Zuckermelone
Cucumis melo
Beschreibung
Die Zuckermelone ist eine einjährige, ca. 2 m weit rankende Pflanze. Ihre Frucht ist, botanisch gesehen, eine ovale bis runde Beere, die kopfgroß werden kann. Ihre Oberfläche ist je nach Varietät verschieden:
- Glatt bei der „Wintermelone“ („Honigmelone“)
- Mit netzartigen Korkleisten bei der „Netzmelone“
- Mit warziger Oberfläche, aber ohne Netz, bei der süßen Cantaloupe-Melone, die aus Cantalupo, einem Küstenstädtchen nahe der französisch-italienischen Grenze, stammt.
Erläuterung
Warmkeimer: 22°
Portrait
Im Mittelmeergebiet wird die Zuckermelone bereits seit dem Altertum angebaut. Erst im 16. Jh gelangte sie mit spanischen Seefahrern auf den amerikanischen Kontinent, von wo sie in den Wintermonaten wieder zu uns „zurückwandert“! Zuckermelonen, die der Handel im Winter anbietet, stammen von dort. Der Import im Sommer erfolgt von Spanien, Italien, Griechenland, Israel und Indien.
Anbau:
Aber auch in Mitteleuropa ist im Hausgarten, sogar in einem 20 l Kübel auf Balkon oder Terrasse, auf einem sonnigen, wind- und regengeschützen Standort ein Anbau möglich! Nahrhafte Erde vorausgesetzt.
- Zuckermelonen benötigen noch mehr Wärme als Gurken, optimal sind Bodentemperaturen zwischen 20° und 30°.
- Bewährt hat sich der Anbau im Mistbeet auf schwarzer Folie, eventuell mit Abdeckung durch Folie oder Glas.
- An einer Pflanze nur 3 - 5 Früchte belassen.
- Den Trieb 3 Blätter oberhalb der letzten Frucht einkürzen.
- Die Pflanzen bilden auch bei etwas ungünstigeren Temperaturen Früchte aus, wenn auch etwas kleiner und weniger.
Sie gedeihen sogar auf 850 m.ü.A., wie mich ein von Unbekannt ausgespuckter Same belehrte: Ein herrliches Zuckermelönchen reifte heran!
Walahfrid Strabo wusste das bereits vor über tausend Jahren und nahm die Zuckermelone in seinen „Hortulus“ auf. Bereits einige Jahre zuvor fand die Zuckermelone als „pepones“ in der Landgüterverordnung Karls d. Großen ihren Platz.
Da wundert es mich nicht, wenn ich lese, dass sie auch in Österreich verwildert vorkommt, bevorzugt auf Klärschlammdeponien.
Vielleicht wagen auch Sie in diesem Jahr den Anbau dieser erfrischenden, großen Beeren, die den kleinen Hunger stillen und den Heißhunger besänftigen! Und uns neben den Vitaminen A und C Mineralstoffe wie Calcium, Eisen, Phosphor, Kalium, Magnesium und Natrium schenken und uns geschmacklich mit Zitronensäure, Apfelsäure und einer Spur Fruchtzucker überraschen.
Eine Sortenauswahl finden Sie hier auf Wildfind!
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