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Österreichische Schwarzkiefer | Pinus nigra subsp. nigria

Österreichische Schwarzkiefer

Botanischer Name: 
Pinus nigra subsp. nigria
andere Namen: 
Schwarzföhre
andere Namen: 
Lärchenföhre
Ätherisches Kiefernnadelöl kann Haut u. Schleimhaut reizen sowie allergieauslösend wirken.

Verdünnt anwenden; aber nie bei Säuglingen und Kleinkindern (Stimmritzenkrampf, Atemstillstand möglich)! Kontraindikationen: Bronchialasthma, Keuchhusten.

Ordnung: /
Unterfamilie:
Gattung: /
Art: Pinus nigra subsp. nigria / Österreichische Schwarzkiefer
Kommt in Mitteleuropa wild bzw. ausgewildert vor: JA!
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Schwarzkiefer in Osttirol mit schirmförmiger Krone.

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Typische Borke einer alten Österr. Schwarzkiefer mit groben Platten und dunkle, fast schwarzen, senkrechten Furchen.

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Die Schwarzkiefer kann ein Alter von bis zu 800 Jahren erreichen und dabei bis zu 45 m hoch werden mit einem Stammdurchmesser von 1,85 m.

Bild 1: Die Schwarzkiefer wächst als aufrechter, meist geradstämmiger Baum. Sie bildet dichte, breit-ovale bis schirmförmige Kronen aus.
Bild 2: Schwarzkiefer in Osttirol mit schirmförmiger Krone.
Bild 3: Typische Borke einer alten Österr. Schwarzkiefer mit groben Platten und dunkle, fast schwarzen, senkrechten Furchen.
Bild 4: Die Schwarzkiefer kann ein Alter von bis zu 800 Jahren erreichen und dabei bis zu 45 m hoch werden mit einem Stammdurchmesser von 1,85 m.
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Bild 5: Die schwarze Teilfärbung der Zapfenschuppen ist eine wichtiges Kennzeichen der Schwarzkiefer.
Foto: Dezidor

Die Österreichische Schwarz-Kiefer (Pinus nigra subsp. nigria) ist ein imposanter, bis zu 45 m hoher Nadelbaum mit geradem Stamm und einer dichten, breit-ovalen Krone. Sie kann ein Alter von 800 Jahren erreichen. 

Sie wird aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit, ihrer Frosthärte und ihrer Unempfindlichkeit gegenüber Salz und Luftverschmutzung auch außerhalb Österreichs gerne als Wind- und Erosionsschutz und als Park- bzw. Forstbaum gepflanzt. Je nach Standort bildet die Schwarzkiefer Reinbestände oder Mischbestände mit unterschiedlichen Baumarten. Für den Wienerwald ist sie eine der Charkater-Baumarten!

Sie wird auch in gerne in großen Gärten angepflanzt, wo man sie aufgrund ihres Aussehens (dichte Krone, lange Nadeln) der Waldkiefer vorzieht. Außerdem gilt sie als wenig krankheitsanfällig.

 

Äußere Merkmale zur Unterscheidung zwischen Schwarzkiefer und Waldkiefer:

  • Rinde im Kronenbereich:
    • Schwarzkiefer dunkelgrau
    • Waldkiefer rötlich
  • Zapfen:
    • Schwarzkiefer schwarze Teilfärbung der Schuppen
    • Waldkiefer braun
  • Paarweise Nadeln:
    • Schwarzkiefer bis zu 15 cm lang, dunkelgrün
    • Waldkiefer bis zu 7 cm, graugrün
  • Endknospen:
    • Schwarzkiefer sehr stark verharzt
    • Waldkiefer schwach verharzt

 

Nutzung der Österreichischen Schwarzkiefer

 

  1. HOLZ

    Gegenüber der Waldkiefer ist das Holz geradschaftiger und wesentlich harzreicher. Es kommt dem Lärchenholz sehr nahe, was der Schwarzkiefer den weiteren Namen „Lärchenföhre“ einbrachte.

    Dickere Stämme finden als Bauholz Verwendung. Es eignet sich zudem zur Herstellung von Masten, Pfählen und Sperrholz, für gröbere Tischlerarbeiten, für Verpackungsmaterial sowie als Rohstoff für die Zellstoff- und Papierindustrie.

    Bretter aus dem Holz der Schwarzkiefer knarren nicht und eignen sich deshalb besonders für Bühnenböden!
     

  2. Schwarzkiefern werden gerne als CHRISTBÄUME / WEIHNACHTSBÄUME verwendet, weil sie nicht nadeln!
     
  3. HARZ, TERPENTIN

    Schwarzkiefern, die älter als 60 Jahre sind, produzieren jährlich ca. 2 kg Rohharz.
    Durch Destillation von Harz werden Kolophonium sowie Terpentinöl gewonnen.
    Im Wienerwald wurde früher das Harz der Österreichischen Schwarzkiefern von "Pechern" abgezapft. Diese Tätigkeit bildete die Lebensgrundlage von Generationen! 
     

  4. MEDIZINISCHE VERWENDUNG
  • Terpentin und Terpentinöl werden auch medizinisch verwendet.
  • Aus dem Harz der unreifen Zapfen der Schwarzkiefern kann Isopimarsäure gewonnen werden, die eine antibakterielle Wirkung hat und gegen den multiresistenten Erreger Staphylococcus aureus eingesetzt werden kann. (Quelle)
  • Naturreines ätherisches Kiefernnadelöl (= Pini aetheroleum, syn. Oleum Pini sylvestris) wird aus den frischen Nadeln, Zweigspitzen und frischen Ästen von Waldkiefer, Schwarzkiefer und Strandkiefer durch Wasserdampfdestillation gewonnen.
    • Wie Kiefernnadelöl medizinisch und im Wellnessbereich angewendet wird, kann  h i e r  nachgelesen werden!
Status
Essbare Pflanzenteile:
Blätter
Essbare Pflanzenteile:
Früchte
Essbare Pflanzenteile:
Jungtriebe
Essbare Pflanzenteile:
Samen
Essbare Pflanzenteile:
alle oberirdischen Teile
Geschmack:
herb- harzig
Sättigungswert:
Gut
Sättigungswert:
Gering
Aussehen

Blütenfarbe

  • gelb
    gelb
  • rot
    rot

Unterirdische Pflanzenteile

  • Pflahlwurzler
  • Senkerwurzeln
VERWECHSUNGSMÖGLICHKEIT MIT GIFTIGER PFLANZE
VERWECHSUNGSMÖGLICHKEIT MIT ESSBARER PFLANZE
Kultivierung
Häusigkeit
  • einhäusig
Häusigkeit
  • einhäusig
Vermehrung
  • Samen
Lichtanspruch
  • Sonnig
Wasserbedarf
  • Kommt mit Durststrecken gut zurecht.
Bevorzugte Erde
  • lehmig
  • sandig
  • kommt auch mit ungünstigeren Bedingungen zurecht
  • steinig, kiesig
Winterhärte
  • -34°C
Zehrer
  • Schwachzehrer
Lebenszyklus
  • ausdauernd
Kultivierungseigenschaft
  • unkompliziert
Pflegeanforderungen
  • einfache Pflege
Gesundheit
Wirkung

laut Schulmedizin:

, Alle oberirdischen Teile
Jungtriebe (=Kiefersprossen) und äth. Öl werden von der Schulmedizin als schwach antiseptisch eingestuft.
, Alle oberirdischen Teile
, Alle oberirdischen Teile
, Alle oberirdischen Teile

laut Volksheilkunde:

, Alle oberirdischen Teile
Jungtriebe (=Kiefersprossen) und äth. Öl werden von der Schulmedizin als schwach antiseptisch eingestuft.
, Alle oberirdischen Teile
, Alle oberirdischen Teile
, Alle oberirdischen Teile
, Alle oberirdischen Teile
, Alle oberirdischen Teile
Wann Österreichische Schwarzkiefer pflanzen oder säen?
Hier finden Sie einen praktischen Pflanzkalender mit den richtigen Terminen und Pflegeanweisungen.

Vollherbst / Ende September bis Mitte Oktober

Jungpflanzen setzen
Vollfrühling
Mai
  • Jungtriebe, essbar, herb- harzig, Nährwert: Gering

    Für heilkundliche Anwendungsformen ernten.

Hochsommer
Juli
  • Früchte, herb- harzig

    Unreife, harzende Zapfen für heilkundliche Anwendungsformen ernten.

Spätherbst
November
  • Samen, essbar, herb- harzig, Nährwert: Gut

    Noch am Baum hängend geben die reifen Zapfen ihre geflügelten Samen frei.

  • Früchte

    Holzige Zapfen ohne Samen als Bastelmaterial.

Winter
Dezember, Jänner; Februar
  • Blätter, essbar, herb- harzig, Nährwert: Gering

    Mit Zweigen für die Wasserdampfdestillation.

  • alle oberirdischen Teile

    Für die Holzgewinnung und als Christbaum fällen.

  • Samen, essbar, herb- harzig, Nährwert: Gut

    Noch am Baum hängend geben die reifen Zapfen ihre geflügelten Samen frei.