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Myrte | Myrtus communis

Myrte

Botanischer Name: 
Myrtus communis
andere Namen: 
Brautmyrte
andere Namen: 
Echte Myrte
andere Namen: 
Gemeine Myrte
Ordnung: /
Gattung: /
Art: Myrtus communis / Myrte
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Bild 1: "Brautmyrte"
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Bild 5: Aus den dunkelblauen, reifen Beeren kann "Mirto", ein dunkel-blauroter Likör gemacht werden.

Die MYRTE (Myrtus communis), auch Brautmyrte, Echte Myrte und Gemeine (Gewöhnliche) Myrte genannt, ist ein immergrüner Strauch des Mittelmeergebietes. Die ganze Pflanze – Holz, Blätter, Beeren, Blüten – duftet und schmeckt aufgrund ihres ätherischen Öles, das auch daraus destilliert wird, aromatisch, atembefreiend.

Verwendung:

  • Beeren, Blätter und auch die Blüten werden wegen ihrer appetitanregenden, würzigen Wirkung frisch und auch getrocknet in der Küche verwendet. Getrocknete Beeren wie Wacholderbeeren unmittelbar vor ihrer Verwendung anquetschen!
  • Getrocknete Myrtenblätter und Zweige entfalten beim Räuchern einen hellen Rauch mit einem angenehmen, leicht harzigen Duft, wie man ihn in den Bergdörfern der herbstlichen Peloponnes erleben kann. Die getrockneten Zweige eignen sich zum Räuchern von Fischen, aber auch als Abschlussräucherung eines Lagerfeuers. Zerkleinerte Blätter lassen sich gut zusammen Harz (Weihrauch, Myrrhe, Fichten- oder Kiefernharz) zum Räuchern auf Räucherkohle verwenden.  
  • Aufgrund der atembefreienden Wirkung (schleimlösend) findet die Pflanze bei Atemwegserkrankungen Verwendung in der Volksmedizin. Auch ihr ätherisches Öl, das Myrtenöl, wird dazu genutzt.
  • Aus Beeren und Blättern der Myrte kann ein leckerer Ansatzschnaps hergestellt werden, der die kulinarischen und medizinischen ;) Vorzüge der Myrtenbeeren und Blätter vereint.
    Bekannt ist er in Sardinien unter dem Namen „Licore de murta“. Hier gibt es ihn in zwei Variationen:
    • Mirto Rosso: Süßer, dunkelroter Likör, der aus Beeren hergestellt wird.
    • Mirto Bianco: Trockener, weißer Ansatzschnaps bzw. Likör, der aus den Blättern hergestellt wird.

Myrten-Likör – nicht zu verwechseln mit „Myrtillo“, einem Likör aus Heidelbeeren – wird auch in anderen Mittelmeergebieten (Korsika, südliche Toskana, Dalmatien) gemacht und unter den Namen Licòr di mortula, Myrtei, Mirto, Martina gerne kalt getrunken.

H i e r  ein Rezept für einen Mirto rosso, falls Sie, evtl. im Urlaub, reife Myrtenbeeren ernten dürfen!

 

• Kultische Verwendung

Geruch und die strahlend weiße Blüte ließen die Griechen der Antike die Pflanze der Liebesgöttin Aphrodite weihen. Vereint sie ( die Pflanze ;) doch den patriarchalischen Wunschtraum einer ehelichen Beziehung:

Blüte – jungfräuliche Braut

Viele Früchte, noch dazu blaue ;) – glückliche sexuelle Beziehung mit Nachkommen, im Sinne von männlichen Nachkommen. Fragte man einen Griechen nach der Anzahl seiner Kinder, nannte er die Zahl seiner Söhne.

Immergrüne Pflanze – Zeugnis bzw. Hoffnung auf eine über den Tod hinausgehende Liebe zischen den Eheleuten

  • Ein frischer Myrtenkranz mit seinen weißen Blüten schmückte Braut und Brautjungfern nicht nur in der Antike, sondern viele Jahrhunderte lang auch im deutschsprachigen Raum.
  • Wurzelte ein Zweigerl aus dem Hochzeitskranz, war das Glück vollkommen. Selbstverständlich wurde die Pflanze gehegt und gepflegt. Für das eigene häusliche Glück und auch, um das Glück in Form von blühenden Zweigerln für Hochzeitkränzchen und Ansteckblumen weiterzugeben.
  • Bei unterschiedlichen Kulthandlungen wurde und wird, so wie es auch mit frischen Lorbeerblättern praktiziert wird, der Boden mit Myrtenblättern bestreut, die, sobald sie auf ihnen gegangen oder getanzt wird, ihren Duft verströmen. Um die Wirkung zu vertiefen, zusammen mit Weihrauch-Räucherung!

     

  • Verwendung als Kübelpflanze

In Mitteleuropa ist die Myrte nicht winterhart. Sie kann aber als dankbare – und hübsche – Kübelpflanze unkompliziert gehalten werden, sofern man ihre Grundbedürfnisse beachtet:

  1. Sowohl im Sommer, den sie im Freien auf einem halbschattigen Platz, am besten in die Erde eingesenkt, verbringt, als auch im Winterquartier bei 5° - 10°  n i c h t  vertrocknen lassen!! Alarmzeichen: Hängende Zweigspitzen! Sofort wässern, aber auch nicht ständig ersäufen!
    Sollte das Wasser zu spät kommen, wirft sie alle Blätter ab. Ein Rettungsversuch kann durch kräftiges Zurückschneiden gelingen. Wenn ihr zartes Wurzelgeflecht nicht ganz vertrocknet ist, besteht die Chance, dass sie wieder austreibt.
  2. Um die Myrte buschig wachsen zu lassen, werden ihre Jungtriebe im Frühling entspitzt.
  3. Während der Vegetationszeit bewurzeln sich 10 cm lange Stecklinge, wenn sie 2 cm tief in sandige Erde gesteckt und im lichten Schatten aufgestellt werden.
Status
Essbare Pflanzenteile:
Blüten
Essbare Pflanzenteile:
Früchte
Essbare Pflanzenteile:
Blätter
Geschmack:
herb feinwürzig
Geschmack:
herzhaft feinwürzig
Geschmack:
herb
Sättigungswert:
Gut
Sättigungswert:
Gering
Aussehen

Blütenfarbe

  • weiß
    weiß

Wuchshöhe

  • bis 2,5 m

Frucht

  • Beere
VERWECHSUNGSMÖGLICHKEIT MIT GIFTIGER PFLANZE
VERWECHSUNGSMÖGLICHKEIT MIT ESSBARER PFLANZE
Kultivierung
Lichtanspruch
  • Halbschattig
Wasserbedarf
  • Braucht regelmäßig Wasser, sobald die Erde fühlbar abgetrocknet ist.
Bevorzugte Erde
  • humusreich
  • sandig
  • durchlässig
Winterhärte
  • +4°C
Zehrer
  • Mittelzehrer
Gesundheit
Wirkung

laut Volksheilkunde:

, Blätter
, Früchte
, Jungtriebe
, Früchte
Anwendungsgebiete
Wann Myrte pflanzen oder säen?
Hier finden Sie einen praktischen Pflanzkalender mit den richtigen Terminen und Pflegeanweisungen.
Frühsommer
Juni
  • Blüten, essbar, herzhaft feinwürzig, Nährwert: Gering
Hochsommer
Juli
  • Blätter, essbar, herb, Nährwert: Gering
Spätherbst
November
  • Früchte, essbar, herb feinwürzig, Nährwert: Gut