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Echter Beinwell | Symphytum officinale

Echter Beinwell

Botanischer Name: 
Symphytum officinale
andere Namen: 
Beinwell
andere Namen: 
Arznei-Beinwell
andere Namen: 
Wallwurz
andere Namen: 
Beinwurz
andere Namen: 
Bienenkraut
andere Namen: 
Hasenbrot
andere Namen: 
Himmelsbrot
andere Namen: 
Honigblum
andere Namen: 
Soldatenwurz
andere Namen: 
Speckwurz
andere Namen: 
Schadheilwurzel
andere Namen: 
Kuchenkraut
andere Namen: 
Milchwurz
andere Namen: 
Komfrei
Unterfamilie:
Tribus:
Gattung: /
Art: Symphytum officinale / Echter Beinwell
Kommt in Mitteleuropa wild bzw. ausgewildert vor: JA!
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Heilsame Beinwellwurzel, Mitte November frisch gegraben.

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Blühender Echter Beinwell vergesellschaftet mit Ackerschachtelhalm: Beide sind sie hilfreich bei Gelenks-, Bandscheiben- , Knochenbeschwerden und stumpfen Verletzungen: Beinwell äußerlich, Ackerschachtelhalm innerlich anwenden.

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Echter Beinwell Anfang Juni.

Bild 1: Der Echte Beinwell (Symphytum officinale), auch Arznei-Beinwell genannt, blüht violett, aber auch purpurfarben oder gelblich-weiß.
Bild 2: Heilsame Beinwellwurzel, Mitte November frisch gegraben.
Bild 3: Blühender Echter Beinwell vergesellschaftet mit Ackerschachtelhalm: Beide sind sie hilfreich bei Gelenks-, Bandscheiben- , Knochenbeschwerden und stumpfen Verletzungen: Beinwell äußerlich, Ackerschachtelhalm innerlich anwenden.
Bild 4: Echter Beinwell Anfang Juni.
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Bild 5: Kurzrüsselige Hummeln durchlöchern den Blütenboden, um direkt an den Nektar zu kommen. Langrüsselige bestäuben den Beinwell, indem sie den Nektar auf korrektem Weg schlürfen können.
Bild 6: Veränderliche Krabbenspinne auf dem typischen Blütenstand des Echten Beinwells, dem "Wickel". Die Löcher in den Blüten sind nicht ihr Werk, sondern das von Hummeln!
Bild 7: Schon wieder so ein hungriger kleiner Teufel! ;)
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    Blätterschopfe des Echten Beinwells auf einer Wiese.

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    Beinwell liebt feuchte Standorte.

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    Beinwell, Mitte November. Zeit zum Wurzelgraben.

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    Grabung am 26. November

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    Ein Prachtstück! Ein Zündholz liegt als Größenvergleich daneben.

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    Gereinigte Beinwellwurzel. Zum Trocknen werden große Wurzeln längs geteilt. Das Foto zeigt eine gereinigte, frisch angeschnittene Beinwellwurzel: schwarze Haut, weißes Inneres.

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    Gereinigte Beinwellwurzel. An der Luft verfärbt sich das Weiß schnell in Hellbraun.

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    Getrocknete Beinwellwurzel.

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    Ein naher Verwandter des Echten Beinwells: Knoten-Beinwell

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    Der Knoten-Beinwell liebt warmes Klima.

Der Echte Beinwell (Symphytum officinale), der lila, blau oder weiß blüht, gedeiht gut auf leicht feuchtem, lehmigen Boden. Er besitzt zungenförmige, große Blätter und wurzelt bis zu 1,8 m tief! Er wird bereits seit alter Zeit als Heilkraut verwendet, auch Culpeper schätzte ihn sehr. 

Beinwellsalben galten über Jahrhunderte Dank des in ihnen enthaltenen Allantoins als beste Heilsalben.

Erst in letzter Zeit ist Beinwell durch seine Pyrrolizidinalkaloide, die er in geringen Mengen enthält, in Verruf geraten. Sie wirkten in Versuchen als Einzelsubstanz in hoher Dosierung und innerlich angewendet leberschädigend und krebsauslösend. Bei der Beinwellsalbe allerdings wird die Gesamtheit der Inhaltsstoffe verwendet und sie wird äußerlich angewendet! 

Trotzdem: Beinwellsalbe ist keine Pflegecreme, sondern eine Heilsalbe, die wie eine solche zeitlich begrenzt (max. ca. 4 Wochen) angewendet werden sollte. Hier finden Sie das Rezept dazu! - Nicht angewendet werden sollte sie vorsichtshalber bei Schwangeren und Kindern unter 2 Jahren.

 

Wirkungen und Anwendungsgebiete des Beinwells:

Beinwell beschleunigt durch seinen heilenden Inhaltsstoff Allantoin  den Zellaufbau (Allantoin wird aus diesem Grund auch in der Kosmetik benützt), zudem wirken seine GerbstoffeSchleimstoffe (Fructane) und Saponine entzündungshemmend und abschwellend. 

  • Schulmedizinisch wird die getrocknete Wurzel von Beinwell-Zuchtsorten in Form von Fertigarzneimittel verwendet bei  

Prellungen

Zerrungen

Verstauchungen

Gelenksarthritis

Sehnenscheidenentzündung

Tennisellenbogen ( "Golferellenbogen")
 

  • Die Volksmedizin verwendet den Beinwell (Blätter, aber vor allem die Wurzel, frisch vermust direkt aufgelegt oder als Beinwellsalbe) zusätzlich bei

Wunden

aufgegangenen Geschwüren

Bandscheibenproblemen

Knochenbrüchen

Gichtknoten

Phantomschmerzen

Narbenpflege

TIPPS:

  • Zubereitungen, die Allantoin enthalten, nicht in Metallgefäßen lagern. Metall kann eine katalytische Zersetzung auslösen.
  • "Comfrey, Bocking No.14", eine auf höchsten Allantoingehalt ausgelesene Kreuzung verschiedener Beinwellarten, ist eine sinnvolle  Alternative zum wilden Echten Beinwell, der auch leicht im Garten gehalten werden kann.  Achtung: Als Gartenpflanze neigen alle Beinwellarten zum Wuchern! Beinwell wird am leichtesten über Wurzelstücke vermehrt. Des einen Freud, des anderen Leid: Er lässt sich dadurch schwer ausrotten! Jedes in der Erde verbliebene Wurzelstückchen treibt wieder aus.
  • Auch die Blätter des Beinwells können kleingeschnitten zur Salbenzubereitung verwendet werden.
  • Für die Salbenzubereitung kann auch getrockneter Beinwell verwendet werden, denn das heilsame Allantoin, allerdings auch die Pyrrilizidin-Alkaloide, werden vom Trocknungsvorgang nicht beeinträchtigt.
  • Beinwell ist in weiten Bereichen eine gute Alternative zur Arnika
  • Eine ursprüngliche und sehr einfache Beinwell-Salbenherstellung kann durch Ausziehen der Wurzeln in Fett (Schweineschmalz, Butterfett oder Kokosfett) bewerkstelligt werden.
  • Feuchter Boden erleichtert das Ernten von Beinwellwurzeln. Also nach einem Regentag ausgraben!
Empfohlener Artikel zur Pflanze
Essbare Pflanzenteile:
Wurzel
Essbare Pflanzenteile:
Blätter
Essbare Pflanzenteile:
Blüten
Geschmack:
herzhaft gurkenähnlich
Geschmack:
salzig schleimig
Sättigungswert:
Gut
Aussehen

Blütenfarbe

  • weiß
    weiß
  • violett
    violett
  • purpur
    purpur

Blütenstand

  • Wickel

Wuchshöhe

  • bis 1 m

Blattansatz am Stängel

  • herablaufend / dekurrent

Stängel

  • aufsteigend

Unterirdische Pflanzenteile

  • Pflahlwurzler
  • Rhizome
  • Tiefwurzler

Blattadern

  • netznervig

Blattform

  • lanzettlich / lanzeolat
    lanzettlich / lanzeolat

Konsistenz des Blattes

  • steif

Blattrand

  • ganzrandig
VERWECHSUNGSMÖGLICHKEIT MIT GIFTIGER PFLANZE
VERWECHSUNGSMÖGLICHKEIT MIT ESSBARER PFLANZE
Kultivierung
Befruchtung
  • Fremdbefruchtung (Insekten)
  • Selbstbefruchtung
Vermehrung
  • Ausläufer / Stolonen
  • Teilung / Stockteilung
  • Selbstaussaat bei zusagenden Bedingungen
  • Rhizomteilung
Lichtanspruch
  • Halbschattig
  • Sonnig
Wasserbedarf
  • Braucht regelmäßig Wasser, sobald die Erde fühlbar abgetrocknet ist.
Bevorzugte Erde
  • feuchter bis nass
  • lehmig
  • tiefgründig
  • nahrhaft
  • leicht kalkhaltig
Winterhärte
  • -29°C
Zehrer
  • Mittelzehrer
Lebenszyklus
  • ausdauernd
Kultivierungseigenschaft
  • schneckenresistent
  • unkompliziert
  • laufend zu beernten
  • rasch wachsend
  • kaum Befall mit Schädlingen
Pflegeanforderungen
  • einfache Pflege
Sorten
Beinwell (Wilder Comfrey)

Mitteleuropäische, sehr winterharte Sorte mit rosa und violetten Blüten. Der wund- und knochenheilende Wirkstoff "Allantoin" ist in all seinen Pflanzenteilen enthalten, am meisten jedoch in seiner fleischigen Wurzel. Beschränkte Essbarkeit, denn er enthält wie alle Beinwellsorten Pyrrolizidinalkaloide. Eignet sich im Garten gut für Düngerbrühen, Gründüngung und Kompostbeigabe.

Comfrey, Bocking No. 4

Eine wohlschmeckende, winterharte amerikanische Zuchtform mit hohem Eiweißgehalt.

Comfrey, Bocking No.14

Eine winterharte kanadische Züchtung mit laut Literatur "höchsten Allantoingehalt" der Beinwellarten und -sorten und daher für Heilzwecke sehr gut geeignet. Hohe Blattmasse als Gründüngungspflanze und Kompostbeigabe.

Gesundheit
Wann Echter Beinwell pflanzen oder säen?
Hier finden Sie einen praktischen Pflanzkalender mit den richtigen Terminen und Pflegeanweisungen.

Vollfrühling / Mai

Jungpflanzen auspflanzen

Frühsommer / Anfang Juni bis dritte Juni Woche

Wurzel auspflanzen
Stücke von dünnen Wurzeln einpflanzen.
Vorfrühling
März
  • Wurzel, essbar, salzig schleimig

    Geschmack erinnert an Schwarzwurzel. Geröstet als Kaffeeersatz.
    Als Salbe und Breiumschlag bei Knochenbrüchen und zur Wundheilung, Hauptwirkstoff Allantonin. Äußerlich bei Sportverletzungen anwendbar.

  • Blätter, schwach giftig, herzhaft gurkenähnlich

    Roh empfehlen sich die Jungtriebe, Ältere Blätter gekocht verwenden.
    Inhaltsstoff Pyrrolizidin-Alkaloide mach die Pflanze schwach giftig, kann trotzdem gelegentlich verwendet werden.

Erstfrühling
April
  • Wurzel, essbar, salzig schleimig

    Geschmack erinnert an Schwarzwurzel. Geröstet als Kaffeeersatz.
    Als Salbe und Breiumschlag bei Knochenbrüchen und zur Wundheilung, Hauptwirkstoff Allantonin. Äußerlich bei Sportverletzungen anwendbar.

  • Blätter, schwach giftig, herzhaft gurkenähnlich

    Roh empfehlen sich die Jungtriebe, Ältere Blätter gekocht verwenden.
    Inhaltsstoff Pyrrolizidin-Alkaloide mach die Pflanze schwach giftig, kann trotzdem gelegentlich verwendet werden.

Vollfrühling
Mai
  • Blätter, schwach giftig, herzhaft gurkenähnlich

    Roh empfehlen sich die Jungtriebe, Ältere Blätter gekocht verwenden.
    Inhaltsstoff Pyrrolizidin-Alkaloide mach die Pflanze schwach giftig, kann trotzdem gelegentlich verwendet werden.

  • Blüten, essbar

    Hauptsächlich für Dekorationszwecke.

Frühsommer
Juni
  • Blüten, essbar

    Hauptsächlich für Dekorationszwecke.

Hochsommer
Juli
  • Blüten, essbar

    Hauptsächlich für Dekorationszwecke.

Vollherbst
Oktober
  • Wurzel, essbar, salzig schleimig

    Geschmack erinnert an Schwarzwurzel. Geröstet als Kaffeeersatz.
    Als Salbe und Breiumschlag bei Knochenbrüchen und zur Wundheilung, Hauptwirkstoff Allantonin. Äußerlich bei Sportverletzungen anwendbar.

Spätherbst
November
  • Wurzel, essbar, salzig schleimig

    Geschmack erinnert an Schwarzwurzel. Geröstet als Kaffeeersatz.
    Als Salbe und Breiumschlag bei Knochenbrüchen und zur Wundheilung, Hauptwirkstoff Allantonin. Äußerlich bei Sportverletzungen anwendbar.

Winter
Dezember, Jänner; Februar
  • Wurzel, essbar, salzig schleimig

    Geschmack erinnert an Schwarzwurzel. Geröstet als Kaffeeersatz.
    Als Salbe und Breiumschlag bei Knochenbrüchen und zur Wundheilung, Hauptwirkstoff Allantonin. Äußerlich bei Sportverletzungen anwendbar.