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Hochsommer · Extras, Praktisches, Basteln

Marillenbaum aus einem Kern ziehen

Zutaten

  • 1.00 Kern — oder mehrere, von Marillen / Aprikosen
  • 1.00 Portion Erde — sandige
  • 1.00 Portion Geduld
Rezept online

Zubereitung

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So geht es! Frisch aus der Marille geholt besitzt der Kern seine größte Keimfähigkeit. Zur Vermeidung von Schimmel wird er von Fruchtfleischresten gesäubert, aber nicht aufgeknackt! Er kommt für eine Woche in einen Kübel Wasser , den man im Freien stehen lässt. Man sucht sich im Garten eine halbschattige, sandige Stelle mit wenig Erde, sodass der Kern wohl immer wieder durch Niederschläge befeuchtet wird, aber keinesfalls eine Staunässe erleidet. Alternativ dazu kann man einen Blumentrog mit einer Mischung aus Sand und wenig Erde füllen, dabei die Abzugslöcher nicht ganz dicht verschließen. Man stellt ihn dann im Freien im Halbschatten so auf, dass er den Witterungseinflüssen ausgesetzt ist, dabei keine Staunässe erleidet, aber auch nicht für lange Zeit total durchtrocknet. Nun kommt der gewässerte, nicht aufgeknackte Kern 3 cm tief in die sandige Erde. Es beginnt das große Warten. – Unter Umständen dauert es ein ganzes Jahr, bis sich der Keimling zeigt. Meine Kerne waren flotter: Nach dem Winter entdeckte ich Ende April, oh, Freude, den ersten grünen Marillenschopf / Aprikosenkeimling! Täglich folgten weitere. Mehr als erwartet! Wie geht man weiter vor? Zur Auswahl stehen zwei Möglichkeiten: Man lässt den Sämling (=Marillenkeimling / Aprikosenkeimling) im Garten weiterwachsen. Nach ca. 5 Jahren bringt er die ersten Früchte, die oft nicht dem Mutterbaum entsprechen. Da gibt es eine Bandbreite von wunderbar bis ungenießbar! Der Sämling soll mit einer Marillen- / Aprikosenwunschsorte veredelt werden. Dazu wird der Keimling ein- bis zweimal verpflanzt (Presstöpfe eignen sich dazu gut) und er erhält einen Stützstab, damit der Stamm gerade wächst. Frühestens im Jahr mach seiner Keimung kann der verholzte Stamm veredelt werden, was bei der Marille durch eine Augenveredelung (Okulation) geschieht.