ARTIKEL · 1 MIN LESEZEIT · FEB 2016

Archäologische Heilpflanzenfunde der Ur- und Frühgeschichte

Archäologische Heilpflanzenfunde

Roswitha Fuchs
Artikel 25. Februar 2016
foto: rofu

Auf Heilpflanzenwissen des Cro-Magnon-Menschen (40 000 – 10 000 v. Chr.), von dem die meisten Europäer abstammen, lassen dessen gelungenen Schädeloperationen schließen. Wie bei Ausgrabungen entdeckt, überlebten 70% der gefundenen Operierten! Diese Operationen erfordern Mittel zur Betäubung,  Desinfektion, Blutstillung und Wundheilung, was Rückschlüsse auf eine Verwendung von Heilpflanzen zulässt.

Eine berührende Entdeckung machte man im Grab Kind von Lagar Velho(Portugal): Das fast vollständig erhaltene Skelett des etwa vier Jahre alten Kindes war vor ca. 25.000 Jahren in einem Bett aus verbrannten Kiefernzweigen und bedeckt mit rotem Ocker bestattet worden.   Dieser schöne Ritus zeigt, dass die Menschen über die konservierenden und desinfizierenden Fähigkeiten der Holzkohle Bescheid wussten - und über die belebende Kraft der Symbolfarbe Rot.

Auch ÖTZI, der 5 300 Jahre alte Mann vom 3210 m hohen Hauslabjoch, trug Pflanzenmedizin bei sich: antibiotisch wirksame Birkenporlinge!

Weitere Pflanzenfunde aus der Steinzeit sind Labkraut, Brennnessel, Spitzwegerich, Schlafmohn, Beifuß, Vogelknöterich, Holunder, Eisenkraut… 

 

VERWANDT

Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren