Sauerteig vermehren
Es gibt einen einfachen Trick, wie man in relativ kurzer Zeit aus wenig altem Sauerteig viel neuen macht:
- Man rechnet auf 100 g Mehl + 100 ml lauwarmes Trinkwasser 1 Esslöffel alten Sauerteig , um gut 200 g neuen Sauerteig zu erhalten.
- Diese Angabe kann ohne Weiteres vervielfacht werden, wenn man das Verhältnis zueinander beibehält. Der Arbeitsvorgang bleibt immer gleich!
Beispiele:
2 EL alter Sauerteig + 200 g Mehl + 200 ml Wasser = gut 400 g neuer Sauerteig
3 EL alter Sauerteig + 300 g Mehl + 300 ml Wasser = gut 600 g neuer Sauerteig
usw.
- Sauerteig 1.00 EL
- Mehl 100.00 g
- Trinkwasser 100.00 ml
Zubereitung
- 1.00 EL Sauerteig selbst machen selbst machen
- 100.00 g Mehl — meistens und sinnvoll wird Roggenmehl genommen, um die Phytinsäure des Roggens abzubauen, das Roggengebäck zu lockern und lange frisch zu halten. - Doch auch Weizenmehl ist möglich. Es erhält ein spezielles Aroma uns das Gebäck bleibt länger frisch.
- 100.00 ml Trinkwasser — 35° warm (= handwarm). Immer gleich viel Wasser wie Mehl nehmen.
Man verrührt alten Sauerteig + Mehl + lauwarmes Wasser kurz in einem geräumigen Gefäß, bis keine Teigklümpchen mehr zu sehen sind und lässt diesen Teigansatz, damit Sauerteig daraus wird, 5 - 12 Stunden bei 30°bis max. 35° zum Gären stehen.
- Dabei wird das Gefäß so zugedeckt, dass ein Luftaustausch möglich ist, Mücken aber keinen Zutritt haben: z.B. Deckel lose auflegen oder Tuch mit Gummiband befestigen ...
- Während der Gärung dehnt sich der Teig durch Blasenbildung aus.
Ganz fertig ist der Sauerteig, wenn er sich nicht mehr weiter ausdehnt. In diesem Zustand schmeckt er angenehm fruchtig-säuerlich.
- Man kann ihn jedoch auch bereits früher im Rahmen einer Hefeteigzubereitung verwenden. Er besitzt dann allerdings weniger Treibkraft, was durch eine Hefezugabe ausgeglichen wird, und er schmeckt weniger säuerlich.
Wichtig: Immer wieder einen Sauerteig-Schatz in den Kühlschrank retten!
- Das bedeutet:
- Nicht den ganzen Sauerteig verbacken, sondern mindestens 1 Esslöffel des neuen Sauerteiges in einem geräumigen Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren (bis zu 10 Tagen haltbar), um ihn bei Bedarf wieder vermehren zu können.
Pflanzen in diesem Rezept
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren