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Fichte | Picea abies

Fichte

Botanischer Name: 
Picea abies
andere Namen: 
Gewöhnliche Fichte
andere Namen: 
Rottanne
andere Namen: 
Feichten
andere Namen: 
Pechtanne
Ätherisches Fichtenöl kann Haut u. Schleimhaut reizen sowie allergieauslösend wirken.

Verdünnt anwenden; aber nie bei Säuglingen und Kleinkindern (Stimmritzenkrampf, Atemstillstand möglich)! Kontraindikationen: Bronchialasthma, Keuchhusten.

Ordnung: /
Unterfamilie:
Gattung: /
Art: Picea abies / Fichte
Kommt in Mitteleuropa wild bzw. ausgewildert vor: JA!
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Blick vom Weg zur Sulzlalm aus in das von Fichtenwäldern, hier meistens Schutzwälder, umsäumte Lechtal.

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Fichtenzapfen werden bis zu 16 cm lang und 4 cm dick. Sie fallen als ganze Zapfen ab. Man findet Fichtenzapfen, aber keine Tannenzapfen!

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Das Bild ( "Waldbäume und Sträucher" v. Klein) zeigt rechts männliche Fichtenblüten, links je eine rote und grüne weibliche.

Die jungen Fichtenzapfen stehen zuerst aufrecht, hängen in der Reife - im Unterschied zur Tanne - nach unten und fallen als ganzer Zapfen ab. - Fichten blühen übrigens, je nach Standort und Klima alle 3 - 8 Jahre.

Bild 1: Fichten gehören zu den immergrünen Pflanzen. Sie zählen deshalb zu den Symbolpflanzen, die auf immerwährendes Leben hinweisen. - Das Foto zeigt drei junge Fichten im Vollherbst.
Bild 2: Blick vom Weg zur Sulzlalm aus in das von Fichtenwäldern, hier meistens Schutzwälder, umsäumte Lechtal.
Bild 3: Fichtenzapfen werden bis zu 16 cm lang und 4 cm dick. Sie fallen als ganze Zapfen ab. Man findet Fichtenzapfen, aber keine Tannenzapfen!
Bild 4: Das Bild ( "Waldbäume und Sträucher" v. Klein) zeigt rechts männliche Fichtenblüten, links je eine rote und grüne weibliche. Die jungen Fichtenzapfen stehen zuerst aufrecht, hängen in der Reife - im Unterschied zur Tanne - nach unten und fallen als ganzer Zapfen ab. - Fichten blühen übrigens, je nach Standort und Klima alle 3 - 8 Jahre.
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Bild 5: Fichtennadeln fallen, wenn sie vertrocknet sind, bei der leisesten Berührung ab, was wir an Christbäumen (Weihnachtsbäumen) im Wohnzimmer hautnah erleben. Fichten können als schöne Symbolpflanze nur kurzzeitig in beheizten Räumen gehalten werden.
Bild 6: Fichtenzweig mit "Maiwipferl", den Neuaustrieben. - Die Blätter (= "Nadeln") der Fichte sitzen einzeln auf kleinen, verholzten Kissen. Wenn sie abfallen, z.B. am Christbaum oder an als Winterschutz aufgelegten Zweigen, fühlen sich diese arttypisch wie Feilen an!
Bild 7: "Maiwipferl" bzw. "Tannabros", wie die Fichtenjungtriebe umgangssprachlich bezeichnet werden, werden im Mai gesammelt. Sie werden medizinisch und kulinarisch genutzt.
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    Das Foto zeigt vertrocknende männliche Blütenstände und junge Fichtenzapfen, die nach der Befruchtung aus den weibl. Blüten entstehen. Harzende Fichtenzapfen werden in der Volksmedizin verwendet. 

  • 9

    Freistehende Fichten sind bis zum Boden benadelt, werden bis zu 1000 Jahre alt. - Stehen sie dicht nebeneinander ("im Schluss), sind nur die oberen Baumregionen benadelt. Sie werden dann max. 150 Jahre. Geschlägert werden sie ohnehin, sobald ihr Höhenwachstum (40 m) mit 80 bis 100 Jahren abgeschlossen ist. Stehen sie länger, nimmt der Stamm an Umfang zu.

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    Die unteren Fichtenäste verkahlen bei Lichtmangel.

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    Dicht ("im Schluss") stehende Fichten tragen nur in den oberen Astpartien Nadeln.

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    Die Fichte geht mit vielen Pilzen, giftigen und essbaren, eine enge Lebensgemeinschaft ein: Das Wurzelgeflecht der Pilze versorgt die Fichte mit Mineralstoffen und Wasser, während der Pilz von ihr die für sein Wachstum benötigten organischen Stoffe erhält. Pilzsammler werden in Wäldern bei Fichten fündig!

  • 14

    Die Fichte, hier im Verbund mit Lärchen, ist der wichtigste Nutzholzbaum im mitteleuropäischen Kulturwald.

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    Der Gewöhnliche Baumbart (=Bartflechte) wächst nur auf Nadelbäumen oder Birken und auch nur in Gebieten mit hoher Luftqualität.In Deutschland gilt er als stark gefährdet.

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    Bild: Wurzelstück einer alten Fichte.

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    Fichten bilden ein weitreichendes, flaches, tellerförmiges Wurzelsystem knapp unter und teilweise entlang der Oberfläche. An Straßen, Wegen und Grundmauern kann es Schaden anrichten.

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    Wildfütterung

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    Wildverbiss. Die Fichte bleibt dadurch im Wachstum zurück, aber erholt sich wieder.

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    Ein natürlicher Bonsai durch Wildverbiss. Sie sehen, die Fichte ist im Unterschied zur Tanne schnittverträglich! Sie eignet sich deshalb auch gut für Gartenhecken, Sichtschutzhecken.

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    Jägerstand

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    Blick von der Holzgauer Hängebrücke auf Fichten.

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    Buchenstamm zwischen Fichtenstämmen

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    "Knidl" - ein beliebtes Feuerholz.

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    Brennholz

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    Gelagertes Brennholz

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    Fichte ist ein wichtiges Bauholz.

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    Gebäude aus Fichtenholz errichtet mit "(Brenn-)Holz vor der Hütte".

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    Pinzgauer Zaun

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    Balkon aus Fichtenholz

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    Fichtenholz lässt sich gut bearbeiten.

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    Windharfe aus Haselfichte. - Kein anderes Nadelholz variiert so stark wie die Fichte.

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    Text zur Windharfe

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    Standort der Windharfe ist eine alte Wetterfichte.

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    Fichtenwald als Bergwald

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    Die vierkantigen, spitzigen Nadeln sind auf den Zweigen spiralig angeordnet.

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    Harmlose Becherflechten besiedeln einen von Moos und Sauerklee umringten Fichtenstamm.

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    Baumleben

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    Zum Foto: Man erkennt darauf gut den kegelförmigen Wuchs der Fichten und dass sie im steilen Gelände Lawinenverbauungen ersetzen können.

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    Die Sonnenspitze erhebt sich über einem herbstlichen Fichten-Lärchenwald.

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    Die Zapfen reifen bis zum Oktober und enthalten mild schmeckende, essbare Samen! Im folgenden Vorfrühling entlassen sie bei trockener Luft die geflügelten Samen. Bald darauf fallen die leeren Zapfen ab. Die Samen bleiben 3 - 4 Jahre keimfähig.

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    Stare rasten auf einem Fichtenast.

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    Buchen-Fichten-Mischwald im Frühjahr

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    Fichten sind nicht wählerisch, was ihren Standort betrifft. Solange der Boden feucht genug ist, gedeihen sie "überall". Wie lange allerdings dieses hübsche Wäldchen, das sich auf einem schwimmenden Baumstamm angesiedelt hat, leben wird, ist fraglich. Zu viel des Guten ist halt auch nichts;)

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    Weinendes Baumgesicht mit Tränen aus Terpentin. Der Volksmund bezeichnet sie als "Pech", die Fichte als "Pechtanne" im Unterschied zur Weißtanne, deren Holz kein Pech führt.

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    Getrocknete Harzausflüsse werden als "Harz" bezeichnet. Hier: Fichtenharz. Es lässt sich wunderbar verräuchern! 

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    Gut getrocknetes Harz lässt sich leicht entnehmen. Hier gekonnt mit einem zugeschnittenen Stock.

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    Harz am Baumstrunk

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    Kugeliger Hexenbesen in einer Fichte.

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    Baumleben

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    Baumschwämme auf Fichtenstamm

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    Im Frühsommer auf dem Weg zur Petersbergalm.

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    Diese Fichtenwurzel birgt einen Schatz ...

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  • Die Fotos schildern mit ihren Beschreibungen Interessantes aus verschiedenen Fichtenleben!

Die FOTOS schildern mit ihren Beschreibungen Interessantes aus verschiedenen Fichtenleben!

 

WAS UNTERSCHEIDET FICHTEN VON TANNEN ?

  1. Rinde
    Die Tanne, dieser majestätische Nadelbaum, wird dank seiner noch im Alter glatten, weißlich-grauen Rinde mit ebenfalls weißlichen, glatten Borkenschuppen als "Weißtanne“ bezeichnet. Im Gegensatz dazu weist die Fichte (= "Rottanne") eine rötlich-braune Rinde, von der sie ihren zweiten Namen, "Rottanne", erhielt. 
  2. Zapfen
    • Tannenzapfen, die 5 – 17 cm hoch und bis zu 5 cm dick werden können, stehen aufrecht wie Kerzen auf dem Baum. Die Zapfen der Fichte hängen.
    • Die Zapfen der Tannen fallen nicht zu Boden, sondern zerfallen gleich nach der Zapfenreife auf dem Baum: Samen und Zapfenschuppen fallen ab, die leeren Zapfenspindeln bleiben noch mehrere Jahre auf den Zweigen.
      • Sie werden also auf dem Boden in der Regel nie Tannenzapfen finden. Es sind Fichtenzapfen, die die Fichte als ganze Zapfen abwirft. Umgangssprachlich werden sie als Tannenzapfen bezeichnet. Botanisch korrekt: "Rottanenzapfen", was aber niemand sagt ;) 
  3. Nadeln 
    • Die Fichte sticht, die Tanne nicht!
      • Fichtennadeln sind einheitlich grün, besitzen eine stechende Spitze und sind rund um die Zweige angeordnet.
      • Tannennadeln sind im Unterschied zu den Fichtennadeln
        • flach zusammengedrückt
        • und auf ihrer Unterseite mit zwei weißlichen Längsstreifen versehen.
        • Die Nadeln der Seitenzweige sind kammförmig gescheitelt.
        • Die Spitze der Tannennadel ist nicht spitzig, sondern leicht eingekerbt, im Alter sogar leicht gerundet. Tannennadeln stechen deshalb nicht! 
    • Während Tannennadeln direkt auf dem Zweig sitzen, sitzen Fichtennadeln auf kleinen verholzten Stielen, den sogenannten "Kissen".
    • Tannennadeln lösen sich nach einem eventuellen Vertrocknen erst spät vom Ast, was die Tannen zu idealen Christbäumen / Weihnachtsbäumen macht! Ihre Nadeln beginnen nicht wie bei der Fichte bereits nach einigen Tagen im Wohnzimmer auf den Boden zu rieseln! 

 

Falls Sie Ihre FICHTENHECKE schneiden möchten, finden Sie  h i e r  eine Anleitung dazu.

 

 

ZUR VOLKSMEDIZINISCHEN ANWENDUNG DER FICHTE:

Tanne, Fichte und Kiefer werden volksmedizinisch gleich angewendet, denn ihre ätherischen Öle gleichen sich trotz leicht unterschiedlicher Zusammensetzung in ihrer Wirkung. Sie werden oft einfach als "Tann" bezeichnet.
 

  • Hildegard v. Bingen schreibt in ihrer „Physica“ („Naturkunde“) über die Tanne (Fichte): 

    " Die Tanne ist mehr warm als kalt und enthält viele Kräfte. Sie ist ein Sinnbild der Stärke. Geister hassen Tannenholz, und vermeiden Orte, an denen sich solches befindet…. 

    Wenn jemand Herzbeschwerden bekommt, muss er sich zuerst über dem Herzen mit einer Salbe (Anm.: Salbe mit Harz und Nadeln der Tanne bzw. Fichte) einreiben ... 

    Wer jedoch Schmerzen in der Brust (Anm.: Bronchitis) hat, der nehme die Asche von frischem Tannenholz und vermische sie mit doppelt so viel Bibernellenwurzeln und doppelt so viel Fenchel und so viel Süßholz wie Tannenasche. Koche das mit Wein und Honig und siebe es dann durch ein Tuch. Diesen Trank trinke häufig und er wird deine Brust reinigen und die Lunge wird gesund werden

    Wenn es reichlich aus der Nase fließt, so mache Rauch aus dem Tannenholz und sauge dies durch die Nase ein und der Fluss wird gelöst und hört auf."
     

  • ​Weitere naturheilkundliche Mittel bei Schnupfen und Husten:
  • Bei Muskelkater, Muskelzerrungen, rheumatischen Beschwerden:
    • Zapfensalbe anwenden.
    • Tinktur aus Tannennadeln + harzende Fichtenzapfen anwenden, anschließend eine Ringelblumensalbe bzw. Johanniskrautöl auftragen.
      • ​Bemerkung: Für diese durchblutungsfördernde Tinktur eignen sich auch Nadeln und Zapfen von Latsche (Bergkiefer), Zirbe, Pinie, Föhre (Waldkiefer)
Essbare Pflanzenteile:
Samen
Essbare Pflanzenteile:
Blätter
Essbare Pflanzenteile:
Jungtriebe
Geschmack:
herb- harzig
Geschmack:
herbsauer
Geschmack:
herzhaft
Sättigungswert:
Gut
Sättigungswert:
Mittel
Sättigungswert:
Gering
Aussehen

Blütenfarbe

  • gelb
    gelb
  • rot
    rot
VERWECHSUNGSMÖGLICHKEIT MIT GIFTIGER PFLANZE
VERWECHSUNGSMÖGLICHKEIT MIT ESSBARER PFLANZE
Gesundheit
Wirkung

laut Volksheilkunde:

, Blätter
ätherisches Öl
, Alle oberirdischen Teile
, Blätter
ätherisches Öl

laut Hildegardmedizin:

, Blätter
ätherisches Öl
, Alle oberirdischen Teile
Anwendungsgebiete

laut Volksheilkunde:

Inhalationen, Einreibungen, Bad, Tee

Inhalationen, Einreibungen, Bad, Tee

Inhalationen, Einreibungen, Bad, Tee

Einreibungen, Bad

Einreibungen, Bad

Inhalationen, Einreibungen, Bad, Tee

Einreibungen, Bad

laut Hildegardmedizin:

Inhalationen, Einreibungen, Bad, Tee

Inhalationen, Einreibungen, Bad, Tee

Inhalationen, Einreibungen, Bad, Tee

Einreibungen, Bad

Inhalationen, Einreibungen, Bad, Tee

Wann Fichte pflanzen oder säen?
Hier finden Sie einen praktischen Pflanzkalender mit den richtigen Terminen und Pflegeanweisungen.

Vollfrühling / Mai

Jungtriebe ernten
als anregende Rohkost, oder für Sirup
Vorfrühling
März
  • Jungtriebe, essbar, herbsauer, Nährwert: Gering

    Sammeln für den Wipferlhonig.

Erstfrühling
April
  • Jungtriebe, essbar, herbsauer, Nährwert: Gering

    Sammeln für den Wipferlhonig.

Vollfrühling
Mai
  • Jungtriebe, essbar, herbsauer, Nährwert: Gering

    Sammeln für den Wipferlhonig.

Vollherbst
Oktober
  • Samen, roh essbar, herzhaft, Nährwert: Gut
Spätherbst
November
  • Samen, roh essbar, herzhaft, Nährwert: Gut
Winter
Dezember, Jänner; Februar
  • Samen, roh essbar, herzhaft, Nährwert: Gut