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Knollenfenchel | Foeniculum vulgare Mill. var. azoricum (Mill.) Thell.

Knollenfenchel

Botanischer Name: 
Foeniculum vulgare Mill. var. azoricum (Mill.) Thell.
andere Namen: 
Gemüsefenchel
Kann allergen wirken!
Unterfamilie:
Tribus:
Gattung:
Art: Foeniculum vulgare Mill. var. azoricum (Mill.) Thell. / Knollenfenchel
Kommt in Mitteleuropa wild bzw. ausgewildert vor: JA!
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An diesem ausgewilderten Knollenfenchel sind die verdickten Blattstiele gut erkennbar.

Bild 1: Knollenfenchel, wie wir ihn lieben: Weiße, feste, süßlich aromatische Knolle und würziges Laub!
Bild 2: An diesem ausgewilderten Knollenfenchel sind die verdickten Blattstiele gut erkennbar.

Fenchel (Foeniculum vulgare) stammt aus dem Mittelmeerraum, wo er bereits seit der Antike als Heil-, Gewürz- und Gemüsepflanze kultiviert wird. Dementsprechend entwickelten sich drei Varietäten:

  • Wilder Fenchel bzw.  Bitterfenchel, Gewöhnlicher Fenchel(Foeniculum vulgare subsp. vulgare var. vulgare)
  • Gewürzfenchel bzw. Süßfenchel (Foeniculum vulgare subsp. vulgare var. dulce)
  • Gemüsefenchel bzw. Knollenfenchel (Foeniculum vulgare subsp. vulgare var. azoricum)

Gemeinsam ist ihnen neben der gelben, duftenden Doldenblüte das zarte, zerteilte und würzende Laub und, in unterschiedlicher Stärke, die krampflösende, aufhellende, beruhigende und verdauungsfreundliche Wirkung.

Auch lieben sie ihrer Heimat entsprechend einen warmen Standort, einen sonnigen Spätsommer und einen nicht zu trockenen, nährstoffreichen, leicht kalkigen, sandigen Lehm- oder Lössboden.

Unter diesen Bedingungen gedeiht der Knollenfenchel auch in Mitteleuropa gut und bildet im Gegensatz zu den beiden anderen Fenchelarten eine saftige, süßlich aromatische Knolle, die durch ihr Aroma die verwandtschaftliche Nähe zum Anis verrät. Der kalorienleichte Knollenfenchel ist zudem reich an Vitamin A und C sowie an Ballaststoffen und den Mineralstoffen Kalium, Magnesium und Eisen. Weiters punktet er mit leichter Verdaulichkeit.

• Seine zwiebelartig verdickten Blattscheiden und Blattstiele werden gedünstet als bekömmliches, etwas süßliches Gemüse oder roh als Salat gerne gegessen.

• Sein Laub wird roh über Salate und Gemüsegerichte gestreut. Durch Kochen würde es sein Aroma verlieren.

Bereits im frühen Mittelalter war der Knollenfenchel in Mitteleuropa kein Unbekannter mehr: Hildegard von Bingen schätzte den Fenchel, und zwar die Fenchelfrüchte (Samen) genauso wie die Fenchelknolle. Er zählte für sie neben Dinkel und Kastanie zu den angenehmsten Nahrungs- und Heilmitteln. „Wie auch immer er gegessen wird, macht er den Menschen fröhlich und vermittelt ihm angenehme Wärme und guten Schweiß und eine gute Verdauung.“ (Physica, Causae et Curae). 

Empfohlener Artikel zur Pflanze
Essbare Pflanzenteile:
Blätter
Essbare Pflanzenteile:
Knolle
Essbare Pflanzenteile:
alle oberirdischen Teile
Geschmack:
herzhaft anisähnlich
Sättigungswert:
Mittel
Sättigungswert:
Gering
Aussehen
VERWECHSUNGSMÖGLICHKEIT MIT GIFTIGER PFLANZE
VERWECHSUNGSMÖGLICHKEIT MIT ESSBARER PFLANZE
Kultivierung
Befruchtung
  • Fremdbefruchtung (Insekten)
Vermehrung
  • Samen
Lichtanspruch
  • Sonnig
Wasserbedarf
  • Braucht regelmäßig Wasser, sobald die Erde fühlbar abgetrocknet ist.
Bevorzugte Erde
  • humusreich
  • lehmig
  • sandig
  • gut durchfeuchtet
  • leicht kalkhaltig
Winterhärte
  • -5°C
Reihenabstand
  • 40 cm
Saattiefe
  • 2 cm

Zehrer
  • Mittelzehrer
  • Starkzehrer
Lebenszyklus
  • einjährig
  • zweijährig
Erste Ernte nach
  • 14 Wochen
Anbaupause
  • 3 Jahre
Kultivierungseigenschaft
  • gut lagerfähig
  • kaum Befall mit Schädlingen
  • Muss verpflanzt werden
Pflegeanforderungen
  • braucht Pflege
Gesundheit
Wirkung

laut Volksheilkunde:

, Knolle
Ein Nebeneffekt der Ballaststoffe!

laut Hildegardmedizin:

Wann Knollenfenchel pflanzen oder säen?
Hier finden Sie einen praktischen Pflanzkalender mit den richtigen Terminen und Pflegeanweisungen.

Vollfrühling / Mai

Samen säen
Schossfeste Sorten nehmen! Keimtemperatur 20° - 22°C

Spätsommer / Anfang August bis Ende August

Jungpflanzen pflanzen
Bis spätestens Mitte August pflanzen.

Vollherbst / Ende September bis Mitte Oktober

Alle oberirdischen Teile ernten
Traditioneller Erntetag ist der Miachaelitag, der 29. Sptember

Spätherbst / Mitte Oktober bis Ende November

Knolle schützen
durch Laub.
Knolle lagern
im kühlen Einschlag bis zu 2 Monate haltbar.
Spätsommer
August
  • Blätter, roh essbar, herzhaft anisähnlich, Nährwert: Gering
Frühherbst
September
  • Blätter, roh essbar, herzhaft anisähnlich, Nährwert: Gering
Vollherbst
Oktober
  • Blätter, roh essbar, herzhaft anisähnlich, Nährwert: Gering
Spätherbst
November
  • Knolle, roh essbar, herzhaft anisähnlich, Nährwert: Mittel