Sorry, you need to enable JavaScript to visit this website.
Hügelheilwurz | Seseli libanotis subsp. intermedium

Hügelheilwurz

Botanischer Name: 
Seseli libanotis subsp. intermedium
Könnte leicht giftig sein!

Die Inhaltsstoffe dieser Pflanze sind nicht bekannt. Nur junge, gekochte Pflanzen verspeisen, Kochwasser nicht verzehren.

Unterfamilie:
Gattung: /
Art: Seseli libanotis subsp. intermedium / Hügelheilwurz
Kommt in Mitteleuropa wild bzw. ausgewildert vor: JA!
1
2

Eines wichtiges Erkennungszeichen: Das unterste Fiederchenpaar jeder Fieder bildet mit dem der gegenüberstehenden Fieder ein Kreuz.

3

Schmückendes Laub hält den Blütenstängel an der Basis sonnengeschützt.

4

Die Hügel-Heilwurz liebt die Wärme.

Bild 2: Eines wichtiges Erkennungszeichen: Das unterste Fiederchenpaar jeder Fieder bildet mit dem der gegenüberstehenden Fieder ein Kreuz.
Bild 3: Schmückendes Laub hält den Blütenstängel an der Basis sonnengeschützt.
Bild 4: Die Hügel-Heilwurz liebt die Wärme.
5
6
7
Bild 5: Die Hügel-Heilwurz benötigt 2 - 8 Jahre bis zur Blüte.
Bild 6: Wenn sie blüht, blüht sie über Monate hindurch!
Bild 7: Eine Nachblüte im Oktober.
  • 8

    Nach der Blüte und Aussamung stirbt die ganze Pflanze ab.

Die sonst seltene Heilwurz schmückt in ihrer Unterart, der stattlichen Hügel-Heilwurz, die Außenräume der Burgruine Aggstein, die in der Wachau auf einem steilen Felsen über der Donau thront. Hier entstanden auch die Fotos.

 

Die sommerliche Widerhitze, der milde Winter und der kiesige Boden scheinen ihren Bedürfnissen entgegenzukommen, denn außerhalb der Wachau ist sie nur zerstreut zu finden. Auffallend sind ihr kantig gefurchter Stängel und ihre besonders schönen, gefiederten Blätter. Eine weitere Besonderheit: Bis zu 8 Jahre können vergehen, bis sie zum ersten Mal blüht. Danach stirbt sie ab, nicht ohne vorher ihre Samen ausgestreut zu haben. Sofern die Blüte nicht mutwillig abgerissen wurde.

Wenn eine Pflanze als „Heilwurz“ bezeichnet wird, nimmt man an, dass sie medizinisch viel verwendet wurde. Ihre Anwendung ist aber beinahe in Vergessenheit geraten.

Wer die Heilwurz selber sammelt, sei es als Würze für die Küche oder als Heilmittel, muss darauf achten, dass  sie lebensgefährlich giftige Doppelgänger hat! Auch ihre Dosierung muss wohl überlegt sein, denn Pflanzen, die heilend angewendet werden, sind oft zumindest leicht giftig, wie schon Paracelsus sagte: „Nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.“

Wer in alter Literatur, z.B. bei Dioskurides, nach Wirkungen der Heilwurz (Seseli libanotis) sucht, sollte bedenken, dass früher auch andere Doldenblütler sowie Rosmarinarten mit „Libanotis“ oder „Seseli“ bezeichnet wurden.

Fündig wird man auch bei Tabernaemontanus unter „Heilwurz“:
Er zählt vier Arten auf. Die „Schwartz Hirtzwurtz“ wird laut Abbildung die zutreffende sein. Er nennt sie „Libanotis Theophrasti nigra. III.“
Er schreibt von ihr, dass die Heilwurz vom Volk viel verwendet wird.

  • Vor allem um Schweine, Rinder und Schafe vor Infektionen zu schützen. Man gibt die Wurzel den kranken Tieren vermischt mit Wacholder, den gesunden mit Salz, um sie gesund zu erhalten und auch um den Milchertrag zu steigern.
  • Für den Menschen empfiehlt er bei Infektionen und Epidemien („Pestilenzen“), Unterleibsbeschwerden, Nieren- und Blasenbewerden, die Wurzel
    • äußerlich anzuwenden in Waschungen, Dampfbad, Honigsalben und als Pulver (auch die Blätter) -
    • innerlich als Getränk, und zwar in Wein gesotten oder: „ Weiss oder schwartz Hirtzwurtzel zu Pulver gestossen/ unnd davon i. quintlein genommen/ unnd darzu gethan ein halbes quintl. guten Theriack/ darnach mit vier loth Ehrenpreißwasser und ii.loth Essigs vertrieben/ warm getruncken und sich darauff nidergelegt/ unnd zum wenigsten drey Stunden darauff geschwitzt/ das vertreibt alle Pestilentzische vergifftung unnd Contagion durch den Schweiß hinweg.“ (Quelle)
    • Weiters empfiehlt er „Die Bletter der schwartzen Hirtzwurtz in der Kost oder im Tranck … mehret den Seugmüttern die Milch.“
Essbare Pflanzenteile:
Samen
Essbare Pflanzenteile:
Blätter
Essbare Pflanzenteile:
Jungtriebe
Sättigungswert:
Mittel
Aussehen

Blütenfarbe

  • weiß
    weiß

Blütenstand

  • Dolde

Wuchshöhe

  • bis 1,5 m

Blattansatz am Stängel

  • gestielt

Stängel

  • aufrecht verzweigt
  • gefurcht
  • kantig

Unterirdische Pflanzenteile

  • Pflahlwurzler

Frucht

  • Spaltfrucht

Blattform

  • mehrfach gefiedert

Blattrand

  • gesägt
VERWECHSUNGSMÖGLICHKEIT MIT GIFTIGER PFLANZE
Kultivierung
Vermehrung
  • Samen
Lichtanspruch
  • Sonnig
Wasserbedarf
  • Kommt mit Durststrecken gut zurecht.
Bevorzugte Erde
  • leicht kalkhaltig
  • durchlässig
Winterhärte
  • -5°C
Lebenszyklus
  • mehrjährig
Gesundheit
Wirkung

laut Volksheilkunde:

Wann Hügelheilwurz pflanzen oder säen?
Hier finden Sie einen praktischen Pflanzkalender mit den richtigen Terminen und Pflegeanweisungen.

Spätherbst / Mitte Oktober bis Ende November

Aussaat im Freien
Frühsommer
Juni
  • Blätter
Spätherbst
November
  • Samen