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Pfirsich- und Nektarinenbaum richtig schneiden
Pfirsich- und Nektarinenbaum richtig schneiden

Ein Tipp für die Jahreszeit: Erstfrühling, Frühsommer, Spätsommer

Wie schneide ich meinen Pfirsichbaum bzw. meinen Nektarinenbaum? Für gute Erträge ist nämlich ein jährlicher Schnitt wichtig. Dazu muss man wissen, dass es sich bei der Nektarine nicht um eine Kreuzung aus Pflaume und Pfirsich handelt, sondern dass sie eine Mutation des Pfirsichs mit glatter Haut darstellt, die übrigen Merkmale jedoch mit ihm teilt. Auch die Besonderheit seiner wahren Fruchttriebe!

Beim Schnitt von Pfirsich und Nektarine dreht sich alles um die große Frage, welche Zweige die heißbegehrten Früchte bringen werden.

Die Antwort erfährt man aus den Knospen:

  • Jeder Pfirsichbaum, und somit auch jeder Nektarinenbaum, hat, wie das Foto zeigt, unterschiedliche Knospen, die man in der winterlichen Ruhezeit gut erkennt, aber auch bereits im Spätsommer in den Blattachseln, zwischen Stielansatz und Zweig, entdecken kann: Rundliche Blütenknospen und spitzige Blattknospen
    • Dementsprechend findet man an Pfirsich- und Nektarinenbäumen 
      1. Holztriebe, die nur spitzige Blattknospen tragen und das Wachstum des Baumes fördern. 
      2. Falsche Fruchttriebe, die bis auf die Endknospe nur einzelne, rundliche Blütenknospen haben: Die sich daraus entwickelnden Früchte wirft der Zweig noch grün ab, weil er sie nicht ernähren kann. 
      3. Wahre Fruchttriebe, die Knospen-Drillinge: Eine spitzige Blattknospe wird links und rechts von je einer rundlichen Blütenknospe flankiert. Aus diesem Dreierverbund gehen reife Früchte hervor!

Der Schnitt an Pfirsich und Nektarine:

Pfirsichbäume werden in unterschiedlichen Baumformen angeboten. In der Regel werden sie als Spalier oder als Hohlkrone gezogen, doch sind, besonders für die Topfkultur, auch als Säulenobstbaum bzw. Zwergobstbaum möglich. Die Schnittarten für die unterschiedlichen Baumformen finden Sie hier:

Spalier

Hohlkrone

Säulenobst- u. Zwergobstbaum 

Um jedes Jahr in Geschmack und Größe ansprechende Pfirsiche bzw. Nektarinen ernten zu können, muss der Baum jährlich geschnitten werden. Er trägt nämlich seine Früchte an einjährigen Zweigen. Außerdem neigt er zum Verwildern und Vergreisen!

 

  • Wann sollen Pfirsich und Nektarine geschnitten werden? 
    Pfirsich und Nektarine sind - wie auch die Marille (Aprikose) - holzempfindlich. Sie erfahren deshalb ihren Hauptschnitt zu einem Zeitpunkt, der eine rasche Wundheilung ermöglicht:
    • Man schneidet im Spätsommer oder, falls man die Knospen-Drillinge nicht leicht entdecken kann,
    • im Frühjahr, sobald sich ihre ersten Blüten öffnen.
  • Wichtig sind für Pfirsich und Nektarine auch die speziellen Schnittarbeiten im Juni. 
     
  • Wie wird der Hauptschnitt durchgeführt ?
  1. Gut entwickelte wahre Fruchttriebe schneidet man auf 8 Knospen-Drillinge zurück. Dabei soll sich der letzte Knospen-Drilling auf der Unterseite des Zweigendes befinden.
  2. Schwächer entwickelte wahre Fruchttriebe werden auf 3 – 4 Knospen-Drillinge zurückgeschnitten. Dabei soll sich der letzte Knospen-Drilling ebenfalls auf der Unterseite des Zweigendes befinden.
  3. Falsche Fruchttriebe werden ganz entfernt oder, wenn genügend Platz in der Krone vorhanden ist, auf Stumpen von 1 -2 Augen geschnitten. Es besteht die Chance, dass ein wahrer Fruchttrieb daraus wachsen könnte.
Pfirsich- und Nektarinenbaum richtig schneiden