Zichorie & Chicorée

Cichorium intybus var. sativum & Cichorium intybus var. foliosum · auch: Chicorée

© Fotoautor: Rasbak
5 Fotos

Beschreibung

Die grünen Blätter der Zichorienpflanze schmecken bitter. Sie sind aber nicht das alleinige Kulturziel, sondern auch die knackigen Sprosse oder die dicke Wurzel werden gewünscht. Alle Pflanzenteile, besonders die Wurzel, sind inulinhaltig und somit für Diabetiker besonders empfehlenswert.

 

Es wurden unterschiedliche Sorten entwickelt:

  • für die Ernte der Wurzel - Kaffee-Zichorie - Chicorium intybus var. sativum
  • für die Ernte der Sprosse - Treib-Zichorie (Chicorée) - Chicorium intybus var. foliosum
  • für die Ernte der Blätter - verschiedene Blatt-Zichorien wie Zuckerhut, Schnittzichorie, Radicchio, Catalogna - Chicorium intybus var. foliosum

 

Erläuterung

ab Mitte April bis Mitte Mai, damit die Wurzeln stark werden

Portrait

  1. Wurzelzichorie: 
    Chicorium intybus var. sativum

    KAFFEE 


    Auf der Suche nach Kaffee-Ersatz stieß man bereits im 16. Jh. neben den inulinhaltigen Löwenzahnwurzeln auf die ebenfalls inulinhaltigen Wurzel der gesunden Wegwarte. Sie wurde daraufhin in Gärten kultiviert.Durch Auslesverfahren entstanden Sorten mit besonders dicken Wurzeln, die ‚Wurzelzichorien’. Im deutschsprachigen Raum bekannt als ‚Kaffeezichorie’, die mit einem besonders langen Messer ausgestochen wurde und nicht nur für Kaffee, sondern auch als sättigendes Wurzelgemüse, das allenfalls durch Wässern entbittert wurde, verwendet. 

Für einen Hauskaffee wurde die zerkleinerte Zichorienwurzel geröstet und oft mit gemälzter Gerste, gerösteten Eicheln, Erdmandeln, Samen von Süßlupinen, Löwenzahnwurzeln und Feigen vermengt, mit kaltem Wasser aufgestellt, kurz gekocht, abgeseiht und schwarz oder mit Milch und Zucker getrunken. Die darin enthaltenen Bitterstoffe wirken sanft belebend, regen die Verdauungssäfte an und helfen mit, einen erhöhten Cholesterinspiegel zu senken.
Noch heute ist die Zichorienwurzel Bestandteil von handelüblichen Landkaffeemischungen!

 

2.  Treibzichorie
    
Chicorium intybus var. foliosum
 

CHICORÉE


Durch Zufall, Neugierde und dem Mut, etwas Unbekanntes zu kosten, entdeckte man, dass die Neutriebe von geernteten, für die Bevorratung entlaubten und dunkel gelagerten Kaffeezichorien knackig und mild, nur mit einem gewünschten Anflug von Bitterkeit, schmecken.
Die Stunde der Treib-Chicorée hat geschlagen! Samen von Wurzelzichorien, die besonders kräftige Sprosse trieben, wurden ausgelesen, aus denen im 19. Jh. die Sorte ‚Witloof’ hervorging. Noch heute wird sie zur Treiberei von Chicorée verwendet!

Andere Namen

WurzelzichorieKaffee-ZichorieTreibzichorieChicorée

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeErsatzpflanzeGenussmittelpflanzeHeilpflanzeBachblüteTeepflanzeNahrungspflanzeGemüse und Salat BlattgemüseSprossengemüseVerzehrtauglichkeit AnkeimenGenussnahrungKochenLagernRohkoströstenTrocknenNützlingspflanze Pflanzen- und SamenhandelAnbaueignungAckerpflanzealte KulturpflanzeBalkongartenBauerngartenpflanzeBienenweideGartenKübelpflanzeleicht zu ziehenWochenendgartenGenusspflanzeZierpflanze
Vorkommen LebensraumGärtenVerbreitungEuropa
Blütenfarbe blau
Blütezeit Hochsommer | Juli
Wuchsform krautige Pflanze / Staude

Aussaat & Pflege

first spring

Samen

winter

Wurzel

Nachbarn im Garten

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Rezepte mit dieser Pflanze

Steckbrief

Familie
Asteraceae
Gattung
Cichorium
Ordnung
Asterales
Klasse
Magnoliopsida

Verbreitung

Heimisch: DK, NO, cultivated Eingeführt: SE
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren