Wildpflanzen in der Küche
Themenheft 4 Kapitel

Wildpflanzen in der Küche

Hier wird den Fragen nachgegangen: Wie schmeckt Natur? - Wie verlockt man Groß und Kleine zum Genießen von Wildpflanzen?

Dazu gibt es praktische Kochtipps!

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Wie schmeckt Natur?

Wie schmeckt Natur?

Unsere angeborene Neugierde hilft uns, aus dem Einheitstümpel der Geschmacksverstärker und künstlichen Aromen aufzutauchen und einzutauchen in das Meer der natürlichen Aromen!  Mit Kopfsprung … oder vorsichtig probierend mit der Zehenspitze ? … In unserem Fall: Zungenspitze ;) 

Da sind wir gefordert, für jedes Temperament positive Erlebnisse anzubieten, was die Geschmacksintensität der Wildpflanzen betrifft. Kulturpflanzen, an die wir geschmacksorientiert sind, verloren ja proportional zu ihrer Masse und attraktivem Aussehen ihren Eigengeschmack und damit auch viele Wohlbefinden anregende Stoffe, die mildherb, zartbitter, süßsäuerlich, süßschleimig oder scharf schmecken.

Noch etwas Zweites ist wichtig, wenn jemand ein neues Element kennen und lieben lernen sollte: Zeit lassen! Im übertragenen Sinn, die Ängstlichen nicht mit dem Kopf ins Wasser tauchen, sonst bleibt nur die Eigenschaft “grauslig!" Auch Zeit lassen, um die neuen Strukturen mit Händen und Gaumen zu fühlen, zu genießen. - Ganz im Sinne der Slow-Food-Bewegung: „Fangen wir gleich bei Tisch mit Slow Food an.  Es geht darum, das Geruhsame, Sinnliche gegen die universelle Bedrohung durch das "Fast Life" zu verteidigen.“ (Slow Food International)

Denken Sie einmal zurück, wann Ihnen das Essen Entspannung und Freude brachte, Sie aufbaute, beflügelte, beglückte. -  Die nachhaltige Wirkung der „Soul-Food-Speisen“ unserer Kindheit beruhen auf diesem ganzheitlichen Umgang mit „Essen“, denn Essen,  und vor allem gemeinsam Essen, ist nicht nur die Summe der aufgenommen Nährstoffe – oder doch? - Ja: Doch! Und zwar dann, wenn beim Essen wenigstens immer wieder einmal auch die Nährstoffe für Gemüt und Seele herüberkommen!
 

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Groß und Klein zum Genießen verlocken

Groß und Klein zum Genießen verlocken
  • Gemeinsam essbare Wildpflanzen zu suchen, dabei auch ein wenig Gefundenes für die Tischdekoration (einfrischen, auflegen) mitnehmen.
  • Bei der Zubereitung zu helfen.
  • Auf gesundes leicht Gesüßtes nicht vergessen.
  • Besonders neue Speisen als Augenschmaus auf dem Teller anrichten. Dazu keine großen Portionen austeilen, Farbe muss immer dabei sein, teilweise mit frischem Kleinzeug bestreuen.
  • Sehr bewährt hat sich allerdings die freie Auswahl: Jeder bedient sich selbst von den in gefälligen Gefäßen auf dem Tisch oder auf dem Herd etc. bereit gestellten Gerichten.
  • Dem Wildpflanzengericht einen Namen zu geben.
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Die richtige Mischung macht's !

Die richtige Mischung macht's !

Um in den Genuss aller gesundheitsschützenden Natursubstanzen zu kommen, nicht nur die Medienstars Bärlauch, Heidelbeere, Brokkoli, Tomaten und Rotwein nehmen, sondern die Vielfalt der jahreszeitlich reifen Früchte, Wild-Gemüsearten und Kräuter. Sie garantiert einen hohen Gehalt an Bioaktivstoffen, die ihre gesundheitliche Schutzwirkung entfalten und mithelfen, Zivilisationskrankheiten vorzubeugen! 
Dazu ein Geheimtipp des Schweizer Genies Pfarrer Joh. Künzle: Wenn die Menschen das Unkraut nicht nur ausreißen, sondern einfach auch aufessen würden, wären sie es nicht nur los, sondern würden auch noch gesund! :) 100 Jahre nach diesem Aufruf bestätigt ihn die Wissenschaft durch ihre Forschungen an sekundären Pflanzenstoffen.
Um ausreichend Mikronährstoffe aufzunehmen, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung eindringlich, von Jugend an täglich Obst und Gemüse zu verspeisen, und zwar:

2 Portionen Obst, jeweils so groß wie die Hand des Essers / der Esserin +
3 Portionen Gemüse bzw. Salat.
Pro Tag kann 1 Portion durch ein Glas reinen Obst- oder Gemüsesaft ersetzt werden.
Wildgemüse und Wildfrüchte bringen sich hier bestens ein: frisch geerntet, tiefgefroren, aus dem Glas, als Trockenfrüchte, als Obst- oder Gemüsesäfte!
 

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Kochtipps

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