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Ackerschwarzkümmel | Nigella arvensis L.

Ackerschwarzkümmel

Botanischer Name: 
Nigella arvensis L.
Unterfamilie:
Gattung: /
Art: Nigella arvensis L. / Ackerschwarzkümmel
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Bild 1: Foto: Acker-Schwarzkümmel und Rote Samtmilben

Der Acker-Schwarzkümmel (Nigella arvensis), eine 10 – 50 cm hohe einjährige Pflanze liebt kalkhaltigen, kiesig-sandigen, nährstoffreichen und vor allem sommerwarmen Boden. Er besiedelt Ödland, Brachen und Ackerrändern sowohl in Südeuropa als auch in Mitteleuropa, ist aber hier durch intensive landwirtschaftliche Nutzung, verkürzte Brachezeiten und starken Herbizideinsatz, insbesondere im Getreideanbau, in seinem Bestand stark gefährdet.

Er ist sehr eng mit dem Echten Schwarzkümmel (Nigella sativa) verwandt und wurde wie dieser gemörsert als Gewürz verwendet. Aufgrund der enthaltenen Alkaloide sollte er nur sparsam verwendet werden. 

Essbarkeit 

Im Unterschied zum Echten Schwarzkümmel enthalten die aromatischen Samen des Acker-Schwarzkümmels Magnoflorin,  ein giftiges Alkaloid. Bei Verwendung als Gewürz, ganze Samen oder gemahlen, „sollte man aufgrund der enthaltenen Alkaloide Maß halten.“ (S. 556, „Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen“)

 

Blüte

Seine Blüte kann, muss aber nicht, von einer Hochblatthülle aus fein zerteilten Blättern umgeben sein, wie wir sie von der „Jungfer im Grünen“ kennen.

Die Blüten befinden sich einzeln am Ende des Stängels und tragen fünf spatelige, blütenblattartig umgestaltete Kelchblätter. Diese sind hellblau und haben deutliche grüne Adern. Nach innen folgen fünf Kronblätter (= Blütenblätter, Petalen), die zu Nektarblättern mit verschieden gefärbten Querbändern umgestaltet sind. Sie locken nektarhungrige Insekten an, neben Bienen auch - wie die Fotos zeigen - Rote Samtmilben.

 

Vermehrung

Die Samen des Acker-Schwarzekümmels verbreiten sich durch Semachorie: Mit zunehmender Reife trocknen die Fruchtwände der Samenkapsel und mit ihr die hakigen Griffel immer mehr aus, bis sie pergamentartig sind und sich leicht im Fell eines vorbeistreifenden Tieres so verhaken, dass die Pflanze mitgezogen und beim Lösen zurückschnellt. Durch diese Bewegung oder durch den Wind werden die Samen aus den schmalen Spalten der Kapsel herausgeschleudert.

Der Acker-Schwarzkümmel lässt sich einfach aus Samen vermehren. Er ist ein Dunkelkeimer und Warmkeimer, ist aber sehr sehr konkurrenzschwach. Also nicht überwachsen lassen! - Neuerdings wird Acker-Schwarzkümmel der Saat für Buntbrachen und Ackerschonstreifen beigemischt, um eine vielfältige Ackerbegleitflora zu fördern. Nicht nur ein Genuss für die Augen, sondern auch wertvoll für ökologische Ausgleichsflächen

Empfohlener Artikel zur Pflanze
Essbare Pflanzenteile:
Samen
Geschmack:
bitter aromatisch
Geschmack:
salzig pfeffrig
Aussehen

Blütenfarbe

  • blau
    blau
VERWECHSUNGSMÖGLICHKEIT MIT GIFTIGER PFLANZE
VERWECHSUNGSMÖGLICHKEIT MIT ESSBARER PFLANZE
Kultivierung
Befruchtung
  • Fremdbefruchtung (Insekten)
Vermehrung
  • Samen
Lichtanspruch
  • Sonnig
Wasserbedarf
  • Kommt mit Durststrecken gut zurecht.
Bevorzugte Erde
  • kalkreich
  • nährstoffreich
  • sandig
  • locker
Saattiefe
  • 1 cm

Zehrer
  • Schwachzehrer
Lebenszyklus
  • einjährig
Kultivierungseigenschaft
  • kaum Befall mit Schädlingen
Pflegeanforderungen
  • einfache Pflege
Wann Ackerschwarzkümmel pflanzen oder säen?
Hier finden Sie einen praktischen Pflanzkalender mit den richtigen Terminen und Pflegeanweisungen.

Erstfrühling / April

säen Keimung setzt mit steigenden Frühjahrstemperaturen ein.
Vollherbst
Oktober
  • Samen, Kann unbekömmlich wirken , salzig pfeffrig