Viele Holunderbeeren ergeben eine feine Hustenmarmelade mit vielen positiven sekundären Pflanzeninhaltstoffen, allen voran der hohe Gehalt an Anthocyanen.
In nass-kalten Zeiten wird diese wohlschmeckende Holundermarmelade - Hustenmarmelade aus dem Schrank geholt, um ihre immunstärkenden Kräfte zu nutzen. Aufgestrichen auf ein Butterbrot, als Getränk eingerührt in lauwarmes Wasser, als Stärkung in Joghurt und Müsli, verspeist zu Kaiserschmarrn oder so zwischendurch als Löffelsüß etc. schmeckt die „Hustenmarmelade“ köstlich und erleichtert bei Erkältung und grippalem Infekt die Gesundung.
TIPPS:
- Die Grundsubstanz der Holundermarmelade - Hustenmarmelade ist Holunderbeerensaft. An den kommt man auf unterschiedliche Weisen:
- Man kann den Holunderbeerensaft entweder selbst mit Sammelfreude und etwas Geduld herstellen, wie im 1. Rezept beschrieben,
- oder man kauft ihn als „Holunder Muttersaft“. Achten Sie dabei auf die Zusatzbezeichnung „Muttersaft“, denn die steht für beste Saftqualität. Das 2. Rezept ist das dazu passende, schnelle Rezept!
- Statt Äpfel kann man auch gut Zwetschken nehmen.
Frisch gepresster Saft von Blutorangen verleiht dem fein aromatischen Gelee eine traumhafte Farbe! – Macht sich auch als Geschenk besonders hübsch.
Für die Orangenmarmelade werden Bio-Früchte verwendet, weil die aromagebenden Schalenstücke mitgegessen werden. Konventionelle Früchte weisen, auch wenn sie kräftig gewaschen werden, Pestizidrückstände in ihren Schalen auf.
Wenn Sie nur die Schale mehrerer aromatischer Bio-Zitronen benötigen, um sich einen Vorrat an getrockneten Zitronenschalen anzulegen oder um Limoncello zu zaubern, bleiben Ihnen notgedrungen die saftigen Zitronenkörper übrig. Vor dem gleichen Problem stehen die Menschen, die rund um Neapel, dem Land, wo die Zitronen blühen, leben, und die auch dem Limoncello zu seiner Blüte verhalfen. Findig und ohne viel Aufwand lösen sie es kulinarisch und fabrizieren das "Problem" zu köstlicher Zitronenmarmelade!
Nello, ein Ischiataner, hat auch heuer wieder 8 Liter Limoncello gemacht und aus den geschälten Zitronen kochte seine Mama Zitronenmarmelade. Er verriet uns, wie sie gemacht wird und erwähnte nebenbei, dass seine Zitronenmarmelade von den Gästen noch schneller vertilgt worden wäre als der Limoncello.
Nellos Tipps zur Haltbarkeit und Gelierfähigkeit der Zitonenmarmelade
- Wie viele Monate sich die Marmelade, wenn sie nach seinem Rezept zubereitet wird, halten würde, kann er, Nello, nichts sagen, weil sie immer so schnell weg ist - und wenn sie weg ist, ist sie weg!
Hm... - Er weiß jedoch, dass manche alte Ischiataner (Ischiatanerinnen?;) einen geschälten und entkernten Apfel mitkochen, damit die Zitronenmarmelade schneller geliert.
WILDFIND-Tipp zur Haltbarkeit und Gelierfähigkeit der Zitonenmarmelade
- Der Apfel kann durch etwas Gelierzucker 3 : 1 ersetzt werden. Durch die enthaltene Sorbinsäure ist er zusätzlich antimikrobiell wirksam, außerdem geliert die Marmelade schneller.
Diese beiden, die Wilde und der Kultivierte, ergänzen sich wunderbar zu einer äußerst angenehmen Marmelade!
Sie werden sich vielleicht über die Menge der zugegebenen Flüssigkeit wundern, aber das Rezept ergibt sogar eher eine feste Marmelade, denn die Vogelbeeren enthalten ein natürliches Geliermittel.
Bevor sie in den Kochtopf wandern, verbringen sie jedoch 24 Stunden im Tiefkühler, um dort ihre bittere Parasorbinsäure, die Reizungen des Verdauungstraktes verursachen würde, abzubauen und eine gewisse Süße zu entwickeln.
So können Sie Ihre Vogelbeer-Pfirsich- Marmelade voll genießen!
Eine überreichblühendes Zitronenbäumchen der Sorte ‘Ponderosa‘ brachte Rosa auf die Idee, Duft und Geschmack der zauberhaften Blüten in einem Gelee zu konservieren. Apart herb und mit zarten Bitterstoffen wird es seine LiebhaberInnen finden!
Ausgereifte Zitronen verlocken, selbst ein pikantes Zitronengelee zu kochen, dessen Säure durch Apfelsaft besänftigt ist und durch frischen Ingwer eine gesunde Schärfe erhält.
Eventuell sind bei der Zubereitung von Limoncello geschälte Zitronen übrig geblieben, die sich gut auspressen und in ein Gelee weiter verarbeiten lassen. - In Süditalien wird traditionell einfach Zitronenmarmelade daraus gekocht, denn Zitronensaft ist in dem Ausmaß, wie er für ein Zitronengelee gebraucht wird, schwer gelierbar. Pflanzliche Geliermittel wie Agar-Agar (Näheres hier!) und Pektine in ausreichender Menge sowie eine verlängerte Kochzeit ermöglichen jedoch seine Gelierung.
Wozu passt das pikante Zitronengelee?
- Ganz toll schmeckt damit ein Ouzo Lemon.
- Zitronengelee wird auch gerne zusammen mit einer dünnen Scheibe frischer Zitrone zu Fisch- und Fleischspeisen gereicht.
- Aus dem Zitronengelee lässt sich ganz einfach eine heiße oder kalte Limonade zubereiten.
- Oder man füllt eine Crêpe bzw. einen dünnen Pfannkuchen (= „Palatschinken“) damit.
- Schmeckt ebenso lecker auf Brot und zu Ziegenkäse,
- oder als kontrastreiches Topping von Eisdesserts und Yoghurt-Mascarpone-Cremes.
Engelshaarmarmelade ist eine katalanische Spezialität, die vor allem auf Mallorca zum Füllen von Hefeschnecken (Ensaimadas) verwendet wird. Zu ihrer Herstellung benötigt man einen Feigenblattkürbis. Das ist eine robuste, aber hübsche, wüchsige und lang lagerfähige Kürbisart, die auch in Mitteleuropa, sogar in der kältesten Ecke von Tirol, gut gedeiht! Vielleicht macht es auch Ihnen Spaß, den Kürbis anzupflanzen!?
Wenn er jung geerntet wird, kann man ihn – ohne Schale – wie jeden anderen Kürbis verwenden.
Ausgereift entwickelt er zarte Fruchtfleischfasern (ähnlich dem Spaghettikürbis) und eine sehr harte Schale. Ausgereift und unverletzt kann bis zu drei Jahre gelagert werden.
- Die typischen Fasern seines Kürbisfleisches verhalfen der Marmelade zu ihrem Namen: „Engelshaarmarmelade“, kurz einfach als „Engelshaar“ (Cabell d’angel) bezeichnet.
- Traditionell wird die Engelshaarmarmelade zur Haltbarmachung mit reichlich Haushaltszucker (1:1) lange gekocht. Nimmt man weniger Zucker, müssen die gefüllten Gläser anschließend im Wasserbad sterilisiert werden.
- Wer die Marmeladenkochzeit verkürzen und den Zuckergehalt verringern möchte, verwendet Gelierzucker.
Reife, quittengelbe Apfelquitten lassen sich mit Super Gelierzucker 3 : 1 zu einer zuckerreduzierten, fruchtig-aromatischen Quittenkonfitüre von herrlich rötlicher Farbe verkochen!
Der „Röster“ ist eine österreichische Spezialität, die mit musigen Früchten wie Marillen oder Zwetschken, Pflaumen, Birnen, Äpfeln, Pfirsichen, Quitten und Sauerkirschen, kompottähnlich zubereitet wird. Es wird dafür aber kein oder nur wenig Wasser verwendet, sodass die Früchte bei nicht allzu hoher Temperatur „geröstet“ werden.
Ein Röster schmeckt zu süßen Knödeln (Marillen-, Zwetschken-, Topfenknödeln…), Kaiserschmarrn, Joghurt, Quarkcreme, Eis, in Omeletten, Pfannkuchen, Crepes …
