Heilpflanze: antimikrobiell, wundheilend, hautpflegend

Diktamos

Origanum dictamnus L. · auch: Diktam, Kretischer-

15 Fotos

Diktamos (Origanum dictamnus) ist ein seltener Kreta-Endemit aus der Oregano-Familie mit intensivem Duft. Die traditionelle Heilpflanze wächst wild in Felsspalten und ist seit der Antike geschätzt.

Beschreibung

ORIGANUM DICTAMNUS ist im deutschsprachigen Raum bekannt als DIPTAM-DOST,  DIKTAM, KRETA-MAJORAN  und als KRETA-DOST; in England als DITTANY OF CRETE, HOP MARJORAM; in seiner Heimat Kreta als DÍKTAMOS,  DÍKTAMO,  ERONTAS,  ARTEMIDEION UND STOMATOHORTO  -    

Die nahe Verwandtschaft dieses Kreta-Endemiten zu Origanum vulgare, dem Pizza-Oregano bzw. zum Wilden Majoran / Dost erkennt man

Erläuterung

In größeren Topf pflanzen

Portrait

„Díktamo“, wie diese Pflanze in Kreta meistens genannt wird, ist ein kleiner, bogig überhängender Strauch, der als Chasmophyt endemisch in den Felsspalten der Schluchten und Gebirgsflanken kretischer Gebirgszüge gedeiht, in den Lefka Ori - den "Weißen Bergen" (z. B. Diktamos-Schlucht), im Ida-Gebirge und im Dikti-Gebirge, von woher er laut griechischer Mythologie stammt: Die kretische Nymphe Diktynna schenkte ihn in ihrer Funktion als Schutzgöttin des Diktigebirges den Menschen. 
Sowohl sein griechischer Name Díktamos als auch sein botanischer, Origanum dictamnus, greifen diese Tradition auf. - Aus diesem Grund führt WILDFIND diese wichtige griechische Pflanze unter ihrem griechischen, Identität stiftenden Namen „Diktamos“.

Diktamos wird von den Kretern und Kreterinnen seit Jahrtausenden als ihre wichtigste Heilpflanze, als ein Allheilmittel, geschätzt. Auch heute noch.

Dieses Wunderkraut der griechischen Antike ist noch immer heißbegehrt und wurde durch Wildsammlungen beinahe ausgerottet. Seit einiger Zeit aber wird es bei Emparos und rund um das Bergdorf Ano Viannos kultiviert und geerntet, sodass es nicht mehr im Dikti-Gebirge unter Lebensgefahr kletternd geholt werden muss. Außerhalb Kretas wird der Díktamo in England als "Dittany of Crete" in größerem Umfang kultiviert.

 

KULTIVIERUNG VON DIKTAMOS (Origanum dictamnus) IN MITTELEUROPA

Bei uns in Mitteleuropa bringt der Diktamos als unkomplizierte, attraktive Kübelpflanze mit seinen stark duftenden, rundlichen, weißfilzigen Blättern das ganze Jahr über Freude und Erntemöglichkeit. Während des Sommers schmückt er sich mit hopfenähnlichen Blütenkaskaden in Zartrosa, die ihn als Lippenblütler verraten. Überwintert wird er kühl und hell mit geringen Wassergaben. Er fühlt sich übrigens, gewohnt an die heimatliche Enge der Felsspalten, in einem Topf wohler als ausgepflanzt in einem Gewächshaus.
Ernte
Etwas beerntet kann der Diktamos das ganze Jahr über werden. Für Heilzwecke wird er sowohl frisch als auch getrocknet angewendet. Wobei er laut Theophrastos frisch stärker wirke. Er empfiehlt, die blühenden Zweige in den dicken Stängeln des Riesenfenchels oder des Riesenschilfs aufzubewahren, „damit sie ihre Eigenschaften nicht verlieren.“
Will man sich aber einen heilenden Vorrat anlegen, wird Díktamos zu Beginn seiner Blüte 5 – 10 cm oberhalb der Erde abgeschnitten. Die Heilkraft seiner weichen, molligen Blätter ist zur Zeit des Blühbeginns am größten! Die Blätter lassen sich sehr leicht trocknen, und die Pflanze treibt erneut buschig aus.
Vermehrung
Díktamos lässt sich während seiner Wachstumsphase leicht durch Stecklinge, die sogleich in die Erde gesteckt werden, oder durch Absenker vermehren.

 

DIKTAMOS ("Kreta-Majoran") IN DER KÜCHE

Diese Oregano-Art ist durch ihre weißwolligen, dicken Blätter, die sich getrocknet – im Unterschied zu Oregano, Wildem Dost und Majoran – nicht gut zerkleinern („zerriebeln“) lassen, nicht zum Würzen ausgestattet, sondern zum Heilen. Ausnahmen bilden das Mixen der getrockneten Blätter, z. B. zur Herstellung von Kräutersalz, das beide Komponenten, nämlich Würzen und Heilen, verbindet, und ihre Verwendung zur ergänzenden Aromatisierung von Essig und Aqua verde.

 

DIKTAMOS ALS  HEILPFLANZE

Von alters her wird Origanum dictamnus (Díktamo) in vier großen Anwendungsbereichen eingesetzt:

  1. Wundheilung
  2. Entbindung
  3. Infektionen von Schleimhaut und Haut
  4.  Anti-Aging

Möglich wird dieses breite Spektrum durch das vielfältige Zusammenwirken seiner Inhaltstoffe. Díktamos wirkt anitmikrobiell, wundheilend, hautpflegend, antiseptisch, entzündungshemmend, uteruskontrahierend, durchblutungsfördernd, antioxidativ, krebsvorbeugend, entspannend und auch belebend. ‚An einer Pflanze, die seit Jahrtausenden heilend verwendet wird, muss etwas "dran" sein!’

Heilend verwendet werden die Blätter:

  • Blattbrei aus frischen Blättern als Kompresse.

  • Frische oder getrocknete Blätter werden gekaut.

  • Dekokt (Abkochung) (1 Esslöffel Blätter in 250 ml Wasser 10 Minuten sanft kochen) für Waschungen, Kompressen. Als Badezusatz die sechsfache Menge nehmen.

  • Infus (Tee): Einen Esslöffel Blätter, wenn möglich – frische, mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Bis zu drei Tassen täglich trinken. 

  • Tinktur 

  • Heilwein

Illustrationen seiner WUNDHEILKRAFT:

Eine Legende, die anscheinend Aristoteles überlieferte, berichtet: Wenn die Wildziegen der Samariaschlucht von einem Jagdpfeil verletzt wurden, suchten sie Díktamo, fraßen ihn, kauten ihn auch und spuckten den Brei auf die Wunde, um das Gift und den Pfeil herauszutreiben. Die Wunden heilten problemlos ab.

Auch der griechischen Liebesgöttin „Aphrodite“ war die außerordentliche Heilkraft des Díktamos bekannt. Ihren Sohn Äneas, der aus ihrer Verbindung mit Anchises, einem wunderschönen Königssohn, stammte, heilte sie während des Trojanischen Krieges damit.

Dioskurides kurierte als griechischer Militärarzt die Kampfwunden der Soldaten und Gladiatoren mit Origanum dictamnus.

Mythologie im 21. Jh:

Die antiken Mythen über den Díktamos fanden Eingang in die Romanreihe „Harry Potter“. Origanum dictamnus wird hier unter der englischen Bezeichnung „Dittany“ als wundersam schnell wirkendes Wund-Heilkraut angewendet.

ARTEMIDEION, der Díktamo als Helfer in „FRAUENSACHEN“

Origanum díctamnus wird auf Kreta mit unterschiedlichen Trivialnamen bezeichnet. Einer davon ist „Artemideion“. Er ist auf „Artemis“, die Göttin der Geburt und des neuen Lebens, zurückzuführen. Laut Theophrastos, dem Lieblingsschüler des Aristoteles, sollen Auszüge von Díktamo mit Wasser oder Wein getrunken und / oder als Badezusatz Geburten erleichtern. Aphrodite selbst eilte, als sie in die Wehen kam, in das Dikti-Gebirge, um Diktamo zu sammeln und legte ihn sich als Breiumschlag auf den Unterbauch.
Díktamos wird auch heute noch getrunken, um Menstruationsbeschwerden zu lindern.

ERONTAS, der Díktamos als ANTI-AGING-PFLANZE

Mit „Erontas“ (ein weitere kretische Bezeichnung für den Díktamos) erhalten sich die Kreter und Kreterinnen ihre erotische Jugendlichkeit.

  • Er wird dazu, mit Honig gesüßt, als Tee getrunken. Gerne auch gemischt mit Salbei und „Malotira“, dem „Kretischen Bergtee“ (Sideritis syriaca subsp. syriaca). Dieser ist nahe verwandt mit dem „Griechischem Bergtee“ ( Sideritis clandestina) der Peloponnes und kann als Ersatz genommen werden.
  • Frauen wird der kretische Rat gegeben, sich ihre Brüste mit Oregano-Wasser zu waschen, um sie schön und fest zu erhalten. – „Aber die lügen ja, die Kreter!“, … sagt ein Kreter. - Falls doch Interesse an dem Oregano-Wasser bestehen sollte, sei hier das bei Antonis Albertis gefundene Rezept verraten: Man lässt eine Handvoll Oregano (gleich, welcher Art; Diktamos ist "natürlich" der beste ;) eine Nacht lang in einem Liter kalten Wasser einweichen und filtert es anschließend.
     
  • Und noch ein kretischer Rat: Sollte jemand Anzeichen von Rheuma, Schwäche und Niedergeschlagenheit in sich fühlen, gibt es nichts Besseres als ein Bad mit Díktamosud. Schmerzlindernde Entspannung, neue Kraft und Aktivität werden sich einstellen!
    • Wildfindtipp: Dem Bad 1 Tasse Meersalz dazugeben! Die belebende Wirkung wird dadurch verstärkt.

STOMATOHORTO, der Díktamos als „ PFLANZE  FÜR  MUND  UND  RACHEN “

"Stomatohorto" bezeichnet Einsatzgebiete, in denen diese Pflanze noch heute alltäglich angewendet wird. Sie betreffen Schleimhäute und Haut:

Entzündungen des Mund- und Rachenraumes: Kauen der Blätter, Gurgeln mit Díktamos-Dektot. 

Störungen des Verdauungstraktes durch Bakterien oder Pilze, Magen-Darm-Infekte: Tee, als Aufguss (Infus) zubereitet, trinken oder Anwendung des Díktamos in Form einer selbst angesetzten Tinktur.

Zahnfleischentzündungen, Zahnschmerzen, Aphten: Kauen der Blätter, Gurgeln mit einer Díktamos-Abkochung (Dektot).

Erkältung (Vorbeugung und Linderung der Beschwerden), Halsschmerzen, Heiserkeit: Díktamos in Form von Infus(Teeaufguss) und Tinktur zu sich nehmen.

  • Damit es erst gar nicht so weit kommt, stärkt man seine Immunkräfte, indem man es den KreterInnen nachmacht: Man lässt sich in der kalten, dunklen Jahreszeit täglich ein bis zwei Tassen Díktamo-Tee, gemischt mit Salbei, Griechischem Bergtee und Honig schmecken.
    • Wildfindtipp: Diesen Tee im Winter abends als Entspannungstee mit Birkenzucker gesüßt genießen!

Entzündungen der Haut: Díktamos-Dekokt als Waschung und Kompresse anwenden. 

Erntekalender

alle oberirdischen Teile midsummer gekocht essbar

Im Knospenstadium Stängel 5 - 10 cm über der Erde abschneiden, Blätter und Knospenstand abstreifen und trocknen. Verwenden für Heiltees (wichtigstes kretisches Heilkraut!) und - wie Oregano - zum Würzen von Pikantem. Lässt sich über Absenker vermehren. Als Kübelpflanze hell und kühl überwintern. Wenig gießen.

Blüten midsummer gekocht essbar

Speisen- und Getränkedekoration.

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Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Traditionell beschriebene Eigenschaften

antimikrobiell (Blätter) Volksheilkunde
wundheilend (Blätter) Volksheilkunde
hautpflegend (Blätter) Volksheilkunde
antiseptisch (Blätter) Volksheilkunde
entzündungshemmend (Blätter) Volksheilkunde
uteruskontrahierend (Blätter) Volksheilkunde
durchblutungsfördernd (Blätter) Volksheilkunde
antioxidativ (Blätter) Volksheilkunde
ausgleichend (Blätter) Volksheilkunde

Inhaltsstoffe

Flavonoide Sekundär
Gerbstoffe Sekundär
Harz, Balsam, Terpentin Sekundär
Phenolsäuren Sekundär
Polyphenole Sekundär
Thymol Sekundär
Ätherische Öle Sekundär
Antioxidantien
Carvacrol
Mikronährstoffe
Organische Säuren
Rosmarinsäure
Sekundäre Pflanzenstoffe
Details zu den Inhaltsstoffen
Flavonoide

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Gerbstoffe

Gerbstoffe sind chemische Stoffe, die zum Gerben von Tierhäuten verwendet werden. Eine abgezogene Tierhaut wird durch die Behandlung mit Gerbstoffen in Leder umgewandelt, was z. B. Fäulnis verhindert. Es gibt in der Natur vorkommende (natürliche) Gerbstoffe und künstlich hergestellte (synthetische) Gerbstoffe.

Harz, Balsam, Terpentin

HARZE ("Baumpech"), BALSAME  ("Balsam" hier als Bezeichnung für besonders angenehm duftendes Harz) und TERPENTIN sind sekundäre Stoffwechselprodukte von Pflanzen, die als Sekrete über Harzkanäle an die Pflanzenoberfläche (Rinde, Blätter) geleitet werden, eintrocknen und dem antimikrobiellen Wundverschluss dienen.- Die Bezeichnung „Terpentin“ wird auch als Trivialname für „ Terpentinöl “ benützt.  Die frischen Harzausflüsse von Kiefern, Fichten und Lärchen werden als TERPENTIN bezeichnet, die getrockneten als HARZ !   Terpentin, Harze und Balsame bestehen jeweils aus einem Gemisch von Harzsäuren (organischen Säuren) und flüchtigen ätherischen Ölen  mit den Hauptinhaltsstoffen Pinen, Camphen, β-Phellandren, δ-3-Caren und Limonen .  Der Inhaltsstoff δ-3-Caren wirkt einerseits antibakteriell, andererseits kann δ-3-Caren Bronchospasmen auslösen und die Haut schädigen, vor allem bei zu intensiver und langer Verwendung.   Eigenschaften: Terpentin, Harze und Balsame sind nicht wasserlöslich nicht der Oxidation unterworfen faulen laut Kremer nicht! Sie sind gut fettlöslich, etwas schwerer alkohollöslich. Reinigungstipp: Harzflecke auf Kleidung und Haut zuerst mit Öl lösen, dann erst mit Seife oder Waschmittel waschen. Auch Schälchen, in denen Harz über einer Kerze verräuchert wurde, bekommt man so wieder sauber.   Harz sammeln: Dazu finden Sie hier eine kompetente Website mit Text und Fotos!    Verwendung von Harz, Balsam, Terpentin: Durch die antimikrobielle, erwärmende Wirkung von gereinigtem Harz bzw. Balsam oder Terpentin erfahrungsmedizinische Anwendung in Form von Salben und Einreibungen, die bis zu 20 % Lärchenterpentin bzw. 10% Terpentinöl beinhalten dürfen, um nicht das Gegenteil, nämlich eine Gesundheitsschädigung zu bewirken. In der richtigen Dosis aufgetragen, können sie bei Hautschäden, rheumatischen Beschwerden und Nervenschmerzen helfen. Lebensmitteltechnische Verwendung in der Haltbarmachung von Wein. „Retsina“, ein bekannter griechischer Weißwein, ist nach „Resina“, dem Harz der Aleppokiefer, benannt. Harze und Balsame dienen der Erzeugung von Lacken, Farben, Klebstoffen, Kaugummis und als Zusatzstoff für Seifen. Harze und Balsame werden als wertvolle Räucherstoffe verwendet. Gewinnung von Terpentinöl und Kolophonium durch Destillation von Terpentin. Terpentin dient zusätzlich dazu, Harze weicher und geschmeidiger zu machen. Weiterhin wird Terpentin als wichtiges Binde- und Verdünnungsmittel in der Ölmalerei verwendet. Marmor kann mit einer Mischung aus Bienenwachs und Terpentin gepflegt werden.  TIPPS  ZUM  UMGANG  MIT  HARZ und FOTOS finden Sie auf dieser WILDFIND-SEITE !    

Phenolsäuren

Phenolsäuren (Phenolcarbonsäuren) sind aromatische chemische Verbindungen, wichtige Gruppen sind die Hydroxybenzoesäuren und Hydroxyzimtsäuren. Damit sind sie Phenole und aufgrund ihrer Carboxygruppe auch Carbonsäuren.

Polyphenole

Polyphenole sind chemische Verbindungen aus der Stoffgruppe der Phenole beziehungsweise Hydroxyaromaten. Es gibt in der Literatur unterschiedliche Definitionen, welche Verbindungen den Polyphenolen zugeordnet werden können. Zumeist werden natürliche, in Pflanzen vorkommende Verbindungen, die mehr als einen Phenolring enthalten, den pflanzlichen Polyphenolen zugeordnet. Vereinzelt werden auch aromatische Verbindungen, die zwei oder mehr direkt an einen aromatischen Ring gebundene Hydroxygruppen enthalten, als Polyphenole bezeichnet.

Thymol

Das Thymol ist ein terpenoider Naturstoff. Der systematische Name (IUPAC) von Thymol ist 2-(1-Methylethyl)-5-methylphenol. Die Verbindung stellt ein Strukturisomer (Konstitutionsisomer) zum Carvacrol dar.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind leicht flüchtige und häufig leicht entzündbare Stoffgemische, die aus verschiedenen ineinander löslichen, organischen Stoffen wie Kohlenwasserstoffen, Alkoholen, Ketonen oder Terpenen bestehen. Es handelt sich um stark riechende Stoffgemische ölartiger Konsistenz, die in Wasser schwer löslich sind und aus pflanzlichen Ausgangsstoffen stammen.

Antioxidantien

Ein Antioxidans oder Antioxidationsmittel ist eine chemische Verbindung, die eine Oxidation anderer Substanzen verlangsamt oder gänzlich verhindert.

Carvacrol

Das Carvacrol ist ein terpenoider Naturstoff, der unter verschiedenen Namen bekannt ist. Der systematische Name (IUPAC) des Carvacrol ist 2-Methyl-5-(1-methylethyl)-phenol. Die Verbindung stellt ein Strukturisomer (Konstitutionsisomer) zum Thymol dar.

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !

Organische Säuren

Organische Säuren sind chemische Verbindungen, die über eine oder mehrere funktionelle Gruppen oder andere Strukturelemente verfügen, die unter Abgabe von Protonen mit Wasser oder anderen protonierbaren Lösungsmitteln Gleichgewichtsreaktionen eingehen. Dabei entstehen die jeweiligen Anionen der betreffenden organischen Säuren und die Protonen werden im Fall von Wasser als Lösungsmittel, das als Protonenakzeptor und damit als Base reagiert, unter Bildung von Oxoniumionen H3O+, aufgenommen. Die Konzentration der Oxoniumionen in der Lösung ist dann größer als die Konzentration von Hydroxidionen, sodass die Lösung als sauer bezeichnet wird:

Rosmarinsäure

Rosmarinsäure ist der Trivialname einer im Pflanzenreich weit verbreiteten Phenylacrylsäure. Chemisch gesehen ist es der Ester der Kaffeesäure mit 3-(3,4-Dihydroxyphenyl)-milchsäure.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Wundheilung Volksheilkunde
Diktamos wird traditionell bei Wunden eingesetzt, da die Pflanze antimikrobielle und adstringierende Eigenschaften besitzen soll.
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Narbenbehandlung Volksheilkunde
In der Volksheilkunde gilt Diktamos als hilfreich bei der Narbenbehandlung, da es die Hautregeneration unterstützen soll.
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Menstruationsbeschwerden Volksheilkunde
Diktamos gilt traditionell als krampflösend und wird bei Menstruationsbeschwerden zur Linderung eingesetzt.
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Grippaler Infekt Volksheilkunde
Die Pflanze wird volksheilkundlich bei grippalen Infekten verwendet, da ihr antivirale und immunstärkende Eigenschaften zugeschrieben werden.
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Halsschmerzen Volksheilkunde
In der Volksheilkunde wird Diktamos bei Halsschmerzen verwendet, da die Pflanze entzündungshemmend wirken soll.
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Schnupfen Volksheilkunde
Diktamos wird traditionell bei Schnupfen eingesetzt, um die Atemwege zu befreien und Entzündungen zu lindern.
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Infekt der Atemorgane Volksheilkunde
Die Pflanze gilt volksheilkundlich als hilfreich bei Atemwegsinfekten durch ihre antimikrobiellen Eigenschaften.
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Nasennebenhöhlenentzündung Volksheilkunde
Diktamos wird traditionell bei Nasennebenhöhlenentzündung verwendet, um Entzündungen zu reduzieren.
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Verdauungsbeschwerden Volksheilkunde
In der Volksheilkunde wird Diktamos bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt, da die Pflanze verdauungsfördernd wirken soll.
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Magen-Darm-Grippe Volksheilkunde
Diktamos wird traditionell bei Magen-Darm-Grippe verwendet, um die Verdauung zu regulieren und Infekte zu bekämpfen.
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Rheumatische Beschwerden Volksheilkunde
Diktamos wird traditionell bei rheumatischen Beschwerden verwendet, da die Pflanze entzündungshemmend wirken soll.
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Altersbeschwerden Volksheilkunde
Diktamos wird traditionell bei Altersbeschwerden eingesetzt, da die Pflanze verjüngend und stärkend wirken soll.
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Anti-Aging Volksheilkunde
In der Volksheilkunde wird Diktamos zur Hautpflege und Anti-Aging verwendet, da die Pflanze antioxidativ wirken soll.
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Hautpflege Volksheilkunde
Diktamos wird traditionell in der Hautpflege eingesetzt, um die Hautgesundheit zu unterstützen und Entzündungen zu lindern.
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Hautpilz Volksheilkunde
Die Pflanze wird volksheilkundlich bei Hautpilz verwendet, da ihr antimykotische Eigenschaften zugeschrieben werden.
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Wetterfühligkeit Volksheilkunde
Diktamos wird traditionell bei Wetterfühligkeit eingesetzt, um die körperliche Anpassung zu unterstützen.
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Kopfschmerz - Spannungskopfschmerz Volksheilkunde
In der Volksheilkunde wird Diktamos bei Spannungskopfschmerzen verwendet, da die Pflanze entspannend wirken soll.
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Wut, übergroße Volksheilkunde
Diktamos gilt traditionell als beruhigend und wird bei übermäßiger Wut zur emotionalen Ausgleichung eingesetzt.
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Stressbewältigung Volksheilkunde
Die Pflanze wird volksheilkundlich zur Stressbewältigung verwendet, da ihr beruhigende und ausgleichende Wirkung zugeschrieben wird.
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Liebeskummer Volksheilkunde
In der Volksheilkunde wird Diktamos bei Liebeskummer eingesetzt, um seelische Belastungen zu lindern.
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Seelische Verletzungen Volksheilkunde
Diktamos wird traditionell bei seelischen Verletzungen verwendet, um emotionale Heilung zu unterstützen.
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Aphrodisiakum Volksheilkunde
In der Volksheilkunde gilt Diktamos als aphrodisierend und wird zur Steigerung der Sinnlichkeit eingesetzt.
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Hilft bei

Andere Namen

Kreta-DostDiptam-DostDiktamdostKreta-MajoranKretischer DiptamDíktamnosDíktamosDíktamoEróntasArtemideionStomatohortoDiktamus

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeHeilpflanzeFrauenpflanzeMännerpflanzePflanzen- und SamenhandelTechnische NutzungKosmetikWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungDuftpflanzeKübelpflanzeleicht zu ziehenRäucherpflanzeWellnessZierpflanze
Vorkommen HöhenstufenFlachlandGebirgeHügellandMittelgebirgeLebensraumFelsflurenPflasterritzenVerbreitungMitteleuropaSüdeuropa
Blütenfarbe rosa
Blütezeit Spätherbst | NovemberFrühherbst | SeptemberVollherbst | OktoberSpätsommer | August
Wuchsform Halbstrauch

Aussaat & Pflege

first spring

ganze Pflanze

midsummer

Stecklinge

Rezepte mit dieser Pflanze

Steckbrief

Familie
Lamiaceae
Gattung
Origanum
Ordnung
Lamiales
Klasse
Magnoliopsida
Lebensform
Kraut
Habitat
Shady rocks in dry places in high mountains.
Essbarkeit
★★☆☆☆
Heilwirkung
★☆☆☆☆

Anbau & Pflege

Landscape Uses:Border, Container. Requires a rather dry, warm, well-drained soil, but is not fussy as to soil type, thriving on chalk. Prefers slightly alkaline conditions. This species is not fully hardy in Britain according to one report whilst another says that it is hardy to zone 7, which means that it can succeed outdoors in most parts of the country. It is, however, very susceptible to winter wet and so is more commonly grown under cover in this country. Members of this genus are rarely if ever troubled by browsing deer. Special Features: Attractive foliage, Fragrant foliage, Suitable for dried flowers.
Vermehrung: Seed - sow early spring in a greenhouse at 10 - 13°c and only just cover the seed. Germination usually takes place within 2 weeks. Prick out the seedlings into individual pots when they are large enough to handle and plant them out into their permanent positions in early summer. The seed can also be sown in situ in late spring. Division in March or October. Very easy, larger divisions can be planted out direct into their permanent positions. We have found that it is better to pot up the smaller divisions and grow them on in light shade in a cold frame until they are well established before planting them out in late spring or early summer. Basal cuttings of young barren shoots in June. Very easy. Harvest the shoots with plenty of underground stem when they are about 8 - 10cm above the ground. Pot them up into individual pots and keep them in light shade in a cold frame or greenhouse until they are rooting well. Plant them out in the summer.

Essbare Verwendung

Edible Parts: Leaves Edible Uses: Condiment Tea The leaves are used for flavouring salads and vermouth. A pleasant aromatic flavour, especially when mixed with parsley, thyme, garlic, salt and pepper. The flowering tops are dried and brewed into a herb tea.

Weitere Nutzung

None known

Verbreitung

Heimisch: Crete (fairly widespread), Global, Kriti

Alternative deutsche Namen

Diptam-Dostkretischer Diptam
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren