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Spargel | Asparagus officinalis

Spargel

Botanischer Name: 
Asparagus officinalis
andere Namen: 
Grünspargel
andere Namen: 
Weißspargel
andere Namen: 
Weißer Spargel
andere Namen: 
Bleichspargel
andere Namen: 
Wilder Spargel
Kontaktallergien sind möglich!
Keine Durchspülungstherapie bei krankheitsbedingten Ödemen!

Keine Durchspülungstherapie bei Ödemen infolge eingeschränkter Herz- und Nierenfunktion.

Gattung: /
Art: Asparagus officinalis / Spargel
Kommt in Mitteleuropa wild bzw. ausgewildert vor: JA!
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Alle Spargelsorten lieben einen sonnigen Platz mit lehmig-sandigem Boden ohne Staunässe. Das Foto zeigt einen Grünspargel.

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Auch die dünneren Grünspargelstangen ab dem 3. Jahr ernten. Sie schmecken fein!

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Bleichspargel wird unterhalb der Erde geerntet, liefert dickere Stangen, muss geschält werden und ist, was den Vitamingehalt betrifft, dem Grünspargel unterlegen.

Bild 1: Das Foto zeigt eine Grünspargelpflanze im 3. Jahr. Es lohnt sich, Grünspargel in den Garten zu pflanzen. Man erntet von dieser pflegeleichten Pflanze 10 Jahre lang knackige, vitaminreiche Stangen, die nicht oder nur im untersten Teil geschält werden. Kann auch frisch vom Beet weg genascht werden!
Bild 2: Alle Spargelsorten lieben einen sonnigen Platz mit lehmig-sandigem Boden ohne Staunässe. Das Foto zeigt einen Grünspargel.
Bild 3: Auch die dünneren Grünspargelstangen ab dem 3. Jahr ernten. Sie schmecken fein!
Bild 4: Bleichspargel wird unterhalb der Erde geerntet, liefert dickere Stangen, muss geschält werden und ist, was den Vitamingehalt betrifft, dem Grünspargel unterlegen.
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Bild 5: Ab dem 24. Juni (Johannistag, Mittsommernacht) werden die Stangen nicht mehr geerntet. Die Pflanze entwickelt nun ihr Spargellaub, um kräftig zu bleiben, schenkt uns aber ab und zu ein Zweiglein als Beiwerk zum Sommerblumenstrauß!
Bild 6: Spargelblüte
Bild 7: Wildspargel im Oktober auf einem brandgerodeten Steilhang in Italien. Seine Sprosse werden im März als Delikatesse gesucht.
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    Auch der Wildspargel bildet Dornen aus und zeigt an der Stängelbasis schuppenförmige, angedrückte bräunliche Blätter.

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    Wildspargel mit unreifen Früchten.

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    Dieser italienische Wildspargel hat Samen angesetzt.

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    Auch der Grünspargel eines Gartens in Nordtirol trägt Samen. Er kann zur Vermehrung verwendet werden.

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    Spargelsamen gleich nach der Reife, also anfangs November, im Garten aussäen und mit 1 cm Erde bedecken. Die Saat verbleibt auch den Winter über im Garten.

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    Im darauffolgendem Frühjahr sprießen die noch zarten Spargelpflänzchen mit zeitlichen Verzögerungen aus der Erde. Das Foto wurde am 21. Mai aufgenommen.

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    Erst in ihrem 4. Lebensjahr werden sie beerntet. Dieses Foto stammt vom 7. Juni.

Und „alle Welt“ wartet im Frühjahr auf die köstlichen Spargelspeisen!

"Veronika, der Lenz ist da, die Mädchen singen Tralala,

die ganze Welt ist wie verhext,Veronika, der Spargel wächst,

ach Du Veronika, die Welt ist grün …" (Comedian Harmonists)

Ja, der Spargel ist vorallem im Frühling interessant, wenn die Welt wieder grün wird, denn da dürfen seine saftigen Sprosse geerntet werden: beim Weißen Spargel (= Bleichspargel) die gebleichten, von Erde abgedeckten, beim Grünen die oberirdischen. Mancher Spross wird roh verkostet, die meisten landen jedoch in gegarten, delikaten Zubereitungen als Stangen oder Stücke auf dem Teller. Bis zum 24. Juni. Ab diesem Zeitpunkt benötigt die Spargelpflanze ihre Triebe selbst für eine kräftigende Photosynthese.  

 

Wirkungen von Spargel

  • Ob roh oder gekocht, grün oder weiß: Spargel pur hat wenig Kalorien, schmeckt und hat durch seine Inhaltsstoffe positive Wirkungen auf den Körper: Er ist harntreibend und kurbelt die Wasserausscheidung („Entschlackung“) an, spült die Nieren. Vor allem dann, wenn ausreichend getrunken wird, einschließlich des würzigen Spargelsuds! Die Entstehung von Nieren- und Blasensteinen hat dann wenig Chance!
  • Der etwas eigenartige Geruch bei der Wasserausscheidung nach einer Spargelmahlzeit ist übrigens harmlos. Er stammt vom Asparagin des Spargels, einer nicht-essentiellen Aminosäure.
  • Die Wirkungen des Spargels, die in der S p a r g e l w u r z e l verstärkt vorhanden sind, macht sich die Pflanzenheilkunde zunutze. Sie empfiehlt das Pulver des Spargelwurzelstocks, der im Herbst gegraben wird, zur Durchspülungsbehandlung bei Entzündungen des Harntraktes und zur Prävention von Nieren- und Blasensteinen. Für jene, die nicht selber graben: In der Apotheke gibt es standardisierte Fertigpräparate mit Spargelwurzel in Form von Pillen.
  • Menschen allerdings, die unter Ödemen infolge von Herzschwäche oder einer ernsthaften Nierenerkrankung bzw. unter Nierensteinen leiden, wird von Spargelpräparaten in der Selbstmedikation abgeraten.
  • In seltenen Fällen ist eine Spargelkontaktallergie möglich.
  • Dienen die saftigen Spargelsprosse als ungiftige Lebensmittel, sind nach einem Verzehr einer größeren Anzahl von Beeren Magen- und Darmbeschwerden möglich. Dazu in „Giftpflanzen – Pflanzengifte“ Seite 154: „ Nach Weilemann werden die Beeren und Blätter vorwiegend von Eineinhalb- bis Vierjährigen gegessen. In 10% aller Fälle wurden Magen- und Darmbeschwerden beobachtet, die aber meist harmlos waren und nur in Ausnahmefällen behandelt werden mussten.“

Allgemeines zum Anbau von Grünspargel im Garten

  • Wenn er einmal gepflanzt ist, wächst Grünspargel problemlos. Die Wurzel des Grünspargels ist nämlich sehr gut winterhart, und Anbau und Ernte von Grünspargel sind weniger aufwendig als der des Bleichspargels! Natürlich ist das gärtnerische Ziel, eigene Spargelstangen ernten zu können, aber auch das zarte Laub ist sowohl im Garten als auch in dem einen oder anderen Blumenstrauß ausgesprochen dekorativ.
  • Vor der Anlage eines Spargelbeetes muss man jedoch bedenken, dass so ein Beet durch den nötigen Abstand der Spargelpflanzen in der Reihe von mindestens 40 cm eine gewisse Länge beansprucht. Außerdem ist es eine gründliche Bodenvorbereitung erforderlich, denn es wird bis zu 10 Jahren beerntet. Und solange sollten die Pflanzen auch im Beet verbleiben dürfen.
  • Es benötigt einen sonnigen Standort mit tiefgelockerter, nahrhafter, etwas sandiger Erde ohne Staunässe! Ein pH- Wert zwischen 5,5 und 6 ist optimal.
  • Genaue Pflanz- und Pflegeanweisungen sind im wildfind-Pflanzkalender am Ende dieser Seite zu entdecken!

 

Zum Thema „Wilder Spargel“
Mit „Wilder Spargel“ werden verschiedene Pflanzenarten bezeichnet, die sich in Aussehen und Geschmack unterscheiden, aber gleich wie Gemüse-Spargel zubereitet und als Wildgemüse verzehrt werden können:

  • Da ist einmal der echte „Wildspargel“ (Asparagus officinialis) alias „Wilder Spargel“, die Wildform unseres Gemüse-Spargels . Er sieht wie dünner Grünspargel aussieht und schmeckt ähnlich wie dieser.
  • Die an Marktständen unter der offiziellen Handelsbezeichnung „Wilder Spargel“ angebotene essbare Pflanze, die einer überdimensionierten grünen Getreideähre ähnelt, ist der knospende Blütenstängel des in Frankreich häufig kultivierten Pyrenäen-Milchsterns, (Ornithogalum pyrenaicum),  eine Zwiebelpflanze mit den weiteren deutschen Namen „Waldspargel“, „Preußischer Spargel“ oder französisch „Aspergette des bois“. 
  • Kenner nehmen auch die Sprosse des Waldgeißbarts (Aruncus dioicus), eine mitteleuropäischen Waldstaude, als „Wildspargel“ bzw. „Waldspargel“.
  • Gelegentlich werden die jungen Triebe des Hopfens (Humulus lupulus) wie Spargel zubereitet und als „Wildspargel“ bezeichnet.
Empfohlener Artikel zur Pflanze
Essbare Pflanzenteile:
Samen
Essbare Pflanzenteile:
Wurzel
Essbare Pflanzenteile:
Spross
Geschmack:
herzhaft feinwürzig
Geschmack:
süßlich fad
Sättigungswert:
Gering
Sättigungswert:
Mittel
Aussehen

Blütenfarbe

  • gelb
    gelb
VERWECHSUNGSMÖGLICHKEIT MIT GIFTIGER PFLANZE
VERWECHSUNGSMÖGLICHKEIT MIT ESSBARER PFLANZE
Kultivierung
Befruchtung
  • Fremdbefruchtung (Insekten)
Vermehrung
  • Samen
Lichtanspruch
  • Sonnig
Wasserbedarf
  • Kommt mit Durststrecken gut zurecht.
Bevorzugte Erde
  • neutral
  • sandig
  • humos
  • nahrhaft
Winterhärte
  • -23°C
Reihenabstand
  • 50 cm
Pflanztiefe
  • 10 cm
Zehrer
  • Starkzehrer
Lebenszyklus
  • ausdauernd
Erste Ernte nach
  • 2 Jahren
Pflegeanforderungen
  • braucht Pflege
Krankheiten
  • Blattfleckenkrankheit
Gesundheit
Wirkung

laut Schulmedizin:

, Wurzel
, Wurzel

laut Volksheilkunde:

, Jungtriebe
, Jungtriebe

laut Homöopathie:

, Jungtriebe
, Jungtriebe
Anwendungsgebiete

laut Schulmedizin:

Mit viel Trinkflüssigkeit zur Durchspülung der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung von Nieren- und Harngrieß.

laut Volksheilkunde:

Mit viel Trinkflüssigkeit zur Durchspülung der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung von Nieren- und Harngrieß.

laut Homöopathie:

Mit viel Trinkflüssigkeit zur Durchspülung der ableitenden Harnwege und zur Vorbeugung von Nieren- und Harngrieß.

Wann Spargel pflanzen oder säen?
Hier finden Sie einen praktischen Pflanzkalender mit den richtigen Terminen und Pflegeanweisungen.

Vorfrühling / Ende Februar bis Ende März

düngen
mit etwa 2 kg Kompost/qm gedüngt und flach gelockert. Dabei darauf achten, dass die Wurzelköpfe der Pflanzen nicht beschädigt werden
Boden abdecken
Obwohl die Triebe des Grünspargels Temperaturen bis zu – 4 Grad Celsius vertragen, sollte man in Lagen mit Spätfrost das Beet mit einem Vlies oder einer Folie abdecken, bis die Ernte beginnt. Allgemein kann man mit dieser Methode den Erntezeitpunkt etwas vorverlegen

Erstfrühling / April

Wurzel pflanzen Grünspargel: Wurzel bei der Pflanzung wie einen Seestern ausbreiten. Wurzelkopf muss 15 cm unter der Erdoberfläche sein. Pflanzerde tiefgründig lockern und mit 10 cm verrottetem Mist oder 10 cm reifem Kompost oder mit dünner Schicht Hornspänen anreichern. Boden anschließend wässern und unkrautfrei halten. In den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung wird der Spargel nicht beerntet.

Hochsommer / dritte Juni Woche bis Anfang August

mulchen
und ab dem 24. Juni die Sprosse / Stangen sowohl beim Grünspargel ls auch Bleichspargel nicht mehr ernten.

Spätherbst / Mitte Oktober bis Ende November

Samen Aussaat im Freien
Keimt im darauffolgendem Frühjahr. Erste Ernte frühestens im 4. Jahr nach der Saat. Besser ist es, sich im Frühling im Fachhandel bereits vorgezogene, kräftige Spargelwurzeln zu besorgen.
Alle oberirdischen Teile entfernen
Man verhindert damit eine evtl. Verbreitung von Spargelkrankheiten.
Vollfrühling
Mai
  • Spross, gekocht essbar, herzhaft feinwürzig, Nährwert: Mittel

    Grünspargel: Sobald die Sprosse, gleich ob dick oder dünn, 20 cm lang sind, schneidet man sie kurz unter der Erdoberfläche ab. Bei Wärme kann täglich geerntet werden.

  • Spross, roh essbar, herzhaft feinwürzig, Nährwert: Mittel
Frühsommer
Juni
  • Spross, gekocht essbar, herzhaft feinwürzig, Nährwert: Mittel

    Grünspargel: Sobald die Sprosse, gleich ob dick oder dünn, 20 cm lang sind, schneidet man sie kurz unter der Erdoberfläche ab. Bei Wärme kann täglich geerntet werden.

  • Spross, roh essbar, herzhaft feinwürzig, Nährwert: Mittel
Spätherbst
November
  • Samen, Kann unbekömmlich wirken

    Gleich aussäen!

  • Wurzel, essbar

    Wird pulverisiert medizinisch verwendet.