enthalten wertvolles Silicium, das gut für Haut und Haare ist.

→ Pfennigkraut
verwechslung

Galgant und Ingwer sehen sich zum Verwechseln ähnlich, aber Galgant hat rötliche Ringe in der Wurzel. Verwechslung ist harmlos - beide sind essbar, aber Galgant schmeckt viel schärfer und würziger.

→ Echter Galgant
Geschichte

Echter Steinklee riecht nach frisch gemähtem Heu! Das liegt am Cumarin, das auch in Waldmeister steckt. Früher stopften Menschen getrockneten Steinklee in ihre Matratzen - so schliefen sie besser und Motten blieben fern.

→ Echter Steinklee
verwechslung

Achtung Verwechslungsgefahr! Ackerschwarzkümmel sieht der giftigen Kornrade sehr ähnlich. Der Unterschied: Schwarzkümmel hat fein gefiederte Blätter, Kornrade hat schmale, ganzrandige Blätter.

→ Ackerschwarzkümmel
Sprache & Namen

Der Name 'Ruprechtskraut' geht auf den heiligen Ruprecht zurück, den Schutzpatron gegen Krämpfe. Im Mittelalter glaubte man, die Pflanze könne bei Frauenleiden helfen - daher auch der Name 'Storchschnabel-Geranium'.

→ Ruprechtskraut
Sprache & Namen

Der Name 'Hundsrose' kommt nicht von Hunden, sondern vom lateinischen 'hundus' = spitz. Die spitzen Dornen gaben der Pflanze ihren Namen. Im Mittelalter glaubte man, sie könne Hundebisse heilen.

→ Hundsrose-Wildrose
Geschichte

Brennnesselfasern sind stärker als Baumwolle! Im 1. Weltkrieg wurden deutsche Uniformen aus Brennnesseln genäht. Die Fasern sind so robust, dass sie heute für Outdoor-Kleidung wiederentdeckt werden.

→ Brennnessel
oekologie

Das wilde Stiefmütterchen kann seine Blütenfarbe ändern! Je nach Bodenart und Wetter wechselt es von gelb-weiß zu tiefviolett. Die Blüte hat sogar ein kleines 'Gesicht' - daher der Name!

→ Wildes Stiefmütterchen
oekologie

Die Rockenbolle überlebt Winter bis -30°C! Ihre Zwiebel teilt sich in Zehen auf wie normaler Knoblauch, aber die Luftzwiebeln am Stängel sind genetisch identische Klone der Mutterpflanze.

→ Rockenbolle
oekologie

Bartflechten sind eigentlich zwei Lebewesen in einem: Ein Pilz und eine Alge leben in perfekter Symbiose zusammen. Der Pilz gibt Schutz, die Alge macht Photosynthese - eine WG, die seit Millionen Jahren funktioniert!

→ Bartflechten
oekologie

Waldmeister ist ein Schattenmeister! Er wächst bei nur 1-3% des Tageslichts. Seine Blätter sind wie kleine Solarpanels angeordnet, um jeden Lichtstrahl optimal zu nutzen. Perfekt angepasst an dunkle Buchenwälder.

→ Waldmeister
oekologie

Hornklee-Blüten ändern ihre Farbe! Sie starten gelb und werden orange bis rot, wenn sie bestäubt wurden. So zeigen sie Bienen: 'Hier gibt's noch Nektar!' oder 'Schon besucht, spar dir die Mühe!'

→ Gewöhnlicher Hornklee
survival

Kartoffeln können im Notfall Leben retten: Sie enthalten fast alle wichtigen Nährstoffe. Mit Kartoffeln und etwas Milch könnte ein Mensch theoretisch monatelang überleben!

→ Kartoffel
Rekorde

Die Rockenbolle ist eigentlich Knoblauch mit Superkraft! Sie bildet kleine Brutzwiebeln am Stängel und kann sich so selbst vermehren - wie ein Pflanzenklon, der vom Himmel fällt.

→ Rockenbolle
verwechslung

Vorsicht bei der Ernte: Zuckerwurzel gehört zur Familie der Doldenblütler und kann leicht mit dem giftigen Wasserschierling verwechselt werden! Immer auf die charakteristischen gefiederten Blätter achten.

→ Zuckerwurzel
Geschichte

Kolumbus brachte die ersten Bohnen 1493 nach Europa mit. Vorher kannten Europäer nur Ackerbohnen und Linsen. Die 'neuen' Bohnen eroberten so schnell die Küchen, dass man ihre amerikanische Herkunft fast vergaß.

→ Stangenbohne
Rekorde

Feigenkakteen können bis zu 200 Jahre alt werden! In Mexiko gibt es Exemplare, die schon zur Zeit der Azteken wuchsen. Diese stacheligen Überlebenskünstler speichern so viel Wasser, dass sie jahrelang ohne Regen auskommen.

→ Feigenkaktus
Chemie & Biologie

Kleine Braunelle enthält Rosmarinsäure - denselben Wirkstoff wie Rosmarin! Diese Phenolsäure macht sie zu einem natürlichen Antioxidans. Deshalb schmecken die jungen Blätter auch leicht würzig-herb im Salat.

→ Kleine Braunelle
mythologie

In der chinesischen Mythologie galten Goji-Beeren als 'Frucht der Unsterblichkeit'. Mönche aßen sie täglich, um 1000 Jahre zu leben. Daher auch der Name 'Glückliche Beere' oder 'Wolfberry'.

→ Goji
Geschichte

Schwarze Johannisbeeren enthalten 4x mehr Vitamin C als Orangen! Eine Handvoll deckt bereits den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Deshalb wurden sie im 2. Weltkrieg in England massenhaft angebaut, als Zitrusfrüchte knapp waren.

→ Johannisbeeren
oekologie

In der Arktis überleben Rauschbeeren Temperaturen bis -40°C! Sie wachsen nur wenige Zentimeter hoch und bilden dichte Teppiche, um sich gegenseitig vor eisigen Winden zu schützen.

→ Rauschbeere
Chemie & Biologie

Vorsicht beim Naschen: Rohe Dicke Bohnen enthalten Vicin und Convicin - Stoffe, die bei Menschen mit Favismus (einem Enzymdefekt) gefährlich werden können. Gekocht sind sie aber völlig harmlos und sehr gesund!

→ Dicke Bohne
Chemie & Biologie

Schlafmohn-Samen enthalten kein Opium! Nur die Milch aus unreifen Kapseln ist betäubend. Deshalb sind Mohnsamen im Supermarkt völlig legal und werden für Kuchen und Brötchen verwendet.

→ Schlafmohn
Rekorde

Der Schwarze Winterrettich kann bis zu 50 cm lang und 4 kg schwer werden! Seine schwarze Schale schützt das weiße, scharfe Fleisch vor Frost. Damit übersteht er problemlos Winter mit -20°C.

→ Schwarzer Winterrettich
survival

Weißtannen-Nadeln enthalten Vitamin C und wurden früher bei Skorbut gegessen. Die jungen Triebspitzen schmecken säuerlich-harzig und können roh geknabbert oder zu Sirup verarbeitet werden.

→ Weißtanne