← zurück zum Rezept Gulasch nach Wiener Art
In Österreich hält nicht nur eine gute Suppe, sondern auch ein gutes Gulasch („Gollasch“) Leib und Seele zusammen. Dementsprechend wird es auf beinahe allen Speisekarten für den großen und den kleinen Hunger angeboten. Oder für „so vorneweg“ als Vorspeise. Als Beilage wählt man zwischen krach-frischer Kaisersemmel, Nockerl, Salzerdäpfel, Semmelknödel, Serviettenknödel, Makkaroni , Reis und last but not least: Polenta ! Mmh! Gulasch duftet aber nicht nur oft durch die Wirtshäuser und Restaurants, sondern auch zu Hause und bei gemeinschaftlichen Feiern durch Vereinslokale, Pfarr-, Turn- und Tanzsäle. Lässt es sich doch gut und in beliebiger Menge vorbereiten, wird durch Aufwärmen, wenn man es nicht anbrennen lässt (gell, Mariechen ;) noch besser und schmeckt Groß und Klein!
Zutaten
- 750.00 g Zwiebeln — bereits geschält
- 75.00 g Butterschmalz
- 3.00 EL Paprikapulver — edelsüß
- 2.00 EL Essig — Essigurkerl-Essig
- 500.00 ml Brühe
- 100.00 ml Rotwein — Ersatz: Brühe
- 2.00 EL Tomatenmark
- 8.00 Wacholderbeeren
- 2.00 TL Majoran
- 2.00 Knoblauchzehen
- 1.00 TL Salz
- 1.00 TL Zitronenzesten
- 1.00 halber TL Kümmel — oder Korianderkörner
- 1.00 Zweigerl Liebstöckel
- 1.00 Lorbeerblatt
- 1.00 Prise Chiliflocken
- 1.00 kg Gulaschfleisch — Der Metzger / die Metzgerin hat ein gutes Messer und schneidet es auf Wunsch in 4 cm Würfel.
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Zubereitung
1 Zubereitung Das Gulasch kann in einem Kessel im Freien zubereitet werden, dann entfällt das Zwiebelmixen. Die Zwiebel, sofern sie f e i n geschnitten wird, verkocht sich so und ohne! In der Regel jedoch wird das Gulasch in der Küche in einem geeigneten Topf mit passendem Deckel auf dem Herd gekocht oder auch zum Schmoren in den E-Backofen gestellt. Ich bevorzuge das Letztere und koche gleich die doppelte bis dreifache Menge: Die grob geschnittenen Zwiebeln im heißen Butterschmalz hellbraun rösten, Paprika dazugeben und unter Rühren kurz mitrösten. Essig, Brühe, Rotwein, Tomatenmark zu den Zwiebeln geben und zugedeckt in ca. 20 Minuten weich dünsten. Zwiebelbrühe mixen. In die heiße Zwiebelsauce kommen nun das in 4 cm große Würfel geschnittene Fleisch und alle restlichen Gewürze (Geheimtipp: Eine winzige Prise Zimt rundet ab und sei der Herzlichkeit förderlich!). Die Sauce sollte das Fleisch eben bedecken. Eventuell mit Brühe auffüllen. Zugedeckt auf dem Herd oder im E-Backofen knapp am Siedepunkt kernig schmoren. Herd: Ca. 2 Stunden, immer wieder einmal vom Topfboden wegrühren, damit die Zwiebeln nicht anbrennen. Gegen Ende hin ein Stückchen Fleisch auf seine Gare hin durchschneiden. Umluftbackofen: Auf 190° vorheizen. Sobald der mit geeignetem Deckel oder mit Alufolie bzw. Backpapier verschlossene Bräter im Rohr steht, wird die Temperatur auf 150° abgesenkt. Schmorzeit: 2 Stunden. Zwischendurch 1 x umrühren. – Wird mehr Gulasch gemacht, die Schmorzeit erhöhen. Kurz vor dem Servieren 1 Esslöffel Mehl in einer halben Tasse Wasser versprudeln und in das leicht kochende Gulasch rühren. Eventuell nachwürzen.
2 Einige Variationen des Wiener Saftgulaschs: