Wildfind
Faschingskrapfen
Feine Faschingskrapfen selber machen ist mit diesem Rezept keine Hexerei und ein tolles, schmackhaftes Erlebnis für alle Beteiligten!
Zutaten
- 42.00 g Germ (Frischhefe) — 1 Würfel
- 200.00 ml Milch
- 50.00 g Zucker
- 500.00 g Weizenmehl — in Ö Type W700, in Dtld. Type 550. Wird die Hälfte des Mehles durch Vollkornmehl ersetzt, 25 ml mehr Milch nehmen.
- 4.00 Eigelb — = Dotter
- 50.00 g Butter — zimmerwarm
- 2.00 Päckchen Vanillezucker
- 40.00 ml Rum — = 2 Stamperl. Durch den Alkohol nimmt der Krapfen - bei richtiger Temperatur gebacken - noch weniger Fett auf. Der Alkohol verdunstet, sobald der Krapfen in seinem Inneren 78° erreicht hat.
- 1.00 Glas Marillenmarmelade — festere Konsistenz
Rezept online
Zubereitung
1
So geht es: Für den Teig entweder die Zutaten - bis auf die Marillenmarmelade - der Reihe nach in den Brotbackautomaten geben und das Teigprogramm starten, dann entfallen Punkt 2 - 5 der folgenden Anleitung, oder händisch einen Germteig abschlagen, was auch keine Hexerei ist, sondern Sport! Auch ein Küchenmaschine würde diese Arbeit übernehmen. Die lauwarme Milch in eine Schüssel geben, mit der Hefe und der Hälfte des Zuckers und des Mehls verrühren und an einem warmen Ort zugedeckt 10 Minuten gehen lassen. In einer größeren Teigschüssel wird die weiche Butter mit restlichem Zucker, dem Vanillezucker und den Dottern schaumig gerührt. Die aufgegangene Masse, das restliche Mehl dazugeben und mit einem größeren Kochlöffel kräftig seidenglatt abschlagen, bis sich der Teig vom Schüsselrand löst und Blasen wirft. Zugedeckt 15 Minuten gehen lassen. Den Teig leicht bemehlen, auf eine bemehlte Arbeitsfläche kippen und fingerhoch ausrollen. Aus einer Hälfte der Teigplatte Scheiben von 6 cm Durchmesser ausstechen, auf der anderen Hälfte die Scheiben nur markieren. In die Mitte der markierten Scheiben mit dem Finger eine leichte Mulde drücken, mit Marillenmarmelade füllen, mit der ausgestochenen Teigscheibe belegen und den Teigrand rundum mit den Fingerspitzen festdrücken. Nun die Krapfen ca. 3 mm kleiner als vorher ausstechen, auf ein bemehltes Backblech o. ä. legen und mit einem leichten, bemehlten Tuch zugedeckt bei Zimmertemperatur bis zur doppelten Größe gehen lassen, dabei 1x wenden. Die Teigreste verkneten und noch einmal für Krapfen verwenden.
2
Ausbacken Inzwischen das Ausbackfett / -öl auf 170° erhitzen. Durch die frisch eingelegten Teiglinge sinkt es auf 160°. Wer keine geeignete Fritteuse und kein entsprechendes Thermometer besitzt, tauche zur Hitzekontrolle einen hölzernen Kochlöffel bis zum Topfboden in das heiße Öl: Bilden sich flott aufsteigende Bläschen, ist es heiß genug. Mit einem Metall löffel funktioniert das übrigens nicht! Nur 3 - 4 Krapfen gleichzeitig in die Pfanne geben, damit das Fett / Öl nicht zu tief abkühlt. Wichtig ist, damit jeder Krapfen das begehrte weiße Randerl erhält: Die gut aufgegangenen Teiglinge mit der gewölbten Oberseite in das heiße Öl legen, Deckel auf die Pfanne geben, 2 – 3 Minuten backen. Krapfen wenden und nun ohne Deckel und ohne Backfett darüberzuschöpfen noch einmal 2 Minuten backen. Aus dem Öl heben, abtropfen lassen, auf ein Küchenpapier legen, noch warm mit Staubzucker bestreuen. ✶ Sicher haben Sie sich bei gekauften Krapfen über das ominöse Loch gewundert: Diese Krapfen wurden mittels einer Krapfentülle nach dem Frittieren (Herausbacken) mit Marmelade oder Vanillepudding bzw. mit Schokolade gefüllt. Wenn man es auch so machen möchte, dann wird der Krapfenteig zweifingerdick ausgerollt, und es muss nur einmal ausgestochen werden. Beim Füllen bewegt man die Tüllenspitze, die auf einer Tortenspritze oder einem Dressiersack (= Spritzbeutel) befestigt wurde, ein wenig hin und her und drückt die Füllung in den bereits gebackenen Krapfen.