Wusstest du?

557 überraschende Fakten über Wildpflanzen

Sprache & Namen

Die Rauschbeere verdankt ihren Namen einem Irrtum! Früher dachte man, ihre Beeren würden einen Rausch verursachen. Tatsächlich kommen die Symptome von giftigen Pilzen, die oft zwischen den Beeren wachsen.

→ Rauschbeere
Geschichte

Traubenkirschen-Holz ist ein Geheimtipp für Möbelbauer! Es duftet süßlich wie Mandeln und wird immer dunkler - von hellbraun bis zu tiefem Mahagoni. In Amerika heißt es 'Black Cherry' und kostet ein Vermögen.

→ Spätblühende Traubenkirsche
survival

Die Scheinbeere ist ein Überlebenskünstler: Sie wächst kriechend am Boden und bildet dichte Teppiche. Ihre immergrünen Blätter trotzen selbst strengsten Wintern und bleiben unter dem Schnee frisch grün.

→ Niedere Scheinbeere
Geschichte

Amaranth war das Hauptgetreide der Azteken! Sie nannten es 'huauhtli' und bauten über 20.000 Tonnen pro Jahr an. Die spanischen Eroberer verboten den Anbau, weil Amaranth in religiösen Zeremonien verwendet wurde.

→ Amaranth
Chemie & Biologie

Die Knollen enthalten Inulin statt Stärke - das macht sie für Diabetiker perfekt! Inulin wird im Darm nur langsam abgebaut und lässt den Blutzucker nicht so schnell ansteigen wie normale Kartoffeln.

→ Topinambur
Rekorde

Walnussbäume können über 300 Jahre alt werden und dabei bis zu 25 Meter hoch wachsen! Der älteste bekannte Walnussbaum in Deutschland steht in Baden-Württemberg und ist über 200 Jahre alt.

→ Walnuss
Chemie & Biologie

Rizinussamen enthalten Rizin - eines der stärksten natürlichen Gifte der Welt! Schon 2-3 Samen können für ein Kind tödlich sein. Trotzdem wird aus den Samen ungiftiges Rizinusöl gewonnen, da das Gift wasserlöslich ist.

→ Rizinus
Chemie & Biologie

Buschbohnen sind roh giftig! Sie enthalten Phasin, ein Protein das rote Blutkörperchen verklumpt. Erst beim Kochen über 75°C wird das Gift zerstört. Schon 5-6 rohe Bohnen können bei Kindern Vergiftungen auslösen.

→ Buschbohne
oekologie

Fenchelblüten locken über 40 Insektenarten an! Besonders Schwebfliegen und Schlupfwespen lieben sie. Ein einziger Fenchelstrauch kann hunderte nützliche Gartenhelferlein ernähren.

→ Gewürzfenchel
Sprache & Namen

Barbarakraut hat seinen Namen von der heiligen Barbara (4. Dezember). An diesem Tag wurde es traditionell geerntet, weil es als eine der wenigen Pflanzen auch im Winter frische grüne Blätter liefert!

→ Barbarakraut
Chemie & Biologie

Die winzigen Härchen am Habichtskraut enthalten Cumarine - dieselben Duftstoffe wie in Waldmeister! Diese chemischen Verbindungen schützen die Pflanze vor Fressfeinden und UV-Strahlung.

→ Kleines Habichtskraut
Chemie & Biologie

Die Cumarine in der Meisterwurz machen sie bei Sonnenlicht phototoxisch - sie kann Hautverbrennungen verursachen! Trotzdem ist sie roh essbar, aber nur in kleinen Mengen und nicht vor dem Sonnenbad.

→ Meisterwurz
garten

Die weißen Knollen des Fenchels sind eigentlich verdickte Blattstiele! Was aussieht wie eine Wurzel, wächst komplett oberirdisch. Echte Fenchelwurzeln sind dünn und bleiben unter der Erde.

→ Knollenfenchel
oekologie

Thymian lockt bis zu 170 verschiedene Insektenarten an! Bienen fliegen bis zu 3 km weit für seinen Nektar. Honig von Thymianblüten gilt als Delikatesse und kostet manchmal mehr als 50€ pro Kilogramm.

→ Echter Thymian
Sprache & Namen

Der Name 'Rockenbolle' kommt vom Spinnrocken - die gewundenen Stängel erinnerten unsere Vorfahren an das Werkzeug zum Spinnen. In manchen Gegenden heißt sie auch 'Schlangenknoblauch'.

→ Rockenbolle
oekologie

Wilde Möhren-Blüten haben einen schwarzen Punkt in der Mitte - das ist eine 'Scheinfliege'! Sie täuscht Insekten vor, dass bereits eine Fliege da ist, was neugierige Bestäuber erst recht anlockt.

→ Wilde Möhre
Geschichte

Die Echte Betonie war im Mittelalter so wertvoll, dass sie als 'Allheilmittel' galt und sogar gegen böse Geister helfen sollte. Mönche pflanzten sie in jeden Klostergarten!

→ Echte Betonie
Geschichte

Inuit und andere Nordvölker rauchten die Blätter der Bärentraube als Tabakersatz. Sie nannten sie 'Kinnikinnick' - ein Wort, das 'Rauchmischung' bedeutet. Die Blätter enthalten keine süchtig machenden Stoffe.

→ Echte Bärentraube
Chemie & Biologie

Die Niedere Scheinbeere riecht nach Kaugummi! Ihre Blätter enthalten Wintergrünöl, das früher für Zahnpasta und Süßigkeiten verwendet wurde. Wenn du ein Blatt zerreibst, duftet es genau wie alte Kaugummisorten.

→ Niedere Scheinbeere
mythologie

Hildegard von Bingen nannte Galgant 'Gewürz des Lebens' und glaubte, er mache Menschen mutiger. Ritter trugen angeblich Galgant-Amulette in die Schlacht für mehr Tapferkeit.

→ Echter Galgant
survival

Wasserminze kann bis zu 80% ihrer Blätter verlieren und trotzdem überleben! Sie bildet einfach neue aus ihren Wurzeln. Diese Superkraft macht sie zur perfekten Überlebenskünstlerin in wechselnden Gewässern.

→ Wasserminze
Geschichte

In Japan werden aus Buchweizen die berühmten Soba-Nudeln gemacht! Die Pflanze wächst auch auf kargen Böden und wurde früher 'Heidekorn' genannt, weil sie selbst auf der Heide gedeiht - perfekt für Notzeiten.

→ Buchweizen
Chemie & Biologie

Zuckerwurzel-Wurzeln enthalten bis zu 15% Saccharose - mehr als manche Zuckerrüben! Diese natürliche Süße machte sie jahrhundertelang zur wichtigsten Süßpflanze Europas, bevor sie von der Zuckerrübe verdrängt wurde.

→ Zuckerwurzel
Rekorde

Ruprechtskraut kann seine Samen bis zu 7 Meter weit schleudern! Die reifen Früchte platzen explosionsartig auf und katapultieren die Samen weg. Diese geniale Verbreitungsstrategie macht es zu einem erfolgreichen 'Unkraut' in Gärten.

→ Ruprechtskraut
Rekorde

Rosenwasser aus der Apothekerrose war im Mittelalter wertvoller als Gold! Ein Liter kostete so viel wie ein Pferd. Die Blüten enthalten über 300 verschiedene Duftstoffe - mehr als jede andere Rosenart.

→ Apothekerrose
Chemie & Biologie

Diktamos enthält so viel Carvacrol, dass seine Blätter bei Berührung einen intensiven Oregano-Duft verströmen. Ein einziges Blatt kann einen ganzen Raum parfümieren!

→ Diktamos
mythologie

In der chinesischen Mythologie galten Goji-Beeren als 'Frucht der Unsterblichkeit'. Mönche aßen sie täglich, um 1000 Jahre zu leben. Daher auch der Name 'Glückliche Beere' oder 'Wolfberry'.

→ Goji
survival

Kartoffeln können im Notfall Leben retten: Sie enthalten fast alle wichtigen Nährstoffe. Mit Kartoffeln und etwas Milch könnte ein Mensch theoretisch monatelang überleben!

→ Kartoffel
oekologie

Die Akelei hat eine geniale Blütentrick: Ihre Sporne sind wie Tankstellen für Hummeln! Nur Insekten mit langen Rüsseln kommen an den süßen Nektar. So sorgt sie dafür, dass die richtigen Bestäuber kommen.

→ Akelei
Geschichte

Die Alraune galt im Mittelalter als so wertvoll, dass Betrüger gefälschte Alraunen aus geschnitzten Rüben verkauften! Echte Alraunen kosteten damals so viel wie ein ganzes Haus.

→ Alraune