Zirbensirupe

Mit Trinkwasser oder Mineralwasser aufgespritzt lässt sich der Zirbensirup als köstliche Limonade genießen!
Die Volksmedizin setzt ihn außerdem als Hilfe bei Husten und Bronchitis ein, denn er soll reizmildernd und auswurffördernd auf die Atmungsorgane wirken. Dazu lutscht man täglich dreimal 1Teelöffel Zirbensirup.
Ein Butterbrot mit aufgestrichenem Zirbensirup schmeckt herrlich - auch dann, wenn man nicht krank ist ;) 
Zubereiten lässt er sich mit und ohne Kletterei in die Zirbe entweder aus Zirbenzapfen, die in der Regel alle paar Jahre in der Wipfelregion hoher, mindestens 40 Jahre alter Zirben hängen, oder aus bodennah geernteten Zirbenjungtrieben.

Jedoch was gibt es vor einer möglichen Ernte zu beachten?

  • Man darf Zirbenzapfen und Zirbenzweige nicht einfach ernten, auch nicht in begrenzter Menge für den Eigenbedarf, da die Zirbe und ihre Produkte wie Zapfen, Zweige und Holz unter besonderem Schutz stehen, um den Bestand der Zirbe, der Königin der Alpen, langfristig zu erhalten. Für ihre Vermehrung ist die Zirbe ausschließlich auf ihre Samen in den Zapfen und den Tannenhäher angewiesen.
     
  • Wenn man Zapfen sammeln möchte, muss man sich an die lokalen Naturschutzvorschriften halten und zudem die Erlaubnis des Baumbesitzers einholen, um den Fortbestand dieser besonderen Baumart zu ermöglichen und um Geldstrafen von mehreren hundert bis über tausend Euro zu vermeiden.
     
  • Falls die Ernte erlaubt ist, sollten pro Person, ohne den Baum zu verletzen, nur wenige Zapfen gesammelt werden, damit der Zirbennachwuchs gesichert bleibt. 
     
  • Die beste Zeit zum Sammeln der Zapfen ist zwischen Ende Juni und Mitte August, bevor sie holzig werden. 
     
  • Alternativ kann man Zirbenzapfen bei gewissen landwirtschaftlichen Betrieben (Almhütten) oder in spezialisierten Online-Shops erwerben. 
     

Wildfind ist in der Lage, beide Arten der Zubereitung von Zirbensirup vorzustellen, denn Rosa hat eine alte Zirbe im eigenen Garten, mit der sie gelegentlich für den Eigengebrauch Zirbenschnaps und eben auch Zirbensirupe zubereiten kann.

Zutaten

  • 5.00 Zirbenzapfen
  • 500.00 g Johannisbeeren
  • 2.00 Liter Trinkwasser
  • 2.00 Blütendolden Jochschafgarbe
  • 1.00 EL Zitronensäure
  • 2.00 kg Zucker
  • 1.00 Liter Jungtriebe
  • 250.00 g Johannisbeeren
  • 1.00 Liter Trinkwasser
  • 1.00 Zitrone
  • 1.00 kg Zucker

Zubereitung

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Zirbensirup aus Zirbenzapfen

Das ist ein wunderbarer Sirup des Hochgebirges! Seine wichtigsten Aroma und Heilkraft gebenden Pflanzen gedeihen im lichtreichen Hochgebirge bestens: die Zirbe und die Jochschafgarbe.  Letztere blüht zur selben Zeit, zu der die Zirbenzapfen für den Sirup geerntet werden können. Was kein leichtes Unternehmen ist!

Genießen kann man diese Zirbensirup-Rarität, sofern sie vorrätig ist, auf der Aifner Alm im Tiroler Oberland. Großzügig wurde von dieser Alm für rücksichtsvolle Naturfreundinnen und Naturfreunde, die die Naturschutzbestimmungen von Zirbe und Moschus-Schafgarbe beachten, auch ein Rezept mit Zirbenzapfen und Jochschafgarbe in Umlauf gebracht. 

Zutaten
  • 5.00 Zirbenzapfen frische, im blauen Zustand
  • 500.00 g Johannisbeeren rote
  • 2.00 Liter Trinkwasser
  • 2.00 Blütendolden Jochschafgarbe
  • 1.00 EL Zitronensäure
  • 2.00 kg Zucker

Mit einem starken Messer wird die Schale der Zapfen abgeschnitten und zusammen mit den Johannisbeeren in einem Topf mit 2 l Wasser 30 Minuten gekocht.

In ein weiteres Gefäß füllt man die Blüten der Jochschafgarbe, die Zitronensäure und den Zucker.

Durch ein großes, feines Sieb wird der kochendheiße Zirbensud auf den Zucker gegossen.

Alles kräftig verrühren, bis Zucker und Zitronensäure sich aufgelöst haben.

Noch heiß in blitzsaubere Flaschen füllen, sogleich gut verschließen und, wenn möglich, zum Auskühlen umdrehen.

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Zirbensirup aus Zirben-Jungtrieben

Diese Art der Zubereitung von Zirbensirup ist, insofern man die Ernteerlaubnis hat, schlicht in der Beschaffung der benötigten Zutaten, aber als Resultat hocharomatisch mit heilsamer Komponente für die Atmungsorgane!

Zutaten
  • 1.00 Liter Jungtriebe
  • 250.00 g Johannisbeeren rote
  • 1.00 Liter Trinkwasser
  • 1.00 Zitrone Bio-
  • 1.00 kg Zucker

Die Menge an Zirben-Jungtrieben, die in einem Litergefäß Platz hat, zusammen mit den Johannisbeeren und dem Wasser unter gelegentlichem Umrühren langsam zum Kochen bringen.

Die Herdplatte ausschalten, den Topf zugedeckt 12 Stunden darauf stehen lassen.

Den Zirbensud abfiltern, dabei die Zirbentriebe mit einem Löffel auspressen.

Den Zirbensud mit Zucker, geriebener Zitronenschale und den Saft einer Zitrone unter gelegentlichem Umrühren 2 - 3 Stunden bis zur Sirupdicke vor sich hin köcheln lassen.

Den Sirup heiß in saubere Schraubflaschen füllen, sogleich zuschrauben und, wenn möglich, zum Auskühlen umdrehen.

✶ „Als Alternativen zu den Zirben-Jungtrieben können Jungtriebe von Waldkiefern, Tanne und Fichte verwendet werden. Unter Beachtung der regionalen Naturschutzbestimmungen auch Latsche.

Pflanzen in diesem Rezept

Andere Namen

Zirbensirup aus ZirbenzapfenZirbensirup aus Zirben-Jungtrieben
#Hekate#Wacholder#normal
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