Portrait
Genügt es, 1 Kirschbaum zu pflanzen, um die begehrten Früchtchen zu erhalten?
Süßkirschen sind in der Regel – bis auf wenige Ausnahmen - selbstunfruchtbar und benötigen, um Früchte entwickeln zu können, eine geeignete Befruchtersorte. Diese muss sich nicht in unmittelbarer Nähe befinden, denn Bienen, die die Blüten befruchten, sind im Umkreis von mehreren hundert Metern unterwegs.
Wer die Befruchtung seiner Kirschbäume unterstützen möchte, hat folgende Möglichkeiten:
- Man pflanzt 2 geeignete Sorten der Süßkirsche.
- Ein Ast einer passenden Befruchtersorte wird in die Krone des Kirschbaums hineinveredelt.
- Man pflanzt ein Bäumchen, das bereits durch Pfropfen aus 2 passenden Sorten besteht.
- Man besorgt sich eine der wenigen selbstfruchtbaren Süßkirschen.
- Man steigt um auf eine geeignete Sorte der Sauerkirsche, die übrigens in der Küche für Kuchen, Schmarrn, Aufläufe, Eis, Kompott, Marmelade, Einwecken, Saft, Joghurt u.a. mehr Aroma liefern als die Süßkirsche!
Baumformen der Süßkirsche
Im Hausgarten werden großteils Kirschbäume verwendet, die auf eine schwachwachsende Unterlage aufgepfropft wurden, und nicht mehr wie früher bis zu 20 m hoch werden, sondern nur einige Meter. Sogar Spindelbüsche und Säulenobst, das als Zwergobst in Trögen gehalten werden kann, sind möglich. In dieser Größe passen sie in viele Gärten, sind leichter zu beernten, lassen sie sich auch leichter behandeln und sind einfacher einzunetzen, falls die Vögel gar zu fleißig ernten!
Baumschnitt der Süßkirsche
Wie Kirschbäume richtig geschnitten werden, wird h i e r fachmännisch erklärt.
Erntereife
Eingeteilt werden sowohl Süß- als auch Sauerkirschen nach „Kirschwochen“, nach dem voraussichtlichen Zeitpunkt ihrer Erntereife.
Im Allgemeinen geht man davon aus, dass die Kirschwochen um den 1. Mai beginnen. Dabei ist zu beachten, dass eine Kirschwoche keine Kalenderwoche dauert, sondern 15 Tage!
Frühsorten bis zur 4. Kirschwoche sind in der Regel madenfrei. Sie sind deshalb zu bevorzugen, denn die Verursacherin der Maden, die Kirschfliege, kann nur mit Gelbtafeln bekämpft werden.
Auf Standorten ohne Kirschfruchtfliegenbefall ist es sinnvoll, auch später reifende Sorten zu pflanzen.
- So nebenbei: Die derzeit am spätesten reifende Kirschsorte ist die 'Rote Späternte' (10.–12. Kirschwoche). Die späteste Kirsche im Erwerbsanbau aber ist die aus Kanada stammende Clubsorte 'Staccato' (9.-10. Kirschwoche). „Clubsorte“ bedeutet für den Anbauer, dass mit dem Rechteinhaber der Clubsorte Lizenzen abgeschlossen werden müssen. Clubsorten verhindern den Anbau durch andere Anbieter oder Direktvermarkter.
Daten der Kirschwochen:
- 1. Kirschwoche 01.–15. Mai
- 2. Kirschwoche 16.–31. Mai
- 3. Kirschwoche 01.–15. Juni
- 4. Kirschwoche 16.–30. Juni
- 5. Kirschwoche 01.–15. Juli
- 6. Kirschwoche 16.–31. Juli
- 7. Kirschwoche 01.–15. August
- 8. Kirschwoche 16.–31. August
- 9. Kirschwoche 01.–15. September
- 10. Kirschwoche 16.–30. September
- 11. Kirschwoche 01.–15. Oktober
- 12. Kirschwoche 16.–31. Oktober
Bewährte SORTEN mit Angabe ihrer Befruchtersorten, die diesen Zeitraum abdecken, finden Sie hier auf WILDFIND unter KULTIVIERUNG!
Dabei werden Ihnen Begriffe wie „Knorpelkirsche“ und „Herzkirsche“ unterkommen. Mit ihnen werden Süßkirschen nach ihrer Konsistenz eingeteilt: Herzkirschen haben vorwiegend weiches Fleisch, Knorpelkirschen festes, knackiges. Was der Laie nicht vermuten würde: Herzkirschen sind deutlich platzfester als Knorpelkirschen!
Kirschen, ihr Verzehr und Gesundheit
Süß- und Sauerkirschen unterscheiden sich, was die Inhaltsstoffe betrifft nur geringfügig: Die Süßkirsche hat ein Mehr an Süße, die Sauerkirsche mehr Beta-Carotin. Beide enthalten wenig Fette und Kohlenhydrate, dafür Ballaststoffe, die die Verdauung fördern und das schädliche Cholesterin senken, viele Mineralstoffe (v.a. Kalium, Kalzium, Zink, Eisen u.a.), Vitamine (Vitamin C, Folsäure), verschiedene Fruchsäuren und Sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, vor allem Antioxidantien, welche die zellschädigenden freien Radikalen im menschlichen Körper neutralisieren.
Hinweise:
- Kirschen reifen nicht nach! Darum schmecken ausgereifte Kirschen, die nur vom Baum (von Nachbars Garten? ;) in den Mund transportiert werden müssen, am besten.
- Sie halten sich ein bis zwei Tage im Kühlschrank.
- Erst kurz vor Verzehr waschen, da sie sonst schnell faulen.
- Süßkirschen schmecken nur frisch. Für Zubereitungen sind Sauerkirschen vorzuziehen.
- Kirschen-Gesundheitskur: Während der Kirschensaison täglich 250 g dieser Früchtchen verspeisen!
- Kirschkerne enthalten Amygdalin (-> Blausäure) und dürfen daher nicht gegessen werden.
Kirschzweige spielten in der Blumensymbolik eine große Rolle:
Eine germanische Überlieferung besagt, dass Elfen gerne bei Vollmond unter einem blühenden Kirschbaum tanzen, und man müsse sie dabei ungestört und unbeobachtet lassen. Wer dies nicht respektiert, wir von ihnen bestraft werden.
Auch im christlichen Bereich übt die Kirsche ihren Zauber aus!
Gelten Kirschblüten in ihrem unschuldigen Weiß als Ausdruck für seelische Reinheit und (noch bestehende) Jungfräulichkeit eines heiratsfähigen Mädchens („Die Muttergottes sitzt in einem blühenden Kirschbaum“ ), sind sie doch auch bereits Symbole kommender Fruchtbarkeit, den Erntereichtum und das Glück einer Liebesbeziehung betreffend. Natürlich einer patriarchalisch geordneten, die in einer Ehe mündet und dann erst, ohne Fremdbestäubung, die lippenrote Süße der knackigen Früchte genießt.
Diese Aspekte werden durch das Brauchtum rund um die Barbarazweige, die an und für sich von Natur aus auf den Sieg des Lichts hinweisen, gut zum Ausdruck gebracht … und durch den „Schandmai“, einen erbärmlichen Brauch früherer Zeiten:
„Gefallenen“ Mädchen, die in den Augen der Gesellschaft (oder eines abgewiesenen Freiers) einen ungeordneten Partnerkonsum betrieben (bei den Burschen hieß so etwas Erfahrung sammeln), oder auch jenen, die ein uneheliches Kind bekamen, ihm das Leben ermöglichten, steckte man am 1. Mai einen ramponierten Kirschblütenzweig oder Schlehenzweig ans Fenster oder man legte ihn vor die Türe. Die junge Frau ist „zum Kirschbaum geworden“, wird gar als „Gemeindekirschbaum“ bezeichnet. – Ja, und wer eine „Kirsche brach“, „hat was“ mit einer verheirateten Frau. - Aber, die Kirschen in Nachbarsgarten schmecken doch so gut ...
Anbau & Pflege
Requires a well-drained moisture retentive soil. Succeeds in light shade but fruits better in a sunny position. Thrives in a loamy soil, doing well on limestone. Prefers some chalk in the soil but apt to become chlorotic if too much is present. A very ornamental plant, it is fast growing on deep moist soils but is shallow rooting. Trees cast a light shade and are themselves intolerant of heavy shade. They produce quite a lot of suckers and can form thickets, especially if the main trunk is felled. This species is a parent of many cultivated forms of sweet cherries, especially the black fruited forms. Where space is at a premium, or at the limits of their climatic range, sweet cherries can be grown against a wall. Most cultivars will grow well against a sunny south or west facing wall though east or north facing walls are not very suitable. The main problems with growing this species against a wall are firstly that it is usually completely self-sterile and so there needs to be space for at least two different cultivars, secondly it is very vigorous and so is difficult to keep within bounds. Most members of this genus are shallow-rooted and will produce suckers if the roots are damaged. An excellent tree for insects and the fruit is a good food source for birds. A bad companion for potatoes, making them more susceptible to potato blight, it also suppresses the growth of wheat. It also grows badly with plum trees, its roots giving out an antagonistic secretion. Plants in this genus are notably susceptible to honey fungus. Special Features:Edible, Not North American native, All or parts of this plant are poisonous, Fragrant flowers, Attractive flowers or blooms. The plant is heat tolerant in zones 8 through 1. (Plant Hardiness Zones show how well plants withstand cold winter temperatures. Plant Heat Zones show when plants would start suffering from the heat. The Plant Heat Zone map is based on the number of "heat days" experienced in a given area where the temperature climbs to over 86 degrees F (30°C). At this temperature, many plants begin to suffer physiological damage. Heat Zones range from 1 (no heat days) to 12 (210 or more heat days). For example Heat Zone. 11-1 indicates that the plant is heat tolerant in zones 11 through 1.) For polyculture design as well as the above-ground architecture (form - tree, shrub etc. and size shown above) information on the habit and root pattern is also useful and given here if available. A sprouting standard sending up shoots from the base [1-2]. In garden design, as well as the above-ground architecture of a plant, root structure considerations help in choosing plants that work together for their optimal soil requirements including nutrients and water. The root pattern is suckering with new plants from underground runners away from the plant [2-1]. Harvesting typically occurs in late summer to early autumn, with specific timing varying by species. For instance, plums and peaches are usually harvested from July to September (Northern Hemisphere), while almonds are harvested in August to September (Northern Hemisphere). Prunus species usually flower in early spring, often between March and April (Northern Hemisphere), depending on the species and local climate. Growth rates vary among species, but generally, Prunus trees can grow moderately fast, often reaching full height in 3 to 5 years. However, they may take several years to bear fruit, depending on the species and growing conditions. Agroforestry uses: Prunus species can be used as windbreaks and in alley cropping systems. They also improve biodiversity by providing habitats for pollinators and other wildlife. Some varieties can fix nitrogen in the soil, contributing to soil health.
Vermehrung: Seed - requires 2 - 3 months cold stratification and is best sown in a cold frame as soon as it is ripe. Sow stored seed in a cold frame as early in the year as possible. Protect the seed from mice etc. The seed can be rather slow, sometimes taking 18 months to germinate. Prick out the seedlings into individual pots when they are large enough to handle. Grow them on in a greenhouse or cold frame for their first winter and plant them out in late spring or early summer of the following year. Cuttings of half-ripe wood with a heel, July/August in a frame. Softwood cuttings from strongly growing plants in spring to early summer in a frame. Division of suckers in the dormant season. They can be planted out direct into their permanent positions. Layering in spring.
Weitere Nutzung
Dye Gum Tannin Wood Agroforestry Uses: Wild cherry is essentially a pioneer species, and quickly colonises clearings by seeds and suckering, forming secondary woodland, but is often out-competed later by other hardwood species. It is used extensively in Europe for the afforestation of agricultural land and it is also valued for wildlife and amenity plantings[1195 ]. Landscape Uses:Espalier. The flowers are a good source of pollen and nectar for bees[74 , 1145 ]. This species is a bad companion for potatoes, making them more susceptible to potato blight[201 ], it also suppresses the growth of wheat[18 ]. It also grows badly with plum trees, its roots giving out an antagonistic secretion[201 ]. Other Uses: A green dye can be obtained from the leaves[168 ]. A dark grey to green dye can be obtained from the fruit[168 ]. The bark, especially of the root, contains the dye phlorizin[74 ]. The wood contains the dye xylan[74 ]. The seed contains around 30% oil[74 ]. The bark usually only contains small amounts of tannin, but this sometimes rises to 16%[223 ]. This species has been utilized to breed cherry cultivars with resistance to frost and a number of diseases. Among cultivated forms there are very ornamental ones with double and pink flowers, motley or dissected leaves as well as with a drooping crown[1145 ] The heartwood is pinkish-brown; the sapwood red. The grain is fine and straight, with a satiny texture. The wood is firm, compact, and generally free from defects. A valuable, attractive timber that is easy to work, it is used for turnery, furniture, cabinet making, panelling, musical instruments etc[46 , 74 , 100 , 115 , 1195 ]. The red sapwood is valued in turnery and woodwork[74 ]. 1. Nectary - Flowers rich in nectar and pollen: Yes – Prunus species are known for their showy flowers that produce both nectar and pollen, attracting bees, butterflies, and other pollinators. 2. Wildlife - Food (Fruit, Seeds, Leaf litter, Shelter, Nesting, Roosting): Yes – The fruits are an important food source for birds and mammals, and the trees provide shelter through their dense foliage. Some species, especially cherries and plums, are known to support wildlife with both food and roosting/nesting sites. 3. Invertebrate Shelter (Overwintering sites, Leaf litter, Groundcover): Yes – Prunus species offer shelter for invertebrates, particularly in their rough bark and leaf litter. They also support beneficial insects by providing overwintering sites. 4. Pest Confuser (Smell): No – While Prunus species are fragrant when blooming, they are not known for emitting strong pest-repelling scents.
Verbreitung
Heimisch: Afghanistan, Albania, Algeria, Austria, Belarus, Belgium, Brussels-Capital Region, Bulgaria, Corse, Cyprus, Czechia-Slovakia, Denmark, England (England, Wales, Isle of Man, Scotland, Outer Hebrides, Orkney Isl., Shetland Isl., Isles of Scilly); Ireland (Ireland, Northern Ireland); Denmark; Norway; Sweden; Netherlands; Belgium; Luxembourg; Germany (Brandenburg, Berlin, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen); Switzerland; Liechtenstein; Austria; Poland; Czech Republic; Slovakia; Hungary; Portugal; Spain; Andorra; Baleares; France; Channel Isl. (Alderney, Guernsey, Jersey, Sark); Corsica; Sardinia; Italy; San Marino; Slovenia; Croatia; Bosnia & Hercegovina; Montenegro; Serbia; Kosovo; North Macedonia; Albania; Romania; Bulgaria; European Turkey; Greece (mountains of mainland, Kerkyra, Thasos, Samothraki; Estonia [I]; Latvia [I]; Lithuania [I]; Belarus; Moldova; Ukraine; Crimea; Morocco; Algeria; Tunisia; Libya; Madeira [I] (Madeira Isl. [I]); Kazakhstan [I]; Turkmenistan [I]; Tajikistan [I]; Northern Caucasus; Georgia [Caucasus]; Armenia; Azerbaijan; East Aegaean Isl. [I] (Lesvos [I], Chios [I], Ikaria [I], Patmos [I]); Turkey (Anatolia); Turkey (Inner Anatolia, N-Anatolia, NE-Anatolia, NW-Anatolia: Bithynia, WN-Anatolia); Iran (EC-Iran, N-Iran, W-Iran); Afghanistan [c]; Cyprus [I]; China [I] (Hebei [I], Jiangsu [I], Liaoning [I], Shandong [I]); South Korea [I]; Japan [I]; Pakistan [I]; India [c]; Myanmar [I]; Australia [I] (South Australia [I], New South Wales [I]); New Zealand [I]; Canada [I] (British Columbia [I], New Brunswick [I], Nova Scotia [I], Ontario [I], Québec [I]); USA [I] (California [I], Connecticut [I], District of Columbia [I], Delaware [I], Idaho [I], Illinois [I], Indiana [I], Kentucky [I], Massachusetts [I], Maryland [I], Maine [I], Michigan [I], Montana [I], North Carolina [I], New Hampshire [I], New Jersey [I], New York [I], Ohio [I], Oregon [I], Pennsylvania [I], Rhode Island [I], South Carolina [I], Tennessee [I], Utah [I], Virginia [I], Washington State [I], Wisconsin [I], West Virginia [I], Wyoming [I]); Argentina [I], Flanders, Flemish Region, France, Germany, Global, Great Britain, Greece, Hungary, Iran, Ireland, Italy, Krym, Libya, Morocco, NW. Balkan Pen., Netherlands, North America, North Caucasus, Norway, Poland, Portugal, Romania, Spain, Sweden, Switzerland, Transcaucasus, Tunisia, Türkiye, Türkiye-in-Europe, Ukraine
Eingeführt: AU, Arizona, Arkansas, Baleares, Baltic States, British Columbia, California, Central European Russia, Connecticut, Delaware, District of Columbia, East European Russia, East Himalaya, Finland, Idaho, Illinois, Indiana, Kazakhstan, Kentucky, Korea, Maine, Maryland, Massachusetts, Michigan, New Brunswick, New Hampshire, New Jersey, New Mexico, New South Wales, New York, New Zealand North, New Zealand South, North Carolina, Nova Scotia, Ohio, Ontario, Oregon, Pakistan, Pennsylvania, Rhode I., Sardegna, Sicilia, South Australia, South Carolina, South European Russia, Tadzhikistan, Tennessee, Turkmenistan, Utah, Victoria, Virginia, Washington, West Himalaya, West Virginia, Wyoming