Wusstest du?
557 überraschende Fakten über Wildpflanzen
Eibisch-Blätter enthalten bis zu 10% Schleimstoffe - das sind spezielle Polysaccharide, die bei Kontakt mit Wasser aufquellen. Diese natürlichen 'Gelbildner' schützen die Pflanze vor Austrocknung und uns vor Husten.
→ Echter EibischDie Pastinake produziert Furocumarine - Stoffe, die bei Sonnenlicht Hautverbrennungen verursachen können! Deshalb sollte man beim Ernten Handschuhe tragen und die Haut vor UV-Strahlung schützen.
→ PastinakeDie Glucosinolate im Barbarakraut sind natürliche Pestizide! Wenn Insekten an den Blättern knabbern, werden diese scharfen Senföle freigesetzt und vertreiben die Schädlinge - ein perfekter Pflanzenschutz!
→ BarbarakrautRohe Stangenbohnen enthalten das Gift Phasin, das rote Blutkörperchen verklumpen lässt. Schon 5-6 rohe Bohnen können Bauchschmerzen verursachen. Beim Kochen wird das Gift jedoch vollständig zerstört.
→ StangenbohneDie Cumarine in der Meisterwurz machen sie bei Sonnenlicht phototoxisch - sie kann Hautverbrennungen verursachen! Trotzdem ist sie roh essbar, aber nur in kleinen Mengen und nicht vor dem Sonnenbad.
→ MeisterwurzStauden-Buchweizen kann bei Hautkontakt und Sonnenlicht schmerzhafte Verbrennungen verursachen! Die Pflanze enthält Fagopyrin, das die Haut lichtempfindlich macht. Trotzdem essen ihn Menschen seit Jahrhunderten - aber nur gekocht!
→ Stauden-BuchweizenDie Gingerole im Galgant sind chemische Verwandte des Ingwers, aber 10x schärfer! Diese Moleküle können sogar Bakterien abtöten - deshalb nutzte man Galgant früher als natürliches Antibiotikum.
→ Echter GalgantDie schwarzen Samen des Ackerschwarzkümmel enthalten über 100 verschiedene chemische Verbindungen! Besonders wertvoll ist die Linolsäure - eine Fettsäure, die unser Körper nicht selbst herstellen kann.
→ AckerschwarzkümmelDie Nadeln enthalten Limonen - den gleichen Duftstoff wie Zitronen! Deshalb riechen zerriebene Kiefernnadeln so frisch und werden in der Aromatherapie gegen Erkältungen verwendet.
→ Österreichische SchwarzkieferDie Knoblauchrauke riecht beim Zerreiben nach Knoblauch, obwohl sie gar nicht mit ihm verwandt ist! Der Duft kommt von speziellen Schwefelverbindungen, die Insekten abwehren.
→ KnoblauchraukeMastixharz enthält über 80 verschiedene chemische Verbindungen! Der Hauptwirkstoff Masticadienonsäure kann sogar Magenbakterien bekämpfen, die Geschwüre verursachen. Deshalb kauten schon die alten Griechen Mastix für gesunde Zähne.
→ MastixstrauchBlutwurz enthält bis zu 20% Gerbstoffe - das ist mehr als in schwarzem Tee! Diese machen sie zu einem der stärksten natürlichen 'Zusammenzieh-Mittel' und helfen bei Durchfall und Wunden.
→ BlutwurzIn Kirschkernen steckt Amygdalin, das im Körper zu Blausäure wird. Aber keine Sorge: Du müsstest etwa 50-100 Kerne zerkauen und schlucken, damit es gefährlich wird. Die meisten Menschen spucken sie eh aus!
→ SüßkirscheDie Oxalsäure im Glücksklee verleiht ihm seinen sauren Geschmack, kann aber in größeren Mengen Nierensteine fördern. Deshalb sollte man ihn nur gekocht und in kleinen Portionen essen - wie Spinat oder Rhabarber.
→ GlückskleeObwohl Färberwaid gelbe Blüten hat, entsteht daraus der tiefblaue Farbstoff Indigo! Das passiert erst durch Gärung und Oxidation. Die Blätter müssen zerkleinert, fermentiert und dann an der Luft blau werden - wie Magie!
→ FärberwaidDie roten Anthocyane der Apothekerrose verändern ihre Farbe je nach pH-Wert: In saurem Milieu werden sie rot, in basischem blau. Deshalb kann man mit den Blütenblättern sogar den Säuregehalt von Flüssigkeiten testen!
→ ApothekerroseDie Brennhaare der Brennnessel enthalten Ameisensäure, Histamin und Acetylcholin - dieselben Stoffe, die auch Bienen und Ameisen zum Stechen nutzen. Ein perfektes natürliches Abwehrsystem!
→ BrennnesselBeifuß produziert winzige Mengen des Stoffes Thujon - denselben, der Absinth berühmt machte. In normalen Mengen als Tee ist er aber völlig harmlos und sogar gesund.
→ BeifußRohe Melanzani enthalten Solanin, das gleiche Gift wie grüne Kartoffeln! Beim Kochen wird es abgebaut - deshalb sollte man sie niemals roh essen.
→ MelanzaniDie Blätter vom Gemüseamaranth enthalten mehr Eisen als Spinat und mehr Calcium als Milch! Eine Handvoll rohe Blätter deckt bereits 25% des täglichen Eisenbedarfs eines Kindes ab.
→ GemüseamaranthWeißdornblüten riechen nach verwesenden Fischen! Der Geruch entsteht durch Trimethylamin - derselbe Stoff, der auch in faulendem Fisch vorkommt. Trotzdem lieben Bienen die Blüten.
→ Eingriffeliger WeißdornDas Menthol in der Rossminze aktiviert Kälterezeptoren in unserem Mund, obwohl die Temperatur gleich bleibt - ein Trick der Natur, der auch Insekten verwirrt!
→ RossminzeBergminze enthält bis zu 2% ätherische Öle mit über 40 verschiedenen Verbindungen! Die Hauptwirkstoffe Pulegon und Menthon machen sie zu einem kraftvollen Heilkraut - aber auch giftig in großen Mengen.
→ Echte BergminzeErdbeeren enthalten mehr Vitamin C als Orangen! 100g Erdbeeren decken bereits 80% des Tagesbedarfs. Außerdem stärken die roten Farbstoffe (Anthocyane) das Immunsystem und schützen die Zellen.
→ GartenerdbeereDie ätherischen Öle Carvacrol und Thymol im Sommerbohnenkraut sind so stark antibakteriell, dass sie sogar gegen multiresistente Keime wirken. Schon 0,1% Konzentration kann Bakterien abtöten!
→ SommerbohnenkrautFenchel enthält Anethol - denselben Duftstoff wie Anis und Sternanis. Deshalb riechen alle drei so ähnlich süßlich, obwohl sie aus völlig verschiedenen Pflanzenfamilien stammen!
→ KnollenfenchelDas ätherische Öl Citral im Zitronengras ist so stark, dass schon wenige Tropfen 99% aller Bakterien abtöten können. Deshalb nutzen es Menschen in Asien seit Jahrhunderten als natürliches Desinfektionsmittel.
→ ZitronengrasDas Menthol in Wasserminze aktiviert Kälterezeptoren in unserem Mund, obwohl die Temperatur gleich bleibt. Deshalb fühlt sich Minze 'kühl' an - ein Trick unseres Nervensystems!
→ WasserminzeBrunnenkresse enthält mehr Vitamin C als Orangen! 100g der Wasserpflanze liefern etwa 80mg Vitamin C - das ist fast der komplette Tagesbedarf eines Erwachsenen. Früher aßen Seefahrer sie gegen Skorbut.
→ Echte BrunnenkresseBuschbohnen sind roh giftig! Sie enthalten Phasin, ein Protein das rote Blutkörperchen verklumpt. Erst beim Kochen über 75°C wird das Gift zerstört. Schon 5-6 rohe Bohnen können bei Kindern Vergiftungen auslösen.
→ Buschbohne