Heilpflanze: abschwellend, desinfizierend, schmerzlindernd

Arnika

Arnica montana

Wildpflanze giftiggeschützt
11 Fotos

Beschreibung

Die wilde Berg-Arnika hatte früher, als es noch reichlich davon gab und die Pflanze noch nicht unter strengstem Naturschutz gestellt werden musste, am Marien-Hochfest, 15. August, "Mariä-Himmelfahrtstag", einen zentralen Platz im Kräuter-Weihebuschen . Das weist auf eine uralte Verwendung der Pflanze als Heil-, Zauber- und Kultpflanze im Volk hin! 


 

Verwendete Pflanzenteile

der Blattrosette

Erläuterung

in 8 cm Torftöpfe

Portrait

 

Arnika als HEILPFLANZE


Arnika ist eine kräftige Heilerin bzw. ein kräftiger Heiler! Aus Respekt vor dieser Pflanze sprechen die Tiroler von ihr als „der“ Arnika, so wie sie auch der Meisterwurz das (scheinbar ;) starke Geschlecht verpassen: der Meisterwurz.  

Aus Arnika, dieser starken, duftenden Pflanze, die im Gebirge auf leicht saurem Boden gedeiht, wird seit Menschengedenken wirkungsvolle Kräutermedizin gemacht, hauptsächlich zum Auftragen und Einreiben. Aber auch durch Schnupfen und Rauchen vermeint(e) man, ihre Wirkstoffe, vor allem die ihrer Blätter, zu nutzen. In England wird die Arnika sogar als "Mountain tobacco" bezeichnet! Für diesen Tabak werden die Blätter geerntet, bevor die Pflanze einen Blütenstängel treibt. Gerne wird er mit Atemkräutern wie Huflattich und Königskerze gemischt.

 Schriftlich erwähnt wird die Heilkraft der Arnika erstmals im Mittelalter, und zwar von Hildegard von Bingen, die sich neben der damaligen Schulmedizin auch mit Volksmedizin beschäftigte. Tabernaemontanus (16. Jhd.) empfiehlt die "Mutterwurz" (Arnika) bei Verletzungen.

 

Über Wirkungen und Anwendungsbereiche von Arnica montana:

 

  • Schulmedizin   

Eine innere Anwendung ist nicht zugelassen.
Die Wirksamkeit der Arnikablüten bei äußerer Anwendung beurteilen Kommission E und ESCOP positiv und sprechen ihr laut "Pschyrembel NATURHEILKUNDE" folgende Wirkungen zu:

antiphlogistisch (lokal abschwellend)

analgetisch ( schmerzlindernd, schmerzblockierend)

antimikrobiell (wirksam gegen Krankheitserreger, v.a. gegen grammpositive Keime) 

Verwendung der Arnikablüten (Arnicae flos)

Äußerlich als Wundheilmittel, zu Umschlägen

Anwendungsbereiche:

Quetschungen

Verstauchungen

Hämatome (Blutergüsse)

rheumatische Beschwerden

Furunkulose

Entzündungen infolge von Insektenstichen

oberflächliche Venenentzündung

Entzündungen der Schleimhäute im Mund- und Rachenraum

 

 

  • Homöopathie

In der Homöopathie ist Arnika eine wichtige Heilpflanze. Sie wird z.B. bei Muskelschmerzen nach Überlastung, bei Blutungen, Verletzungen und auch bei Erkrankungen des arteriellen und venösen Systems eingesetzt und sowohl äußerlich als auch innerlich angewendet.

 

 

  • Volksmedizin

​Die Volksmedizin zählt zu den schulmedizinischen Wirkungen der Arnika, die auch für sie die Hauptwirkungen sind, noch einige Wirkungen hinzu.
Für die Volksmedizin zeigt die Arnika neben ihren abschwellenden, schmerzlindernden und antimikrobiellen Wirkungen noch folgende: 

entzündungshemmend

antiarthritisch

desinfizierend

wundheilend

erregend bis krampfauslösend auf das Nervensystem

abortiv (Vergiftungen mit schwerwiegenden Nebenwirkungen. Die Bezeichnungen "Engelkraut" und "Engelblum" für Arnika erinnern daran.)

immunstärkend

 

​​Die Volkmedizin wendet Arnikablüten bei den gleichen Krankheitsbildern an wie die Schulmedizin, jedoch zusätzlich auch noch bei diesen Beschwerden:

Schwellungen nach Verletzungen

Wunden

Nervenschmerzen

Gelenkschmerzen

Arthritis (Gelenkentzündung)

Ischias

Bandscheibenschäden

"Hexenschuss"

Nackenschmerzen

Muskelkater

Zerrungen

Prellungen

Schmerzen und Schweregefühl in den Beinen (Arnikasalbe)

 

 

In welcher Form wird Arnika heilend angewendet? 

 

Aus Arnikablüten ohne grünen Blütenboden (Arnicae flos) können sowohl eine Tinktur als auch ein wässriger Auszug und ein Heilöl zubereitet werden.

Für die äußere Anwendung wird am häufigsten eine Tinktur („Arnikaschnaps“) hergestellt, denn die meisten entzündungshemmenden und antiseptischen Wirkstoffe der Arnika sind alkohollöslich. Außerdem ist sie einfach herzustellen und sehr gut haltbar, sodass sie als wichtiger Bestandteil einer Hausapotheke stets zur Hand ist. Der durch die Tinktur aufgetragene Alkohol wirkt zudem resorptionsfördernd, d. h. er unterstützt den Transport von Wirkstoffen.

• Anwendung und Dosierung siehe  h i e r !


Bei einem Pflanzenauszug durch Wasser (Aufguss als „Arnikatee“ siehe weiter unten!) werden immerhin noch 75 % der entzündungshemmenden und antimikrobiellen  Wirkstoffe gelöst.


Arnikaöl wird bei vielen Beschwerden, bei denen auch die Arnikatinktur eingesetzt werden kann, verwendet. Besonders dann, wenn vorsichtiges Massieren hilfreich ist. Es wirkt sanfter.

 


Arnikablätter (Arnicae folium), die im Frühsommer getrocknet wurden, werden geraucht oder – wie auch die im Herbst getrocknete, fein gemörserte Wurzel (Arnicae radix) - als Schnupftabak verwendet. Beides ist im Handel erhältlich. Der Wurzelstock der Arnika wurde früher, wie Trivialnamen „Mutterwurz“ und „Stichwurz“ andeuten, frisch oder getrocknet öfter wendet. Er wurde gesäubert, zerkleinert, in einem 1 : 1 Wasser-Essiggemisch gekocht und sowohl bei Verletzungen als auch bei Unterleibsschmerzen und Magenkrämpfen aufgelegt.

 

Die ganze Pflanze wird für homöopathische Arzneimittel verwendet.  

 

 

Wichtige ARNIKA-MEDIZIN aus Arnikablüten (Arnicae flos) kann man SELBER MACHEN:

 

Dafür verwendet man die duftende Arnikablüte ohne den grünen Blütenboden!  -

Die gänzlich geschützte Pflanze darf jedoch nicht in der freien Natur gesammelt werden!  Arnikablüten, die man für die selbstgemachte Arnika-Medizin benötigt, können jedoch in jeder Apotheke gekauft werden.

Wer Arnika anbauen möchte, um Arnika selbst zu ernten: Samen für erfahrene Gärtner gibt es hier und hier.  Durch züchterische Bemühungen ist es nämlich gelungen, Arnica montana 'Arbo' als Ersatz für die wilde, schwer zu kultivierende Arnika (Arnica montana) zu entwickeln. Arnica montana 'Arbo' entspricht, im Gegensatz zur nordamerikanischen Wiesenarnika (Arnica chamissonis), allen Arzneibuchvorgaben und steht unter Sortenschutz.

 

  • Hier finden Sie geeignete Anleitungen, um sich selbst Arnika-Medizin herzustellen:

Arnikatinktur, Arnikaschnaps

Arnikaöl

Arnikasalben

Arnikatee für Umschläge (Den Tee nicht trinken!!):

Zur äußern Anwendung kann man auch Arnikatee verwenden. Dazu übergießt man 1 bis 2 Teelöffel voll Arnikablüten  mit 125 ml kochendem Wasser (bzw. 2 g Arnicae flos) auf 100 ml Wassser) und seiht nach 10 Minuten ab. Man tränkt damit ein Stück sauberes Küchentuch oder Unterhemd und legt es auf die zu behandelnden Körperstellen. Die Umschläge mehrmals täglich wechseln und auf mögliche allergische Reaktionen achten.
 

 

Bei allen Anwendungen mit Arnika gilt:

 

Nicht überdosieren, denn die Verwendung von Arnika kann zu allergischen Hautreaktionen wie Brennen, Juckreiz oder Quaddelbildung führen, hervorgerufen durch das giftige, aber auch heilende Helenalin (Entzündungshemmer mit Antitumor- und antileukämischer Wirkung) der Blüten und durch das giftige Alkaloid  Arnicin der Laubblätter und Wurzel. Helenalin ist auch im Wasserdost, im Echten Alant (Blüte und Wurzel) sowie in der Kapuzinerkresse vorhanden.

Sollten Sie jedoch an einer Korbblüterallergie leiden, z.B. auf Schafgarbe allergisch reagieren, verzichten Sie wegen der zu erwartenden starken Hautreaktionen auch auf Arnika und greifen Sie besser zum Heilbalsam der ebenfalls starken Meisterwurz, die ein ähnliches Wirkungssektrum aufweist wie der „Bergwohlverleih“ (Arnika). Ähnlich wirken auch Zubereitungen aus Beinwell oder Ringelblume, Johanniskraut, Niedere Scheinbeere (Wintergrün). 

 

 

Bemerkungen zur inneren Anwendung:

 

Arnika, die ja giftig ist, aber eingenommen in therapeutisch korrekter Dosis auch kreislaufanregend, belebend und uterustonisierend wirkt, wurde in der Volksmedizin - so wie Johanniskraut auch - missbräuchlich als Abtreibungsmittel genutzt. Von letzterer Indikation rührt ihr Name "Engelkraut" (Aus gleichem Grund werden Angelica silvestris und Angelika archangelica als "Engelwurz" bezeichnet).

Traditionell  – besonders zur Zeit Goethes, der damit auch Selbstversuche unternahm - wurde Arnika als Notfallmedizin in Form von Arnikatinktur bzw. Arnikaschnaps bei Herz- und Kreislauferkrankungen und bei Uterusblutungen (Name: "Mutterwurz"!)  t r o p f e n w e i s e  eingenommen, um eine Stillung der Uterusblutung bzw. eine Tonisierung des Herzens bei akuten Schwächezuständen und Angina pectoris zu erreichen. Man nahm sie auch ein, um eventuell eine aphrodisierende und auch immunstärkende Wirkung zu verspüren. 

Die Einnahme von Arnikatinktur bzw. Arnikaschnaps ist jedoch - wegen der richtigen, geeigneten  Dosierung - ein riskantes Unternehmen, das bei zu hoher Dosierung das Gegenteil, nämlich eine Verschlechterung, bewirkt: Nach kurzer Anregung der Herztätigkeit folgten Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, Schleimhautreizungen der Verdauungsorgane, Herzmuskelschwäche bis Herzmuskellähmung.

 

Tipps:

  • Arnika innerlich in homöopathischen Dosierungen (D4, D6, D12) anwenden! In dieser Form wird Arnika eingesetzt bei Entzündungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates und auch Erkrankungen des arteriellen und venösen Systems.
  • Dr. Siegfried Bäumler, leitender Oberarzt im Kneippianum Bad Wörrhishofen, empfiehlt in seinem Werk „HEILPFLANZEN PRAXIS HEUTE“ „… Bei Erschöpfungszuständen durch körperliche Anstrengung – unabhängig von einem Herzleiden – kann eine Arnikatinktur (3 – 5 Tropfen) hilfreich sein. Eine Wirkung ist auch durch das Kauen von Blüten (z.B. bei einer Bergwanderung) zu erzielen.“
  • In der Volksmedizin wird Arnika auch als Arnikawein angesetzt und innerlich angewendet. In der Dosis von täglich einem halben Teelöffel soll er sowohl belebend wirken als auch Nerven und die körpereigene Immunabwehr stärken. Dazu werden 0,5 g getrocknete Arnikablüten (ohne Blütenboden!) in 1 Liter Weißwein gegeben und für 2 Wochen verschlossen in die Sonne gestellt.
  • Als herzmuskelstärkendes Langzeitpräparat kann statt Arnika Weißdorn – hoch genug dosiert (z.B. täglich 2 x 900 mg) – sehr empfohlen werden!
  • Heilbalsam und Heilcreme der Rosa helfen bei den gleichen Beschwerden, bei denen Arnika äußerlich eingesetzt wird.

Erntekalender

Blätter early summer giftig
Blüten midsummer giftig
Wurzel full autumn giftig
🌿

Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Zitierte Quellen für diese Pflanze

Literaturliste →
Belege:
  • 📘 Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC), Community herbal monograph on Arnica montana L., flos(2014), EMA/HMPC/198793/2012
    „Nur zur äußerlichen Anwendung zugelassen: Linderung bei Prellungen, Verstauchungen und lokalem Muskelschmerz. Innerliche Anwendung ist nicht zulässig. Nur für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren."
  • 🌿 Wolf-Dieter Storl, Heilkräuter und Zauberpflanzen zwischen Haustür und Gartentor, Arnika-Kapitel
    „Die Arnika gehört zu den klassischen Heilpflanzen der Alpenländer und wird in der mitteleuropäischen Volksmedizin seit Jahrhunderten als Wundkraut für Salben und Einreibungen geschätzt."

Traditionell beschriebene Eigenschaften

abschwellend (Blüten) VolksheilkundeSchulmedizinHomöopathie
desinfizierend (Blüten) VolksheilkundeSchulmedizin
schmerzlindernd (Blüten) VolksheilkundeSchulmedizinHomöopathie
entzündungshemmend (Blüten) VolksheilkundeHomöopathie
wundheilend (Blüten) VolksheilkundeHomöopathie
uteruskontrahierend (ganze Pflanze) Volksheilkunde
stimulierend (Blüten) Volksheilkunde
immunstärkend (Blüten) Volksheilkunde
blutstillend (ganze Pflanze) Homöopathie
kreislaufanregend (ganze Pflanze)

Inhaltsstoffe

Alkaloide Sekundär
Carotinoide Sekundär
Cumarine Sekundär
Flavonoide Sekundär
Polyphenole Sekundär
Ätherische Öle Sekundär
Kohlenhydrate
Lutein
Mikronährstoffe
Polysaccharide
Sekundäre Pflanzenstoffe
Zeaxanthin
Details zu den Inhaltsstoffen
Alkaloide

Alkaloide sind natürlich vorkommende, chemisch heterogene, meist alkalische, stickstoffhaltige organische Verbindungen des Sekundärstoffwechsels, die auf den tierischen oder menschlichen Organismus wirken.

Carotinoide

Als Carotinoide, auch Karotinoide, wird eine umfangreiche Klasse natürlich vorkommender fettlöslicher Pigmente (Lipochrome) bezeichnet, denen chemisch als Grundgerüst ein Tetraterpen gemeinsam ist.

Cumarine

4-Hydroxycumarine werden in der Medizin vom 4-Hydroxycumarin abgeleitete Substanzen mit blutgerinnungshemmender Wirkung genannt. Ihre Wirkung beruht auf einer Hemmung des für die Bildung von Blutgerinnungsfaktoren wichtigen Vitamin-K-Stoffwechsels. In der Medizin werden Cumarine als blutgerinnungshemmende Arzneistoffe eingesetzt (Antikoagulanzien). Darüber hinaus werden Cumarine auch als Rodentizide insbesondere zur Rattenbekämpfung genutzt.

Flavonoide

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Polyphenole

Polyphenole sind chemische Verbindungen aus der Stoffgruppe der Phenole beziehungsweise Hydroxyaromaten. Es gibt in der Literatur unterschiedliche Definitionen, welche Verbindungen den Polyphenolen zugeordnet werden können. Zumeist werden natürliche, in Pflanzen vorkommende Verbindungen, die mehr als einen Phenolring enthalten, den pflanzlichen Polyphenolen zugeordnet. Vereinzelt werden auch aromatische Verbindungen, die zwei oder mehr direkt an einen aromatischen Ring gebundene Hydroxygruppen enthalten, als Polyphenole bezeichnet.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind leicht flüchtige und häufig leicht entzündbare Stoffgemische, die aus verschiedenen ineinander löslichen, organischen Stoffen wie Kohlenwasserstoffen, Alkoholen, Ketonen oder Terpenen bestehen. Es handelt sich um stark riechende Stoffgemische ölartiger Konsistenz, die in Wasser schwer löslich sind und aus pflanzlichen Ausgangsstoffen stammen.

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate bilden neben Proteinen und Lipiden in Bezug auf die Biomasse eine der drei bedeutsamsten Stoffklassen: Kohlenhydrate kommen im Stoffwechsel aller Lebewesen vor. Als Produkt der Photosynthese machen Kohlenhydrate etwa zwei Drittel der weltweiten Biomasse aus. Kohlenhydrate sind die am häufigsten vorkommende Klasse von Biomolekülen. Die Wissenschaft, die sich mit der Biologie der Kohlenhydrate und dem Kohlenhydratstoffwechsel beschäftigt, heißt Glycobiologie. Kohlenhydrate werden mit dem Suffix „-ose“ gekennzeichnet, z. B. die Polysaccharide Cellulose, Amylose, die Oligosaccharide Raffinose oder Stachyose, Disaccharide wie Saccharose oder Lactose und Monosaccharide wie Glucose und Fructose.

Lutein

Lutein ist ein orangegelbes Xanthophyll und neben β-Carotin und Lycopin das häufigste Carotinoid. Häufig ist es in Produkten für die Augengesundheit zu finden und als E 161b ist es in der EU als Lebensmittelfarbstoff zugelassen.

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !

Polysaccharide

Polysaccharide sind Kohlenhydrate, in denen eine große Anzahl Monosaccharide (Einfachzucker) über eine glycosidische Bindung verbunden sind. Es handelt sich um Biopolymere aus mindestens elf Monosaccharideinheiten oder mit statistischer Molekülgrößenverteilung. Beispiele für Polysaccharide sind Glycogen, Stärke, Pektine, Chitin, Callose und Cellulose. Polysaccharide spielen für Pflanzen und Tiere eine wichtige Rolle als Schleimstoffe, Reservestoffe und Nährstoffe. Sie sind zum Beispiel in Getreidekörnern und Kartoffeln vorzufinden. Pflanzliche Zellwände bestehen zu über 50 % aus Cellulose und Hemicellulose, letztere ist ein Gemisch aus Polysacchariden, das eine stützende Funktion in der Zellwand übernimmt.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Zeaxanthin

Zeaxanthin ist ein natürlicher, orangegelber Farbstoff, der in Pflanzen und Tieren bei Reaktionen auf Lichtstrahlung eine Rolle spielt. Chemisch ist Zeaxanthin ein Xanthophyll, ein sauerstoffhaltiges Carotinoid. Die Substanz ist als E 161h in der EU als Futtermittelzusatzstoff zugelassen.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Schwellungen nach Verletzungen Volksheilkunde
Arnika wird traditionell äußerlich angewendet, um Schwellungen nach Verletzungen zu lindern. Die entzündungshemmenden Inhaltsstoffe sollen abschwellend wirken.
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Verstauchung Volksheilkunde
In der Volksheilkunde gilt Arnika als bewährtes Mittel bei Verstauchungen. Umschläge oder Salben sollen Schmerzen und Schwellungen unterstützen.
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Gelenksschmerzen Volksheilkunde
Arnika wird traditionell bei Gelenksschmerzen eingesetzt, da die Pflanze als schmerzlindernd und entzündungshemmend gilt.
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Arthritis Volksheilkunde
In der Volksheilkunde wird Arnika bei arthritischen Beschwerden verwendet. Die entzündungshemmenden Eigenschaften sollen zur Linderung beitragen.
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Prellung - Quetschung Volksheilkunde
Arnika gilt in der Volksheilkunde als klassisches Mittel bei Prellungen und Quetschungen. Äußerlich angewendet soll es Schmerz und Schwellung mindern.
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Venenbeschwerden Volksheilkunde
Traditionell wird Arnika bei Venenbeschwerden eingesetzt, da die Pflanze als durchblutungsfördernd und tonisierend gilt.
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Hämorrhoiden Volksheilkunde
In der Volksheilkunde wird Arnika bei Hämorrhoiden verwendet. Die entzündungshemmende und adstringierende Wirkung soll Beschwerden lindern.
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Insektenstich Volksheilkunde
Arnika wird traditionell auf Insektenstiche aufgetragen, um Juckreiz und Schwellung zu reduzieren.
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Bluterguss Volksheilkunde
In der Volksheilkunde gilt Arnika als bewährtes Mittel bei Blutergüssen. Die Pflanze soll den Abbau von Blutergüssen unterstützen.
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Rheumatische Beschwerden Volksheilkunde
Arnika wird traditionell bei rheumatischen Beschwerden eingesetzt. Die entzündungshemmenden Inhaltsstoffe sollen Schmerzen lindern.
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Furunkel Volksheilkunde
In der Volksheilkunde wird Arnika bei Furunkeln verwendet. Die antiseptischen und entzündungshemmenden Eigenschaften sollen Heilung fördern.
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Zahnfleischentzündung Volksheilkunde
Arnika-Spülungen gelten in der Volksheilkunde als traditionelles Mittel bei Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischbluten.
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Aphthen Volksheilkunde
Traditionell wird Arnika-Tee zum Spülen bei Aphthen verwendet. Die entzündungshemmende Wirkung soll Heilung unterstützen.
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Heiserkeit Volksheilkunde
In der Volksheilkunde wird Arnika-Tee bei Heiserkeit getrunken. Die Pflanze soll beruhigend auf die Stimmbänder wirken.
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Halsschmerzen Volksheilkunde
Arnika-Spülungen gelten traditionell als Mittel bei Halsschmerzen. Die entzündungshemmende Wirkung soll Beschwerden lindern.
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Wundheilung Volksheilkunde
Arnika wird traditionell zur Unterstützung der Wundheilung eingesetzt. Die antiseptischen und regenerativen Eigenschaften sollen Heilung fördern.
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Gelenksschmerzen Volksheilkunde
Arnika wird traditionell bei Gelenksschmerzen eingesetzt, da die Pflanze als schmerzlindernd und entzündungshemmend gilt.
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Ischias Volksheilkunde
In der Volksheilkunde gilt Arnika als bewährtes Mittel bei Ischiasschmerzen. Umschläge sollen Schmerz und Entzündung lindern.
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Hexenschuss Volksheilkunde
In der Volksheilkunde ist Arnika ein klassisches Mittel beim Hexenschuss. Umschläge sollen akute Rückenschmerzen lindern.
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Nackenverspannung Volksheilkunde
Arnika wird traditionell bei Nackenverspannungen verwendet. Die entspannende und schmerzlindernde Wirkung soll Verspannungen lösen.
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Aphrodisiakum Hildegardmedizin
In der Hildegardmedizin wird Arnika als belebendes Mittel betrachtet, das die Vitalität und Lebenskraft unterstützen soll.
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Hilfe auch bei schweren Beinen

Hilft bei

Heilrezepte

Andere Namen

Bergwohlverleih EngelkrautBergwurzblumeMutterwurzWundkrautStichwurzWohlverleihKraftroseJohannisblumeDonnerwurzWolfsbannerGamskrautMountain tobacco (engl.)

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeDrogenpflanzeHeilpflanzeFrauenpflanzeMännerpflanzePflanzen- und SamenhandelWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungDuftpflanzeFeuchtbiotopGartenSchmetterlingspflanzePsychoaktivZauberpflanze
Vorkommen HöhenstufenGebirgeHochgebirgeHügellandLebensraumBergwiesenFeuchtwiesenMooreVerbreitungEuropaMitteleuropa
Blütenfarbe gelb
Blütezeit Frühsommer | JuniHochsommer | Juli
Wuchsform krautige Pflanze / Staude

Aussaat & Pflege

first spring

Samen

Rezepte mit dieser Pflanze

Quellen

Steckbrief

Familie
Asteraceae
Gattung
Arnica
Ordnung
Asterales
Klasse
Magnoliopsida
Lebensform
Kraut
Habitat
Calcareous soils in mountain pastures. Found especially on granite or siliceous soils in the Alps, up to 2500 metres. Pasture and open woodland, usually on poorer acid soils.
Heilwirkung
★★★☆☆

Anbau & Pflege

Prefers a moist, well-drained humus rich soil, preferably lime-free. One report says that it is often found in calcareous soils in the wild. Tolerates a pH in the range 5.8 to 7.6. Prefers a mixture of sand, loam and peat. Prefers a position in full sun. Succeeds in light woodland and in a rock garden or border. Plants are hardy to about -25°c. This species is declining in the wild, probably because of over-collection as a medicinal herb. It may become extinct in part of its range.
Vermehrung: Seed - best sown as soon as it is ripe in pots outdoors. Sow stored seed in early spring in a cold frame. A period of cold stratification is helpful. The fresh seed can germinate in 3 - 4 weeks at 13°c according to one report, though it can be slow, difficult and erratic and take 2 years to germinate. Prick out the seedlings into individual pots when they are large enough to handle and plant them out into their permanent positions in the following spring. Division in spring.

Essbare Verwendung

None known

Weitere Nutzung

None known

Verbreitung

Heimisch: Askim, Austria, Baltic States, Belarus, Belgium, Bjerkreim, Bosnia-Herzegovina, Bulgaria, Central European Russia, Croatia, Czech Republic, Czechia-Slovakia, Czechoslovakia, Denmark, Estonia, Finland, France, Føroyar, Germany, Great Britain, Greenland, Gyland, Helleland, Herefoss, Hungary, Hurdal, Høyland, Iceland, India, Ireland, Italy, Jammu-Kashmir, Klepp, Liechtenstein, Luxembourg, Madla, Montenegro, NW. Balkan Pen., Netherlands, North European Russia, Norway, Nærbø, Poland, Portugal, Romania, Romedal, Røldal, Slovenia, Snertingdal, Spain, Sweden, Switzerland, Syvde, Tjølling, Ukraine, Valldal, Vanylven, Vikedal, Yugoslavia

Alternative deutsche Namen

ArnikaArnika, Berg-WohlverleihBerg-WohlverleihWohlverleihechte Arnica
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren