Warm-up-Massagesalbe
Rosas wärmendes Massagesalbe für kalte Knie, Oberarme und Füße ist auch bei Muskelverspannungen hilfreich!
- Sollten Sie gegen eine der Pflanzen, die in der Warm-up-Salbe enthalten ist, allergisch sein, einfach weglassen.
- Als Trägeröl wird Bio-Sonnenblumenöl verwendet, da es weniger schnell oxidiert als Olivenöl. Es zieht auch leichter ein und schleust die angereicherten Wirkstoffe in tiefere Hautschichten.
- Salbe nicht in die Augen oder auf die Schleimhaut bringen! Nach der Anwendung Hände mit warmem Wasser und Seife waschen. Seife löst Chili, bloßes Wasser nicht.
Zutaten
- 200.00 ml Bio-Sonnenblumenöl
- 2.00 EL Arnikablüten
- 2.00 EL Angelikawurzel
- 1.00 EL Fichtenharz
- 1.00 EL Chiliwürfelchen
- 2.00 EL Wacholderbeeren
- 25.00 g Bienenwachs
- 50.00 g Sheabutter
- 20.00 Tropfen naturreines ätherisches Palmarosaöl
Zubereitung
- 200.00 ml Bio-Sonnenblumenöl
- 2.00 EL Arnikablüten — aus der Apotheke. Alternativen: Ringelblume, Pappelknospen
- 2.00 EL Angelikawurzel — Echte Engelwurz oder Wald-Engelwurz
- 1.00 EL Fichtenharz — selbst gesammeltes. Alternative: Lärchenharz
- 1.00 EL Chiliwürfelchen — frische, scharfe. Ersatz: 1 halber TL Cayennepfeffer
- 2.00 EL Wacholderbeeren
- 25.00 g Bienenwachs
- 50.00 g Sheabutter
- 20.00 Tropfen naturreines ätherisches Palmarosaöl
Arnika, Angelika-Wurzelstücke, gemörserte Wacholderbeeren, Chiliwürfelchen und das Harz zusammen mit 200 ml Sonnenblumenöl in einem hitzbeständigem Gefäß mixen und zugedeckt auf 45° erwärmen. Diese Temperatur für die Mazeration der Kräuter 4 Stunden halten.
Herdplatte ganz ausschalten und Topf mit Inhalt darauf stehend auskühlen lassen.
Abermals kurz auf 50° erwärmen und in ein frisches hitzebeständiges Gefäß filtern. Kräuter mit einem Löffel gut ausdrücken.
Temperatur bei 50° halten, das Bienenwachs zugeben und unter Rühren schmelzen lassen.
Öl unter Rühren auf Handwärme abkühlen lassen, Sheabutter und ätherisches Öl einrühren. Rührbewegungen in einer liegenden Acht durchführen.
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Tipp: Wer die venenstärkende und lymphflussfördernde Wirkung des Steinklees nutzen möchte, mische zusammen mit dem ätherischen Palmarosa-Öl 15 – 20 Tropfen ätherisches Steinklee-Öl unter die Salbe.
Flüssige Salbe in die bereitgestellten Döschen füllen. Unverschlossen, aber mit einem Küchentuch bedeckt, aushärten lassen.
Beschriftet (Inhalt, Datum) und gut verschlossen bis zur Verwendung kühl und dunkel aufbewahren.
Variationen (1)
Meine Oma ergänzte die Zutaten der Erwärmungscreme stets um ein Tollkirschenblatt (= Blatt der Atropa belladonna, kurz: Belladonna).
- Zu dessen Ernte „scannte“ sie mit ihren Augen die Tollkirschenzweige. Sie suchte jene Stellen, an denen jeweils ein großes und ein kleines Blatt direkt nebeneinander wuchsen (Siehe Foto!) und pflückte nur das kleinere von beiden. Sie verwendete es für die Salbe frisch, aber auch getrocknet.
Dazu ist zu sagen, dass die Verwendung der hochgiftigen Tollkirschenblätter in der Volksmedizin eine lange Tradition hat. Es wurde ihre entspannende Wirkung auf Muskeln, vor allem auf die glatte Muskulatur der inneren Organe wie Gallenblase (bei Gallenkolik) … , genutzt und: Es benötigt fundiertes Wissen über die Dosierung und die Ernte der Blätter, denn die Inhaltsstoffe der Blätter der Tollkirsche werden auch über die Haut in die Blutbahn geleitet!
Dieses volksmedizinische Wissen wurde übrigens bei der Entwicklung der ersten kommerziellen Wärmepflaster, der ABC-Pflaster, angewendet. Diese Pflaster wurden nach den Heilpflanzen, die sie enthielten, benannt:
- A – Arnika
- B – Belladonna (=Atropa Belladonna)
- C – Chili
Heutzutage wird nur mehr das Capsaicin des Chilis dafür verwendet.