Engelshaarmarmelade

Engelshaarmarmelade ist eine katalanische Spezialität, die vor allem auf Mallorca zum Füllen von Hefeschnecken (Ensaimadas) verwendet wird. Zu ihrer Herstellung benötigt man einen Feigenblattkürbis. Das ist eine robuste, aber hübsche, wüchsige und lang lagerfähige Kürbisart, die auch in Mitteleuropa, sogar in der kältesten Ecke von Tirol, gut gedeiht! Vielleicht macht es auch Ihnen Spaß, den Kürbis anzupflanzen!?

Wenn er jung geerntet wird, kann man ihn – ohne Schale – wie jeden anderen Kürbis verwenden.

Ausgereift entwickelt er zarte Fruchtfleischfasern (ähnlich dem Spaghettikürbis) und eine sehr harte Schale. Ausgereift und unverletzt kann bis zu drei Jahre gelagert werden.

  • Die typischen Fasern seines Kürbisfleisches verhalfen der Marmelade zu ihrem Namen: „Engelshaarmarmelade“, kurz einfach als „Engelshaar“ (Cabell d’angel) bezeichnet.
    • Traditionell wird die Engelshaarmarmelade zur Haltbarmachung mit reichlich Haushaltszucker (1:1) lange gekocht. Nimmt man weniger Zucker, müssen die gefüllten Gläser anschließend im Wasserbad sterilisiert werden.
    • Wer die Marmeladenkochzeit verkürzen und den Zuckergehalt verringern möchte, verwendet Gelierzucker.

Zutaten

  • 1.00 kg Kürbisfleisch
  • 1.00 kg Haushaltszucker
  • 1.00 Bio-Zitrone
  • 1.00 Bio-Orange
  • 1.00 Zimtstange

Zubereitung

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Engelshaarmarmelade traditionell oder zuckerreduziert
Zutaten
  • 1.00 kg Kürbisfleisch der Sorte 'Feigenblattkürbis'
  • 1.00 kg Haushaltszucker Alternativen: weniger Haushaltszucker nehmen und abschließend sterilisieren oder den praktischen Gelierzucker 2 : 1 bzw. 3 : 1 verwenden.
  • 1.00 Bio-Zitrone Schale und Saft
  • 1.00 Bio-Orange Saft und Schale ohne weiße Innenhaut.
  • 1.00 Zimtstange

Zuerst muss man an das Kürbisfleisch mit seinen Fasern, jedoch ohne Kerne, kommen: Dazu wird der ganze Kürbis, je nach Größe, 1 Stunde oder länger, von Wasser bedeckt oder im Dampfdruckkochtopf, gekocht.

  • Zu große Kürbisse muss man, ohne mit dem starken Messer abzurutschen und sich dabei zu verletzen, mit Kraft so zerteilen, dass sie im Kochtopf Platz haben. Dazu kann man sie auch auf einen Fliesenboden fallen lassen.

Nach dem Kochen abtropfen und abkühlen lassen.

Die ganzen Kürbisse zerteilen. Von allen Stücken werden die Samen entfernt.

Nun kann man mit einem Löffel das gekochte Kürbisfleisch und die Fasern leicht entnehmen, abwiegen, in einen Kochtopf geben, mit dem gewünschten Zucker bestreuen und zugedeckt 8 Stunden stehen lassen, sodass sich etwas Saft bildet.

Zitronen- und Orangenschale mit einem Zestenreißer abziehen und zusammen mit dem Saft der Früchte und mit einer Zimtstange zum Kürbis-Zucker-Gemisch geben.

Je nach Art des Zuckers fertigkochen:

  • Wenn man die Marmelade traditionell mit normalem Haushaltszucker – ohne anschließendes Sterilisieren – machen möchte, nimmt man gleich viel Zucker wie Kürbisfleisch und kocht alles 70 Minuten in einem offenen Kochtopf und rührt dabei häufig um. Engelshaarmarmelade nicht anbrennen lassen!! Also immer gut vom Topfboden wegschieben, wobei man gegen Ende der Kochzeit die Marmelade gelegentlich ein wenig auf dem Topfboden anlegen lässt. Sie karamellisiert dabei golden, aber gleich wieder gut vom Boden wegschieben!
     
  • Zuckerreduziert:
    • Möchte man auf 1 kg Kürbisfleisch nur 600 g Haushaltszucker nehmen, kocht man die Marmelade 50 Minuten lang und kocht anschließend die damit angefüllten und verschlossenen Gläser noch 20 Minuten im Wasserbad.
       
    • Nimmt man Gelierzucker (2 : 1 oder 3 : 1) geht man so vor, wie es auf der Packung des Gelierzuckers beschrieben ist. Die Kochzeit richtet sich nach der Gelierprobe und kann 20 - 30 Minuten dauern!

Für alle Zubereitungsarten gilt:
Kochend heiß in Gläser, die auf einem Tuch stehen, füllen. Verschließen, umdrehen, auskühlen lassen.

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