Heilbalsam

Artikel 21. Jänner 2013
<p>In der Kräutermedizin werden Salben und Cremes, die <a href="/taxonomy/term/2340">Harz bzw. Terpentin </a>enthalten, als "Balsame" bezeichnet.</p>

Als "Balsam" werden im engen Sinn Salben und Cremes mit hautheilendem bzw. hautpflegendem Harzanteil bezeichnet. Das kann z.B. Harz von Nadel-, Weihrauch- und Benzoebäumen sein, aber auch von Zistrosen oder Pappelknospen. All diese Harze duften! So werden im weiten Sinn auch manchmal duftende Hautcremes, die kein Harz enthalten, als Balsame bezeichnet. 

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Harz bzw. Terpentin in eine Salbe einzuarbeiten, z.B.:

  1. Man sammelt selbst Harzausscheidungen oder harzende Pflanzenteile von Fichte, Waldkiefer, Schwarzkiefer, Latsche, Zitterpappel, Graupappel, Lungauer Balsampappel, Tanne und arbeitet sie ein wie bei dem Rezept „Adlerbalsam“ beschrieben.
  2. Lärchenharz bzw. Lärchenterpetin zu gewinnen erfordert Facharbeit. Nachzulesen und auch zu kaufen auf der Webside der Kärntner Firma „Schusser - Laresin“ .
    Verwendet wird Lärchenharz bei folgenden Wildfind-Rezepten:
    Heilbalsam der Rosa
    Pechsalbe
  3. Weitere Pflanzen, deren Harz viel verwendet wird, sind u.a. der Weihrauchbaum, der Mastixstrauch , die Zistrosen, vorallem die Kretische Zistrose , Myrrhebäume und die Benzoebäume.
  4. Das Harz harzreicher Pflanzenteile löst sich in Fett, bzw. Öl. Diese Eigenschaft machen sich folgende Wildfind-Rezepte zunutze:
    Grüner Hautbalsam
    Zapfensalbe
    Zistrosencreme  
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