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Cardy | Cynara cardunculus

Cardy

Botanischer Name: 
Cynara cardunculus
andere Namen: 
Kardone
andere Namen: 
Gemüseartischocke
andere Namen: 
Spanische Artischocke
Kann allergen wirken!
Kontraindikation: Verschluss der Gallenwege. Gallensteine
Ordnung: /
Unterfamilie:
Tribus:
Gattung: /
Art: Cynara cardunculus / Cardy
Kommt in Mitteleuropa wild bzw. ausgewildert vor: NEIN!
Südeuropa
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Cardy in Mischkultur mit Wein.

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Cardy bildet im 2. Standjahr nach dem Abblühen Jungpflanzen.

Bild 3: Cardy in Mischkultur mit Wein.
Bild 4: Cardy bildet im 2. Standjahr nach dem Abblühen Jungpflanzen.
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Bild 6: Cardy im Gewächshaus mit einer Mulchdecke aus Rohwolle.
Bild 7: In Mitteleuropa (noch) eine seltene Delikatesse: Cardystängel. Sie gedeihen eigentlich unproblematisch! Im Bild die Sorte 'Gobbo di Nizza'.

Cardy wird auch als "Kardone" bzw. sinnvoll als  „Spanische Artischocke" bzw. als "Gemüseartischocke" bezeichnet, denn Cardy ähnelt in Geschmack, gesundheitlichem Wert und Aussehen der Artischocke, mit der er auch denselben botanischen Namen teilt. Seine äußerst stachelige Stammform, die „Wilde Artischocke“, ist in Mittelmeerländern an geeigneten Stellen zu finden: sonnig, windgeschützt, nahrhafter Boden. 

Auch die heilenden Anwendungen gleichen jenen der Artischocke:

Blätter- und Blütenextrakte werden in Heilmitteln (Tee, Tinktur, Trockenextrakt) eingesetzt.

  • Der in den Blättern und Stängeln enthaltene Bitterstoff Cynarin fördert die Gallenausscheidung, verbessert dadurch die Fettverdauung und senkt - unterstützt durch Ballaststoffe und Polyphenole, die man durch das Verspeisen der Stängel zu sich nimmt - das Gesamtcholesterin und beugt Arteriosklerose vor.
  • Der Tee aus Blättern und Blüten wirkt fiebersenkend.
  • Ein Halsumschlag aus gekochten, stachellosen Blättern hilft bei Halsschmerzen.
  • Wie die Artischocke enthält die vitamin- und mineralienreiche Cardy statt Stärke Inulin (bis zu 12% des Frischgewichts) und ist somit auch Diabetikern zuträglich.

 

Doch es gibt Unterschiede zur Artischocke:

  • Cardy wird, was sich als sehr praktisch erweist, nur einjährig angebaut, denn das Kulturziel sind die langen, dicken Stängel der riesigen Blätter, die im ersten Jahr gebildet werden, und nicht, wie bei der Artischocke, die Blütenknospen.
  • Würde man Cardy länger kultivieren, würde er Blütenstängel bis zu einer Höhe von 2 m treiben, aber allgemein eine zartere Statur zeigen als seine nahe Verwandte, die Artischocke.
  • Selbstverständlich sind auch seine Knospen essbar, nur sind sie bedeutend kleiner und stacheliger als die der Artischocke. 

Hübsche Gemeinsamkeit der Geschwister:

  • Ihre Blüten sind frisch und getrocknet ein aparter Blumenschmuck.

 

Zu Aussaat von Cardy:

Cardy wird im Handel selten angeboten. Der eigene Anbau lohnt sich! - Suchen Sie sich einen Platz, der auch für Tomaten geeignet wäre und nichts wird schiefgehen! Ideal ist u. a. eine Ecke im Gewächshaus, wo er bis zum Verzehr bleiben kann. - In der Regel sind weder Läuse noch Schnecken an der Pflanze zu finden! :)

  • Cardy wird vorgezogen, und zwar wird er im Erstfrühling (anfangs April) unter Glas bei 20° ausgesät.
  • Es gibt neue, bitterstoffarme (!) Sorten, die nicht gebleicht werden müssen und
  • bitterstoffreiche, die erst angenehm schmecken und ein feines Wintergemüse abgeben, wenn sie gebleicht werden.

    Das Bleichen der bitterstoffreichen Sorten wird folgendermaßen durchgeführt:

    • Ab September für 2 Wochen die Pflanze, vom Boden aus beginnend, an mehreren Stellen zusammengebinden und mit Mulchfolie oder Jutesäcken umhüllen. Der oberste Schopf bleibt dabei frei, so dass die zusammengebundene Cardypflanze wie eine Palme im Garten steht.
    • Vor dem Frost gräbt man die zusammengebundene Pflanze aus und stellt sie zum Bleichen in einen dunklen, frostsicheren Raum.
    • Achtung: Die gebleichten Pflanzen müssen alsbald verwendet werden! Daher nacheinander nur nach Bedarf bleichen!
  • Cardy gedeiht auch in einem 20 l Kübel.
  • Cardy mag einen sonnigen, windgeschützten Platz mit nahrhafter Erde..

 

Kochtipps:

  • Je nach Sorte kann nur der Stängel verwendet werden, sonst auch nichtstachelige Teile der Blätter.
  • Stängel ähnlich dem Rhabarber schälen. dabei zieht man unproblematisch nur die groben Fasern, die auf der gebogenen Seite des Stängels längs verlaufen, ab. 
  • Vor dem Kochen den Cardy in beliebig große Stücke schneiden.
  • Nach einem Tipp von Paul Bocuse in mit Milch versetztem Wasser (1 : 3 bis 1 : 6), in das je eine Prise Salz und Pfeffer gestreut werden, sanft bis zur Bissfestigkeit kochen. Kochzeit: 1 cm breite Stücke 15 Minuten. Dabei entwickelt sich der feine Artischockengeschmack!
    • Die mehr oder weniger bittere Kochflüssigkeit kann getrunken werden. Sie schmeckt kalt besonders gut. 
  • Gekochter Cardy wird entweder allein oder gemischt als Gemüse oder Salat verzehrt. Er eignet sich auch besonders für Frittata, Gratin und Lasagne. Vorgekochte, größere Stücke lassen sich gut im Backteig frittieren.
  • Getrocknete Cardyblüten enthalten wie die Blüten der Kultur-Artischocke und die der „Wilden Artischocke“ ein Enzym, das die Milch gerinnen lässt. Sie werden wird wie Lab, das jedoch aus tierischen Substanzen gewonnen wird, zur Käseherstellung verwendet.
Essbare Pflanzenteile:
Knospen
Essbare Pflanzenteile:
Stängel
Essbare Pflanzenteile:
Blätter
Geschmack:
bitter leicht
Geschmack:
herzhaft nussig
Geschmack:
bitter aromatisch
Sättigungswert:
Gut
Sättigungswert:
Gering
Aussehen

Blütenfarbe

  • purpur
    purpur
VERWECHSUNGSMÖGLICHKEIT MIT GIFTIGER PFLANZE
VERWECHSUNGSMÖGLICHKEIT MIT ESSBARER PFLANZE
Kultivierung
Vermehrung
  • Samen
Lichtanspruch
  • Sonnig
Wasserbedarf
  • Braucht regelmäßig Wasser, sobald die Erde fühlbar abgetrocknet ist.
Bevorzugte Erde
  • nährstoffreich
  • neutral
  • humos
  • durchlässig
Winterhärte
  • +4°C
Reihenabstand
  • 100 cm
Saattiefe
  • 2 cm

Zehrer
  • Starkzehrer
Lebenszyklus
  • ausdauernd
Kultivierungseigenschaft
  • rasch wachsend
  • kaum Befall mit Schädlingen
Pflegeanforderungen
  • braucht eher viel Pflege
Sorten
'Bianca Avorio'

Italienische Spezialität, weiße Stiele, sehr schmackhaftes Gemüse, unkompliziert. Ist etwa 14 Tage früher reif als andere Sorten.

'Cardon argente épineux de Plainpalais'

Bestachelte, sehr schmackhafte Sorte. Wird in der Schweiz, Nähe Genf, viel angebaut.

'Cardon Blanc Amelioré'

Hat so gut wie keine Stacheln, ist fleischig, haltbar, leicht zu bleichen. Kann als Salatbeigabe auch roh gegessen werden.

'Gobbo di Nizza'

Unbestachelt, breite silberweiße Stiele mit wenig Fäden,. Kann auch roh gegessen werden.

Gesundheit
Wirkung

laut Schulmedizin:

, Blätter
, Blätter
, Blätter
, Blätter

laut Volksheilkunde:

, Blätter
, Blätter
, Stängel
, Blätter
, Stängel
, Stängel

laut Homöopathie:

, Blätter
, Blätter
, Blätter
Wann Cardy pflanzen oder säen?
Hier finden Sie einen praktischen Pflanzkalender mit den richtigen Terminen und Pflegeanweisungen.

Erstfrühling / April

Aussaat unter Glas Temperatur: 20° - 25°

Vollfrühling / Mai

Jungpflanzen auspflanzen
Nach dem 15. Mai
Jungpflanzen abhärten
Spätsommer
August
  • Blätter, gekocht essbar, bitter aromatisch, Nährwert: Gering
Frühherbst
September
  • Stängel, gekocht essbar, bitter leicht
Vollherbst
Oktober
  • Stängel, gekocht essbar, bitter leicht
Spätherbst
November
  • Stängel, gekocht essbar, bitter leicht
Winter
Dezember, Jänner; Februar
  • Stängel, gekocht essbar, bitter leicht