Wusstest du?
557 überraschende Fakten über Wildpflanzen
Radicchio war im alten Rom so wertvoll, dass Kaiser Tiberius ihn als Tribut von eroberten Völkern forderte. Die Römer nannten ihn 'Zichorie der Könige' und glaubten, er verleihe Weisheit und Mut in der Schlacht.
→ RadicchioSilberblatt-Blüten sind perfekte Bienenmagnete: Sie blühen von April bis Juni und liefern sowohl Nektar als auch Pollen. Eine einzige Pflanze kann über 1000 Samen produzieren!
→ Einjähriges SilberblattDie Kartoffel stammt ursprünglich aus den Anden Südamerikas. Die Inkas bauten sie schon vor 8000 Jahren an! Nach Europa kam sie erst im 16. Jahrhundert durch spanische Eroberer.
→ KartoffelDer Name 'Nasturtium' bedeutet 'Nasenverdreher' - wegen des scharfen Geschmacks. Römische Soldaten kauten die Blätter vor Schlachten, um wach und aggressiv zu werden. Der scharfe Senföl-Geschmack wirkt antibakteriell.
→ Echte BrunnenkresseIn Australien nutzen Aborigines die Blätter des Zitroneneukalyptus seit Jahrtausenden als natürliches Insektenschutzmittel und zur Wundheilung. Sie kauten die Blätter auch bei Erkältungen.
→ ZitroneneukalyptusEine Kokosnuss kann bis zu 1.500 km weit schwimmen! Ihr wasserdichter Panzer und die Luftkammern machen sie zum perfekten Meeresreisenden. So eroberten Kokospalmen ganze Inselgruppen.
→ KokospalmeDer Name Amaranth kommt vom griechischen 'amarantos' und bedeutet 'nie verwelkend'. Die getrockneten Blütenstände behalten jahrelang ihre leuchtende Farbe - deshalb galten sie als Symbol für Unsterblichkeit.
→ AmaranthLärchenharz wurde schon von den alten Römern als 'Venetianischer Terpentin' gehandelt. Es galt als so wertvoll wie Gold und wurde für Medizin und zum Mumifizieren verwendet. Heute noch wird es für Geigenlack genutzt.
→ Europäische LärcheDie Hagebutten der Hundsrose enthalten 20-mal mehr Vitamin C als Zitronen! Eine einzige Frucht deckt den Tagesbedarf eines Erwachsenen. Deshalb wurden sie im 2. Weltkrieg als Vitamin-C-Quelle gesammelt.
→ Hundsrose-WildroseAlraunen enthalten dieselben Giftstoffe wie Tollkirsche und Stechapfel - alle gehören zur Familie der Nachtschattengewächse. Schon kleinste Mengen können tödlich sein!
→ AlrauneDie Samen des Johannisbrotbaums sind so gleichmäßig schwer (0,2g), dass sie im Altertum als Gewichtseinheit dienten. Das Wort 'Karat' für Edelsteine kommt vom griechischen 'keration' = Johannisbrotsamen!
→ JohannisbrotbaumCardy-Blätter wurden früher zum Käsen verwendet! Die Bitterstoffe in den Blättern können Milch gerinnen lassen - ein natürliches Lab. Heute nutzen das noch traditionelle Käsereien in Südeuropa.
→ CardyIm alten Rom warfen reiche Leute Lavendelblüten ins Badewasser. Das lateinische Wort 'lavare' bedeutet 'waschen' - daher kommt der Name Lavendel. Die Römer wussten schon, dass er entspannt!
→ Echter LavendelRizinus kann in einem Jahr bis zu 4 Meter hoch werden! In warmen Ländern wird er sogar zu einem 12 Meter hohen Baum. Seine riesigen, handförmigen Blätter können einen Durchmesser von 60 cm erreichen.
→ RizinusDie ersten Gartenerdbeeren entstanden 1750 zufällig in Frankreich, als sich amerikanische und chilenische Wilderdbeeren kreuzten. Vorher waren Erdbeeren winzig - etwa so groß wie Fingernägel!
→ GartenerdbeereMarco Polo brachte 1295 Maulbeersamen aus China mit nach Europa. Dadurch entstand die europäische Seidenproduktion. Ein einziger Baum kann 30.000 Seidenraupen ernähren!
→ Weiße MaulbeereWeißdornblüten riechen nach verwesenden Fischen! Der Geruch entsteht durch Trimethylamin - derselbe Stoff, der auch in faulendem Fisch vorkommt. Trotzdem lieben Bienen die Blüten.
→ Eingriffeliger WeißdornDie roten und gelben Blätter der Gartenmelde enthalten Betalaine - dieselben Farbstoffe wie in Roter Bete! Diese Pigmente können sogar als natürliche Lebensmittelfarbe verwendet werden.
→ GartenmeldeIm 16. Jahrhundert galten Bartnelken als Symbol für Galanterie. Ritter trugen sie als Zeichen ihrer Höflichkeit. In der Blumensprache bedeuteten sie 'Du bist vollkommen'.
→ BartnelkeIn der chinesischen Mythologie galten Goji-Beeren als 'Frucht der Unsterblichkeit'. Mönche aßen sie täglich, um 1000 Jahre zu leben. Daher auch der Name 'Glückliche Beere' oder 'Wolfberry'.
→ GojiTürkische Minze enthält Carvon statt Menthol als Hauptwirkstoff - deshalb schmeckt sie süßer und weniger scharf als normale Pfefferminze. Carvon verleiht ihr das typische Kümmel-ähnliche Aroma!
→ Türkische MinzeDer Mastixstrauch überlebt extreme Dürre, indem er seine Blätter mit einer wachsartigen Schicht überzieht. Bei Verletzung 'weint' er kristallklare Harztränen, die an der Luft zu durchsichtigen Perlen erstarren - pure Pflanzenmagie!
→ MastixstrauchDie Scheinbeere ist ein Überlebenskünstler: Sie wächst kriechend am Boden und bildet dichte Teppiche. Ihre immergrünen Blätter trotzen selbst strengsten Wintern und bleiben unter dem Schnee frisch grün.
→ Niedere ScheinbeereWilde Petersilie sieht dem giftigen Schierling zum Verwechseln ähnlich! Der Unterschied: Petersilie riecht würzig beim Zerreiben, Schierling nach Mäuseurin. Diese Verwechslung kostete schon Leben.
→ PetersilieIm Mittelalter glaubten Menschen, Arnika schütze vor Blitzschlag und bösen Geistern. Bauern hängten getrocknete Blüten über Stalltüren zum Schutz ihrer Tiere.
→ ArnikaTomaten waren bis ins 18. Jahrhundert als 'Liebesäpfel' bekannt und galten als Aphrodisiakum! Reiche Europäer starben aber oft nach dem Essen - nicht durch die Tomate, sondern durch Bleivergiftung aus ihren Zinntellern!
→ TomateDie Weinbergtulpe kann sich vegetativ durch Brutzwiebeln vermehren und bildet riesige Kolonien. Manche Bestände sind über 100 Jahre alt und entstanden aus einer einzigen ursprünglichen Zwiebel!
→ WeinbergtulpeChayote-Samen keimen noch in der Frucht! Wenn die Chayote reif wird, wächst der Samen direkt durch die Schale hindurch und bildet einen kleinen Trieb - wie ein natürlicher Alien-Ausbruch aus dem Inneren der Frucht.
→ ChayoteDie fleischigen Blütenböden der Silberdistel schmecken roh wie Artischocken! Früher waren sie eine wichtige Notnahrung in den Alpen. Heute ist die Pflanze aber streng geschützt - das Sammeln ist verboten und wird bestraft.
→ SilberdistelWalderdbeeren vermehren sich durch unterirdische Ausläufer und können so ganze Waldböden erobern. Eine einzige Mutterpflanze kann in wenigen Jahren ein mehrere Quadratmeter großes Erdbeeren-Imperium erschaffen!
→ Walderdbeere