Spitzwegerich-Sirup

1 Liter
1 Portionen
Kochmodus
  • Spitzwegerich wird auch als „Lungenblattl“ bezeichnet. Der Sirup daraus wird dieser Bezeichnung gerecht, denn er hilft bei Halsschmerzen, Husten und Bronchitis … und er schmeckt! Auch Kindern! Durch die traditionelle Kaltzubereitung des Sirups bleiben neben den adstringierenden Gerbstoffen und einhüllenden Schleimstoffen des Spitzwegerichs auch dessen antibakterielle Wirkung, die auf sein hitzeempfindliches Aucubin zurückzuführen ist, erhalten.
  • Huflattich wird seit der Antike als Hustenmittel genutzt, worauf sein Gattungsname "Tussilago", den er bereits von Plinius erhielt, hinweist, denn lateinisch "tussis" heißt auf Deutsch ‚Husten‘. Auch Pei Pa Koa, ein viel verwendeter Hustensaft der Traditionellen Chinesischen Medizin, enthält neben Schachblume, Jap. Wollmispel, Ballonblume und Minze Huflattich.
    Doch darf er aufgrund seiner auch enthaltenen leberschädigenden Pyrrolizidinalkaloide, nicht überdosiert und nicht länger als 6 Wochen eingenommen werden. (Quelle)

Zutaten

  • 250.00 g Spitzwegerich-Blätter
  • 750.00 g Zucker
  • 1.00 Schraubglas
  • 12.00 g Zitronensäure
  • 300.00 ml Trinkwasser

Zubereitung

1
Sirup durch Fermentation
Zutaten
  • 250.00 g Spitzwegerich-Blätter frische (!) Blätter, kleingeschnitten. Alternative: Huflattich-Blätter,  frische (!) Blätter, kleingeschnitten.
  • 750.00 g Zucker Haushaltszucker
  • 1.00 Schraubglas ca. 750 ml Volumen; luftdicht verschließbar

Zur Zeit der Sommersonnenwende (21. Juni) wird ein Schraubglas schichtweise mit kleingeschnittenen Spitzwegerichblättern und Zucker randvoll befüllt, dabei jede Schicht ganz gut niederdrücken. Jede Schicht sollte ca. 1 cm dick sein, mit einer Zuckerschicht abschließen.

Glas fest verschließen und in einer sonnigen Gartenecke so eingraben, dass das Glas 50 cm von Erde bedeckt ist. Nicht in den Kompost eingraben, denn da wird es zu warm! Die Fermentation soll sich bei milder gleichmäßiger Temperatur über Wochen hinziehen. Darum die Stelle kennzeichnen, damit der Schatz im Herbst wieder gefunden wird ;)

✶ „HUFLATTICH-SIRUP wird auf die gleiche Art zubereitet wie der Spitzwegerich-Sirup.
2
Sirup abfüllen
Zutaten
  • 12.00 g Zitronensäure
  • 300.00 ml Trinkwasser abgekocht, auf 40° abgekühlt

Zur Zeit des Herbstbeginns (23. September) wird ausgegraben, abgewaschen, der Deckel geöffnet und geschnuppert: Wow, das braune Zeug riecht angenehm! So ist es richtig.

Das offene Glas im Wasserbad auf maximal 40° erwärmen, dabei die wahrscheinlich zuckerkrustige oberste Schicht mit einem Messer einige Male durchstoßen und verrühren, damit man den Inhalt gut in eine Schüssel leeren kann.

In 600 ml abgekochtem und abgekühltem Wasser 24 g Zitronensäure auflösen, zum Spitzwegerich geben und so lange rühren, bis man hört, dass sich der restliche Zucker auch aufgelöst hat: Es knirscht nicht mehr! 

Durch ein feines Sieb in eine Kanne schütten, in kleine, dunkle Flaschen (100 ml – 250 ml) randvoll abfüllen, beschriften (Inhalt, Datum), kühl aufbewahren.

3
Anwendung und Dosierung:

Vor Gebrauch schütteln. - Wegen der besseren Haltbarkeit des Sirups nicht aus der Flasche trinken, sondern zum Entnehmen einen Löffel verwenden. - Angebrochene Flasche mit Sirup im Kühlschrank aufbewahren.

Zutaten
✶ „Ersatz für den Spitzwegerich-Sirup: Spitzwegerich-Honig selber ansetzen. Hier finden Sie das Rezept dazu. Spitzwegerich Presssaft aus dem Reformhaus bzw. aus der Apotheke einnehmen.

Tipps:

  • Wer keine Möglichkeit für diese spannende und effektive Zubereitung hat, möge die frischen, kleingeschnittenen Spitzwegerichblätter reichlich mit echtem Bienenhonig bedeckt in einem verschlossenen Glas, dunkel, bei ca. 18°, 3 Monate ausziehen lassen. Abseihen. Fertig.
  •  Ersatz: Spitzwegerich Presssaft aus dem Reformhaus bzw. aus der Apotheke einnehmen

Pflanzen in diesem Rezept

Andere Namen

Huflattich-Sirup
#Giftpflanzen#-29°C
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