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Gemüseamarant | Amaranthus blitum L.

Gemüseamarant

Botanischer Name: 
Amaranthus blitum L.
andere Namen: 
Aufsteigender Fuchsschwanz
andere Namen: 
Blattamarant
andere Namen: 
Grüner Fuchsschwanz
andere Namen: 
Chinesischer Spinat
andere Namen: 
Meier
andere Namen: 
Maier
andere Namen: 
Mayer
andere Namen: 
Amaranthus lividus L.
andere Namen: 
Amaranthus oleraceus
andere Namen: 
Amaranthus ascendens Loisel
andere Namen: 
Amaranthus polygonoides
andere Namen: 
Euxolus blitum
Unterfamilie:
Gattung: /
Untergattung:
Art: Amaranthus blitum L. / Gemüseamarant
Kommt in Mitteleuropa wild bzw. ausgewildert vor: JA!
Südamerika
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Blattamarant, hier als Kübelpflanze auf einem Balkon. Gedeiht selbstverständlich auch im Garten.

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Blattamarant mit noch unreifem Samenstand

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Bild 1: Im Samenhandel gibt es auch buntlaubige Amarantsorten.
Bild 2: Blattamarant, hier als Kübelpflanze auf einem Balkon. Gedeiht selbstverständlich auch im Garten.
Bild 3: Blattamarant mit noch unreifem Samenstand
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Bild 5: Amarantsamen, im Handel kurz wie die Pflanze als "Amarant" bezeichnet, sind winzig, aber für die Ernährung sehr wertvoll. Gekocht entwickeln sie eine etwas schleimige Konsistenz.
Bild 6: Bis zu 1000 Samen reifen einzeln in Samenkapseln heran.
Bild 7: Wilder Aufsteigender Fuchsschwanz mit unreifem Samenstand
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    Ende September im Inntal, Tirol: Wilder Aufsteigender Fuchsschwanz, dessen Samen zu reifen beginnen.

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Geschichtliches

In vorkolonialer Zeit dienten in den Andenländern und in Mittelamerika die Körner des Garten-Fuchsschwanzes und des Rispen-Fuchsschwanzes als wichtiger Eiweißlieferant, heute bekannt als Amarant.

Bei den Azteken, Inka und Maya waren die getreideähnlichen Amarantkörner neben Quinoa und Mais ein Hauptnahrungsmittel. Daneben wurden sie auch zusammen mit Menschenblut als wichtige Opfergabe in religiösen Zeremonien verwendet. Um diesen Kult abzustellen, verbaten die spanischen Kolonialherren unter Androhung der Todesstrafe den Anbau von Amarant. Die Folgen waren u.a., wie vorauszusehen, eine große Hungersnot, der viele Einheimische zum Opfer fielen, und das allgemeine Vergessen des Wissens um den Amarant. In Europa überlebte er allerdings als Zierplanze, in den Andenländern in kleinen, geheimen Regionen als Nahrungspflanze.  

 

Zeitgemäße Verwendung von Amarant in der Ernährung

In den letzten Jahren nehmen Anbau und Wertschätzung des Amarants wieder zu. Als „Amarant“ werden umgangssprachlich sowohl die Amarantpflanzen als auch die Amarantsamen bezeichnet. 

Amarant-Pflanzen, somit auch der Garten-Fuchsschwanz, zählen nicht zu den glutenhaltigen Getreidearten, werden aber aufgrund ihrer Verwendung in der Ernährung als „Pseudogetreide“ (Scheingetreide) bezeichnet. 

Amarant-Samen enthalten neben Eiweiß und Kohlenhydraten mehrfach ungesättigte, essenzielle Fettsäuren, viele Ballast- und Mineralstoffe, aber kein Gluten (Klebereiweiß), wodurch sich ihre Backeigenschaften in Grenzen halten.

Amarant (Samen) wird in Lebensmittelläden verkauft.

Saatgut dieser unkomplizierten Pflanze ist im Samenhandel erhältlich und Sie können sich neben seiner Wüchsigkeit an seinen essbaren Blättern erfreuen. Die Samenernte wird sich bei unserem Klima wahrscheinlich in Grenzen halten. 

  • Die schmackhaften Blätter können wie Spinat zubereitet oder roh kleingeschnitten Salat beigemischt werden. 
     
  • Die Samen des Garten-Fuchsschwanzes und Rispen-Fuchsschwanzes werden als „Amarant“ ähnlich wie Getreide zum Kochen und in kleinerem Umfang zum Backen verwendet. 

Für wen eignet sich Amarant (Amarantsamen) besonders?

Amarant  ist glutenfrei und somit ein gesunder und verträglicher Getreideersatz bei Gluten-Unverträglichkeit. 

Sein hoher Eisengehalt macht Amarant besonders wertvoll in der Ernährung bei Eisenmangelanämie und während der Schwangerschaft. 

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Was kann man damit kochen? 

Er eignet sich besonders zum Kochen von Suppen, Risottos, Brei und Aufläufen.

Puff-Amarant schmeckt köstlich als fettarme Knabberei,  im Müsli und auch in selbstgemachter Schokolade, auf Brötchen, auf Obstsalat und Cremes.

Puff-Amarant entweder in Bioläden kaufen oder selber machen

  • ​Dazu eine Eisen- oder Stahlpfanne mit geschlossenem Deckel – ohne Fett oder Öl - stark erhitzen. 
  • Amarantkörnchen auf den heißen Pfannenboden geben. 
  • Kurz durchrühren, den Deckel aufsetzen, die Pfanne sogleich von der Platte nehmen, denn schon beginnen die Samen zu poppen. 

Wie kann man mit Amarant backen?

Zum Backen muss Amarant, der sich gut mahlen und schroten lässt, mit herkömmlichem Mehl oder mit Eiern und etwas Johannisbrotkernmehl gemischt werden.
Hefe als Lockerungsmittel funktioniert nur, wenn man auch herkömmliches Mehl zum Teig gibt. Ansonsten Backpulver nehmen.
 

Empfohlener Artikel zur Pflanze
Essbare Pflanzenteile:
Blätter
Essbare Pflanzenteile:
Samen
Geschmack:
herzhaft nussig
Geschmack:
herzhaft spinatähnlich
Sättigungswert:
Gut
Aussehen
Rezepte
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