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Beifuß | Artemisia vulgaris

Beifuß

Botanischer Name: 
Artemisia vulgaris
andere Namen: 
Gewürzbeifuß
andere Namen: 
Besenkraut
andere Namen: 
Fliegenkraut
andere Namen: 
Gänsekraut
andere Namen: 
Johannesgürtelkraut
andere Namen: 
Jungfernkraut
andere Namen: 
Sonnenwendkraut
andere Namen: 
Weiberkraut
andere Namen: 
Wilder Wermut
andere Namen: 
Wisch
Kann Allergien auslösen.
Kontraindikation: Schwangerschaft.
Ordnung: /
Unterfamilie:
Tribus:
Untertribus:
Gattung:
Art: Artemisia vulgaris / Beifuß
Kommt in Mitteleuropa wild bzw. ausgewildert vor: JA!
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Bild 7: Links im Bild Echtes Mädesüß, rechts Beifuß
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    Beifuß umzingelt von drüsigem Springkraut, dessen Blüten essbar sind.

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Beifuß (Artemisia vulgaris)

Der Beifuß, eine äußerlich unscheinbare Pflanze, ist die älteste bekannte Heilpflanze Europas. Seine Heilkraft war und ist immer verbunden mit seiner antibakteriellen Wirkung, das bedeutet schützend und reinigend im organischen Bereich und auch im übertragenen Sinn.

 

Griechen und Römer

berichteten bereits über den Beifuß und gaben ihm den Gattungsnamen „Artemisia“. Diese Bezeichnung lässt sich bis auf die „Materia medica“ des Pedanios Dioskurides, des berühmtesten Pharmakologen der Antike, zurückverfolgen. Hier scheinen auch bereits die wichtigsten Wirkungen des Beifuß auf wie desinfizierend, uteruserregend, entkrampfend auf die Harnwege, steinzertrümmernd, gegen Magenbeschwerden, nervenberuhigend. (Dankenswerte Quelle)
Alle nachfolgenden Kräuterbuch-AutorInnen übernahmen seine beschriebenen Wirkungen und Anwendungen.

Kelten und Germanen

Auch die Kelten und Germanen verwendeten den Beifuß regelmäßig. Im Neunkräutersegen (England, 9. Jhd.) wird er als "mucgwyrt" = "Machtwurz" (engl. mugwort) an erster Stelle genannt!

Im Mittelalter wurde der Beifuß als „Mutter aller Kräuter“ bezeichnet (Macer floridus 11. Jh.) und galt als Hauptmittel zur Behandlung von Frauenkrankheiten. In zweiter Linie sollte er Verdauungsstörungen und Harnstauung heilen.

Indianer

Für viele nordamerikanische Indianerstämme, vor allem für die Nördlichen Shoshone und für die Pajute ist der Wüsten-Beifuß (Artemisia tridentata (engl. Sagebrush), ein Verwandter unseres heimischen Beifuß, immer noch eine der wichtigsten Pflanzen, eine „heilige Pflanze“.

Sie nutz(t)en sie häufig als

Heilpflanze

Nahrung

Brenn- und Flechtmaterial

und, wie bei uns seit alters her Artemisia vulgaris, für spirituelle Räucherungen. Sie räucherten ihn im Glauben daran, dass er böse Geister fernhalte und die Gedanken reinige. 

Der Wüsten-Beifuß überzieht auch heute noch große Teile von Steppen - im Gegensatz zu den Indianern, die in Nevada nur mehr einen Bevölkerungsanteil von  1,2% ausmachen.
Ja, er eroberte sich sogar seinen Platz als National-Blume des US-Bundesstaates Nevada und ziert dessen aktuelle Flagge.

 

Bei uns in Europa wird zur Zeit der Gewöhnliche Beifuß (Artemisia vulgaris) wieder viel beachtet.

Wie oft bei Pflanzen, die bereits seit langem verwendet werden, erzählen ihre UNTERSCHIEDLICHEN NAMEN Wesentliches über sie:

 

  • Botanischer Namen "Artemisia vulgaris":

    Die Gattung dieser uralten Frauenheilpflanze benannte man nach Artemis, der Zwillingsschwester Apollons, der in der klassischen griechischen Antike als Gott des Lichts verehrt wurde.
    Artemis, die jungfräuliche Mondgöttin, wurde als seine Ergänzung gesehen und zählte zu den zwölf großen olympischen Göttern. Als Schützende der Gebärenden (half sie doch als Erstgeborene, selbst kaum „geschlüpft“, ihrer Mutter Leto ihren Zwillingsbruder Apollon zur Welt zu bringen!), als Beschützerin der Frauen und Hüterin der Geburten in dieses Leben, in diesem Leben und in die andere Welt wurde sie in ihrem ältesten Kult als Artemis Ilithyia (Eileithyia) verehrt.
    Ihre berühmtesten Attribute, die goldenen Pfeile und der silberne Bogen, welcher die Mondsichel symbolisiert, weisen allerdings auf ihre Ambivalenz hin: In ihrem Aspekt als wilde, unzähmbare Göttin der Jagd schützt sie das Leben nicht nur, sondern nimmt es auch.

    • Signaturen des Beifuß (Artemisia vulgaris), die mit Artemis verbunden werden: 
      Der Beifuß zeigt wie der ebenfalls der Artemis geweihte Wermut (Artemisaia absinthium) und die übrigen Artemisia-Arten
      • durch seine silbrige Unterseite seiner Blätter die Verbundenheit der Göttin zum frauenbezogenen Mond und somit auch zur Nacht. ​
      • Seine geweihähnliche Blattform symbolisiert sie als Jagdgöttin.
      • Seine pharmazeutischen Wirkungen kennzeichnen sie als Göttin der Fruchtbarkeit und der Geburt, als Göttin, die Leben schenkt.
      • Seine pfeilähnlichen Stängel symbolisieren sie als Göttin des Todes, als eine, die mit ihren Pfeilen Leben nimmt.

         

  • Deutscher Namen "Beifuß":

    Es gibt 2 Wortdeutungen:

    1. Der Name Beifuß soll sich von dem althochdeutschen Wort für schlagen "bivoz" herleiten. Das erinnert an das fruchtbarkeitsfördernde Rutenschlagen. Rutenschlagen mit Beifuß? – Beifuß ist unter Pflanzen die älteste „Lebensrute“.
       
    2. Der Name Beifuß steht in Verbindung mit „Fuß“. Bereits Plinius der Ältere berichtete von dem Aberglauben, dass ein Beifußzweiglein um das Bein gebunden Ausdauer und Geschwindigkeit beim Laufen verleihen würde. (Quelle)

       

  • Deutsche Trivialnamen (volkstümliche Namen):
    • "Wilder Wermut"
      Dieser Name deutet auf die nahe Verwandtschaft zum Wermut ( = Artemisia absinthium) hin.
       
    • "Jungfernkraut"
      Artemisia vulgaris half / hilft bei Menstruationsbeschwerden der Mädchen, wurde aber wegen seiner Uterus anregenden Wirkung auch zu Abtreibungen verwendet, um dem gesellschaftlichen Druck nach Jungfernschaft entsprechen zu können.
       
    • "Mütterkraut, Weiberkraut"
      Die Uterus (= Gebärmutter) anregende und auch desinfizierende Wirkung des Beifuß wurde bei Entbindungen verwendet, um sie zu erleichtern.
      • Daraus folgern seine spirituellen Verwendungen:
        • Mitbinden im Marien-Kräuterbuschen.
          Ein Beifußzweig bildet zusammen mit Königskerze ( = Zepter Mariens) und Eibischzweig (= Pflanze der Weißen Magie), zumindest im Tiroler Lechtal, die zentrale, andere Pflanzen überragende Mitte.
        • Verräuchern von Beifuß
          bei Geburten und bei Neuanfängen wie Jahreswechsel, Wendepunkten im Menschenleben. Dazu zählt auch desinfizierendes, atmossphärisch reinigendes Ausräuchern von Wohnungen und Gebäuden mit Beifuß.
        • Aufhängen von Beifußbüscheln
          als Schutz vor Seuchen, Blitzen, Hexen und Teufeln.
           
    • "Besenkraut"
      Das Wort „Besen“ steht hier für "Buschen", gleich wie beim "Palmbesen" = "Palmbuschen":
      Beifuß hat seinen wichtigen Platz im Kräuterbuschen. Getrocknete Beifußbuschen bzw. Beifußbündel werden unter dem Dach aufgehängt und auch, besonders im Freien, als Räucherbündel (Smudges) geräuchert, um die Umgebung zu reinigen, um Krankheiten und böse Geister fernzuhalten.
       
    • "Thorwurz"
      An den Wurzeln des Beifuß kann man nach altem Aberglauben die „Thorellensteine“ finden, spöttisch auch als „Narrenkohlen“ bezeichnet. Man muss zur Sommersonnenwende (21. Juni) oder, laut Marzell, am Johannistag (24. Juni), mittags, solange die Kirchturmuhr schlägt, nach diesen glühenden Kohlen suchen. Wer sie findet, nimmt sie schweigend. Er / Sie hat fortan das Glück in der Tasche und kann mit den Thorellensteinen viele Krankheiten heilen! - Eventuell wurde diese Fama durch den Bericht über die japanischen „Feuerknöpfe“ aus Beifuß in Gang gebracht.
       
    • "Moxakraut"
      Im 16. Jahrhundert berichten portugiesische Jesuiten aus Japan, dass man dort Krankheiten mit aus Beifußfasern gepressten „Feuerknöpfen“ (botoẽs de fogo) behandle:

Auch in Ostasien gelten der Gewöhnliche Beifuß und seine Varietäten, der Japanische Beifuß, der ostasiatische Kamtschatka-Beifuß u.a. immer schon als Heil- und Würzkraut.

Der Kamtschatka-Beifuß (Artemisia verlotiorum) wird auch als Velot-Beifuß bezeichnet. Er hat sich inzwischen bis nach Mitteleuropa vorgearbeitet und ist dabei, als Neophyt schwerwiegende Probleme in landwirtschaftlichen Kulturen, Gärten und Blumenwiesen zu verursachen, dieser Falott! ;) 

Als Heilkraut wurde und wird dort Beifuß eben auch in Form einer Behandlungsmethode, die in Europa als Moxibustion, auch als Moxa-Therapie oder Moxen bezeichnet wird. Inzwischen wird sie weltweit angewendet bei Energiemangel, chronischer Müdigkeit, Kopfschmerzen, Gelenkproblemen, Verdauungsschwäche und - Frauenkrankheiten. Dabei verglimmen kleinste Mengen von getrockneten, feinen, watteähnlichen Beifußfasern (Moxa), auch Moxakegel oder Moxastangen, auf oder - mittels untergelegter Ingwer- oder Knoblauchscheibe - über bestimmten Therapiepunkten.
 

  • "Sonnwendgürtel", "Johannisgürtel", "Suniwendgürtel", "St. Johannisgürtel"

Es wird berichtet, dass die Germanen bei ihren Riten zur Sommersonnenwende Kränze und Gürtel, geflochten aus duftendem Beifuß trugen. Denn der germanische Donnergott THOR soll als Geschenk der Zwerge einen Gürtel aus Beifußruten, den Zaubergürtel Megingjardr, getragen haben. Mit diesem Gürtel aus Beifuss konnte er sowohl seine körperliche Kraft als auch seine erotische Kraft verdoppeln. Wer sich so stärken wollte, band sich zur Sonnenwende einen Beifussgürtel um. 

Noch 1539 wurde dieser Brauch in Frankreich ausgeübt. Hieronymos Bock nennt es in seinem Kräuterbuch ein „affen spil“, das „nit die geringsten zu Pareiß“ betreiben und während diesem sie das Kraut „mit irem unfal“, begleitet von Reimen und Sprüchen, ins lodernde Sonnwendfeuer werfen. 

Umgürtet mit einem Kranz aus Beifuß (Beifußgürtel) wurde früher das Sonnenwendfeuer umtanzt; anschließend wurde der Gürtel „zusammen mit allen Anfeindungen“ in die Flammen geworfen.

Beifuß wird mit Johannes dem Täufer in Verbindung gebracht, da er ihn der Legende nach bei seiner in der Bibel beschriebenen Wanderung durch die Wüste (Mk 1,6 EU) an seinem Ledergürtel getragen haben soll, um nicht zu ermüden.
 

  • "Mugwurz = Mutwurz"(engl. mutwort)

    Die Kelten weihten Artemisia vulgaris ihrer machtvollen, mutigen Licht- und Muttergöttin "Brigid", der Göttin des Herd-Feuers, der Schmiede, der Heilung und der Fruchtbarkeit. Auch wurde die Beifußwurzel als Amulett getragen, als „Mutwurzel“. In dem Kinderbuch „Die Mutwurzel“ (Mayer-Skumanz, Lobe) spielt sie eine wichtige Rolle.

     

  • "Fliegenkraut"

    Beifuß vertreibt wie Rainfarn und Lavendel Fliegen, Stechmücken und Motten. Dazu wird er in die Kästen und Truhen gelegt, auch im Haus verräuchert oder beim Sitzplatz im Freien.

     

  • "Gänsekraut"

    Beifuß ist nach wie vor d a s Gewürz bei der Zubereitung eines Gänsebratens, vor allem der Martini- und Weihnachtsgans. Er unterstützt die Fettverdauung, hat aber ein sehr starkes Aroma und darf deshalb nur in kleiner Dosierung verwendet werden. Beifuß riecht weihrauchähnlich, schmeckt aromatisch und leicht bitter, ähnlich dem ihm verwandten Wermut.

 

BESCHREIBUNG DER PFLANZE

Aussehen:

Stängel: Kantig, grün bis rotbraun, 50cm bis 150cm hoch, beblättert

Blätter: gefiedert, Oberseite grün, Unterseite silber

Blüten: Als 4mm große, gelb-grüne Korbblütchen in Rispen;

Blütezeit: Juli bis September

Vorkommen und Anbau:

Beifuß, Artemisia vulgaris, ist weltweit verbreitet. Er wächst, wo man ihn wachsen lässt! Findet sich auf nährstoffreichen, unbereinigten Fluren (Ruderalfluren), an Wegrändern, auf Schuttplätzen, Brachland, an Ufern und Zäunen, steigt von der Ebene bis auf Höhen von 1 800m.

Durch seine Anspruchslosigkeit lässt er sich leicht im Garten und in Gefäßen kultivieren. An sonnigen Plätzen verstärken sich seine Wirkstoffe! Aussaat ab März ins Freiland in Reihen mit 30cm Abstand. Samen nur leicht mit Erde bedecken oder einige Jungpflänzchen aus der an Beifuß reichen Wildnis entnehmen und einpflanzen. Wo es dem Beifuß zusagt, neigt er allerdings zum Wuchern.

Als Heilkraut verwendete Pflanzenteile:

Ganze Pflanze – auch ihre Wurzeln, was sich in manchen ihrer Trivialnamen ausdrückt.

Sammeln:

Sprossspitzen und Blätter von Juni bis zum Frost, am besten während der Blütezeit gesammelte Stängelspitzen, an einem sonnigen Tag, im Zeichen der Jungfrau, von 11:00 bis 13:00

Wurzeln: In der Johannisnacht vom 23. auf den 24. Juni, dann wieder ab September

Aufbewahren des Sammelgutes:

Sprossspitzen und Blätter rasch in luftigem Schatten trocknen. Lassen sich auch einfrieren.

Wurzeln waschen, zerkleinern, im Backofen (45°), mittels Dörrapparat oder an der Sonne trocknen, in Dosen oder Gläsern gut verschlossen aufbewahren

Inhaltsstoffe:

ÄtherischeÖle mit Zinneol und Thujon (weniger als der verwandte Wermut), Bitterstoffe, Gerbstoffe in der Wurzel, Vitamine, Mineralien sowie Flavonoide.

 

WIRKUNGEN DES BEIFUSS (ARTEMISIA VULGARIS):

  • Als Verdauungshelfer fördern seine Bitterstoffe die Magensaft- und Gallensekretion. 
     
  • Als Frauenheilkraut vermag der Beifuß die Fruchtbarkeit zu stärken, die Wehen anzuregen, die Geburt zu erleichtern, die Nachgeburt zu fördern, die Schmerzen bei der Menstruation zu beheben, den Wechsel zu erleichtern. Wegen seiner Wehen anregenden Wirkung darf er während einer Schwangerschaft nicht verwendet werden!
     
  • Als Nervenkraut wirkt er positiv, entspannend, nervenberuhigend und krampflösend.
     
  • Als Insektizid vertreibt er Ungeziefer, Parasiten. Und - böse Geister ?
    Eine Entwurmung mit Beifuß ist wegen der nötigen hohen Dosierung, die zu einer Thjuon-Vergiftung führen könnte, nicht mehr gebräuchlich. Für diesen Zweck besorgt man sich in der Apotheke ein anderes Medikament!
     
  • Als Allergieauslöser müssen PollenallergikerInnen auf ihn verzichten! Seine Doppelgängerin, die gefürchtete Ambrosia, übertrifft ihn in dieser Hinsicht jedoch bei weitem! 

 

ANWENDUNGEN VON BEIFUSS ALS HEILPFLANZE:

Beifuß kann als Tee, Tinktur, Bad, Essig, Öl, Kissenfüllung, Kräuterbuschen, Moxibustion und als Rauch heilend angewendet werden.

Beifuß-Tee

Indikationen:
Er hilft unterstützend bei Magen- und Darmproblemen, Galle- und Leberleiden, bei Spannungs-Kopfschmerz, Nervosität und Nervenleiden.
Sechs Tage lang vor dem Einsetzen der Monatsblutung getrunken, verringert Artemisia vulgaris die Menstruationsbeschwerden.

Wie man Tee richtig zubereitet finden Sie hier  !

Weitere Verdauungstees, auch mit Beifuß,  ... hier !

 Entspannungstees, auch mit Beifuß,  ... hier !

Beifuß-Tinktur

Statt Tee kann Beifuß als Tinktur verwendet werden. Diese Form der Anwendung erweist sich als praktisch, wenn man unterwegs ist und sich keinen Tee zubereiten kann, sei es während der Arbeit, auf Reisen, beim Einkaufen ...
Herstellung und Anwendung erfahren sie hier !  

Beifuß-Bad

Ein Beifuß-Bad kann man als Fußbad anwenden und als Ganzkörper-Bad mit medizinischer und mentaler Wirkung. Die Anleitung zu einem Beifuß-Bad finden Sie hier, für ein Entspannungsbad mit Beifuß hier!

Beifuß-Essig

Die Inhaltsstoffe von Artemisia / Beifuß lassen sich auch mit Essig lösen und verwenden. 

Hilfreiche Kissenfüllungen

Die ätherischen Öle des Beifuß wirken nicht nur auf die Muskulatur entspannend, sondern beruhigen ebenso die Nerven und helfen beim Einschlafen.

Entspannungskissen

Kindbettkissen

Räuchern

In positiver Gesinnung durchgeführt manifestieren sich die Beifußräucherungen als reinigende, schützende, segnende, Vertrauen spendende, öffnende Kraft. Beifußräucherungen werden als Ritus bei Situationen im Leben durchgeführt, die eine Entscheidung erfordern, die einen Wendepunkt darstellen.
Sie werden nicht nur im privaten Bereich verwendet, sondern auch allgemein als Segen beim Wechsel der Jahreszeiten (eine neue Zeit wird geboren) und auch während der Raunächte, wobei neben den Menschen das ganze Haus, die Tiere, der Stall und der Garten miteinbezogen werden. Wichtig: Während der Räucherung werden Dank und Bitte formuliert.
Beifußräucherungen haben eine uralte Tradition: Kelten, Griechen , Römer ... führten sie durch, auch in Tibet und bei den Indianern wurde und wird Beifuß geräuchert, besonders bei Meditationen, zur Heilung und um mit ihren Ahnen und Geistern in Verbindung zu treten.
Wenn Beifuß allein verräuchert wird, eignet sich dafür die Verräucherung als Räucherbündel (Smudge). Das kann man / frau ganz leicht selber machen, wie, ist hier zu finden!

 

BEIFUSS ALS GEWÜRZ

Beifuß riecht und schmeckt angenehm aromatisch und leicht bitter, ähnlich dem Wermut. Er würzt nicht nur, sondern er erleichtert - wie viele Gewürze - die Verdauung und führt dem Körper seine weiteren Heilkräfte in "homöopathischer" Dosierung zu.

Beifuß kann von der Schneeschmelze weg bis zum Herbst geerntet werden, denn er hat eine lange Vegetationszeit und schließt spät im Jahr ab, sodass man lange Zeit zarte, duftende Blätter als Würzkraut aus seiner Triebspitze ernten kann. Die älteren sind als Würze sehr streng. 

  • Man verwendet in der Küche frisch oder getrocknet die Blütenknospenrispen und die jungen Blätter an den Triebspitzen. Sie sind weniger bitter. 
  • Beifuß wird mitgekocht, um sein volles Aroma zu entwickeln.
  • Wegen seines starken Aromas nur wenig Kraut zum Würzen verwenden!
  • Beifuß verträgt sich geschmacklich gut mit Wacholderbeeren, Ingwer, Pfeffer, Zwiebeln und Knoblauch. So kann er seine "Liebeskräfte" noch verstärken! ;-)
  • Da Beifuß verdauungsfördernd, Magen- und Gallensaft anregend wirkt, ist er bestens als Gewürz für fetthaltige Speisen wie Martinigans, Weihnachtsgans, Ente, Schwein, Hammel, Aal, Lachs, Makrele, Hering, Bratkartoffel ... geeignet.
  • Im Mittelalter war Beifuß so wie Brennnessel, Gundelrebe Mädesüß, Gagelstrauch und Sumpfporst eine Bierwürze. 
Essbare Pflanzenteile:
Blüten
Essbare Pflanzenteile:
Jungtriebe
Essbare Pflanzenteile:
Knospen
Essbare Pflanzenteile:
Wurzel
Essbare Pflanzenteile:
Blütenstand
Essbare Pflanzenteile:
Blätter
Geschmack:
bitter intensiv
Geschmack:
herb feinwürzig
Geschmack:
umami
Geschmack:
bitter aromatisch
Sättigungswert:
Gering
Aussehen

Blütenfarbe

  • grün
    grün

Wuchshöhe

  • bis 2 m
VERWECHSUNGSMÖGLICHKEIT MIT GIFTIGER PFLANZE
Kultivierung
Vermehrung
  • Ausläufer / Stolonen
Lichtanspruch
  • Halbschattig
  • Sonnig
Bevorzugte Erde
  • humusreich
  • gut durchfeuchtet
  • kommt auch mit ungünstigeren Bedingungen zurecht
Winterhärte
  • -29°C
Lebenszyklus
  • ausdauernd
Kultivierungseigenschaft
  • schneckenresistent
  • unkompliziert
  • rasch wachsend
  • kaum Befall mit Schädlingen
Pflegeanforderungen
  • einfache Pflege
Schlechte Nachbarn
Gesundheit
Wirkung

laut Volksheilkunde:

, Blätter
, Blätter
, Blätter
, Blätter
, Blätter
, Blütenstand
, Blätter
, Erntereife Pflanzen
durch 1,8-Cineol, Kampfer (Inhaltsstoffe seines äth. Öles)
, Erntereife Pflanzen
Wann Beifuß pflanzen oder säen?
Hier finden Sie einen praktischen Pflanzkalender mit den richtigen Terminen und Pflegeanweisungen.

Vollfrühling / Mai

pflanzen
Jungpflanzen, die man auch in der Wildnis finden kann.
Erstfrühling
April
  • Blätter, essbar, herb feinwürzig

    Sehr gut in Kombination mit fetten Speisen und Wildgerichten, da verdauungsfördernd.
    Auch ein Kraut der Frauenleiden bzw. für Geburt und Nachgeburt, menstruationsregulierend.
    Getrocknet auch zum Räuchern geeignet.

Vollfrühling
Mai
  • Blätter, essbar, herb feinwürzig

    Sehr gut in Kombination mit fetten Speisen und Wildgerichten, da verdauungsfördernd.
    Auch ein Kraut der Frauenleiden bzw. für Geburt und Nachgeburt, menstruationsregulierend.
    Getrocknet auch zum Räuchern geeignet.

Frühsommer
Juni
  • Blätter, essbar, herb feinwürzig

    Sehr gut in Kombination mit fetten Speisen und Wildgerichten, da verdauungsfördernd.
    Auch ein Kraut der Frauenleiden bzw. für Geburt und Nachgeburt, menstruationsregulierend.
    Getrocknet auch zum Räuchern geeignet.

  • Knospen, essbar, herb feinwürzig

    Bestes Aroma besitzt die Pflanze im Knospenstadium.
    Zusammen mit einigen Blättern kann ein wohltuender Magenbitter angesetzt werden.

  • Wurzel, ungiftig

    gerbstoffhaltig

Hochsommer
Juli
  • Blätter, essbar, herb feinwürzig

    Sehr gut in Kombination mit fetten Speisen und Wildgerichten, da verdauungsfördernd.
    Auch ein Kraut der Frauenleiden bzw. für Geburt und Nachgeburt, menstruationsregulierend.
    Getrocknet auch zum Räuchern geeignet.

Spätsommer
August
  • Blätter, essbar, herb feinwürzig

    Sehr gut in Kombination mit fetten Speisen und Wildgerichten, da verdauungsfördernd.
    Auch ein Kraut der Frauenleiden bzw. für Geburt und Nachgeburt, menstruationsregulierend.
    Getrocknet auch zum Räuchern geeignet.

Frühherbst
September
  • Blätter, essbar, herb feinwürzig

    Sehr gut in Kombination mit fetten Speisen und Wildgerichten, da verdauungsfördernd.
    Auch ein Kraut der Frauenleiden bzw. für Geburt und Nachgeburt, menstruationsregulierend.
    Getrocknet auch zum Räuchern geeignet.

Spätherbst
November
  • Wurzel, ungiftig

    gerbstoffhaltig