Wusstest du?
557 überraschende Fakten über Wildpflanzen
Schon vor 6000 Jahren bauten Menschen in Europa Schlafmohn an - nicht nur für Medizin, sondern auch als Nahrung. Archäologen fanden Mohnsamen in steinzeitlichen Pfahlbauten am Bodensee.
→ SchlafmohnBrennnesselfasern sind stärker als Baumwolle! Im 1. Weltkrieg wurden deutsche Uniformen aus Brennnesseln genäht. Die Fasern sind so robust, dass sie heute für Outdoor-Kleidung wiederentdeckt werden.
→ BrennnesselSalbei war im alten Rom so wertvoll, dass er mit Gold aufgewogen wurde! Römische Soldaten tranken Salbeitee vor Schlachten, weil sie glaubten, er verleihe ihnen Mut und Stärke.
→ Echter SalbeiKirschbäume waren die ersten Obstbäume, die Astronauten ins All mitnahmen! 2008 flogen Kirschkerne zur Raumstation ISS. Die daraus gewachsenen Bäume blühten auf der Erde 6 Jahre früher als normal.
→ SüßkirscheDie alten Römer nutzten Pinienholz für ihre Kriegsschiffe, weil es besonders harzreich und wasserabweisend ist. Das Harz diente auch als natürlicher Klebstoff und Dichtmittel.
→ PinieEchter Galgant war im Mittelalter so wertvoll wie Gold! Kaufleute transportierten ihn über die Seidenstraße von China nach Europa. Ein Pfund kostete damals so viel wie ein ganzes Schwein.
→ Echter GalgantZuckerhut-Chicorée stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde schon von den alten Ägyptern angebaut. Die heutige Form entstand aber erst im 19. Jahrhundert durch belgische Gärtner, die zufällig entdeckten, wie man ihn bleicht.
→ ZuckerhutKarotten waren ursprünglich lila und weiß! Die orangene Farbe entstand erst im 17. Jahrhundert, als niederländische Züchter sie zu Ehren des Königshauses Orange entwickelten.
→ KarotteDie Lack-Zistrose produziert das kostbare Ladanum-Harz, das früher wertvoller als Gold war! Hirten sammelten es von den Bärten ihrer Ziegen, die durch die klebrigen Büsche gelaufen waren.
→ Lack-ZistroseDie Aronia stammt ursprünglich aus Nordamerika, wurde aber erst durch russische Forscher berühmt. Sie züchteten sie als 'Superbeere' für die Raumfahrt - Kosmonauten sollten damit gesund bleiben!
→ AroniaMelanzani waren ursprünglich weiß und eiförmig - daher der englische Name 'Eggplant'! Die violetten Sorten entstanden erst durch jahrhundertelange Züchtung in Europa.
→ MelanzaniIn Australien nutzen Aborigines die Blätter des Zitroneneukalyptus seit Jahrtausenden als natürliches Insektenschutzmittel und zur Wundheilung. Sie kauten die Blätter auch bei Erkältungen.
→ ZitroneneukalyptusChrysanthemen-Tee wird in China seit über 1000 Jahren getrunken! Die getrockneten Blüten ergeben einen goldgelben Tee, der besonders an heißen Tagen erfrischt und den Blutdruck senken kann.
→ Chinesische TeechrysanthemeThymian war so wertvoll, dass römische Soldaten vor der Schlacht in Thymian-Wasser badeten! Sie glaubten, es verleihe ihnen Mut und Kraft. Das Wort 'Thymian' kommt vom griechischen 'thymos' = Mut.
→ Echter ThymianSchlehdorn kann über 100 Jahre alt werden und bildet dabei undurchdringliche Hecken mit bis zu 4 cm langen Dornen. Diese 'lebenden Zäune' schützten früher ganze Dörfer vor Eindringlingen und wilden Tieren.
→ SchlehdornFärberwaid war im Mittelalter so wertvoll wie Gold! Ganze Städte wurden durch den Handel mit dem blauen Farbstoff reich. Erfurt in Deutschland wurde sogar 'blaues Wunder' genannt, weil dort so viel Waid angebaut wurde.
→ FärberwaidFichtenharz war das erste Kaugummi der Welt! Schon Steinzeitmenschen kauten es als natürliches Zahnpflegemittel. Das Harz tötet Bakterien ab und hält die Zähne sauber - ein 10.000 Jahre alter Life-Hack!
→ FichteIm Mittelalter glaubten Menschen, Ackerminze könne Milch vor dem Sauerwerden schützen. Tatsächlich haben die antibakteriellen Stoffe der Pflanze eine konservierende Wirkung - die Bauern lagen richtig!
→ AckerminzeAzteken bauten Feuerbohnen bereits vor 2000 Jahren an und nannten sie 'ayocotl'. Sie galten als Liebeszauber - daher kommt ihre aphrodisierende Wirkung in der Volksmedizin.
→ FeuerbohneArchäologen fanden 4000 Jahre alte Leindotter-Samen in bronzezeitlichen Siedlungen! Die 'falsche Flachs' genannte Pflanze war schon damals so wertvoll, dass sie in Tongefäßen gelagert wurde.
→ LeindotterAuf Feigenkakteen leben Cochenille-Läuse, aus denen der kostbare rote Farbstoff Karmin gewonnen wird. Für 1kg Farbstoff braucht man 100.000 Läuse! Dieser Farbstoff steckt heute noch in Lippenstift und Süßigkeiten.
→ FeigenkaktusTraubenkirschen-Holz ist ein Geheimtipp für Möbelbauer! Es duftet süßlich wie Mandeln und wird immer dunkler - von hellbraun bis zu tiefem Mahagoni. In Amerika heißt es 'Black Cherry' und kostet ein Vermögen.
→ Spätblühende TraubenkirscheIn der Steinzeit sammelten Menschen bereits Vogelkirschen. Archäologen fanden 8000 Jahre alte Kirschkerne in Schweizer Pfahlbauten. Die süßen Zuchtformen entstanden erst vor 2000 Jahren im Römischen Reich.
→ VogelkirscheIm 16. Jahrhundert galten Bartnelken als Symbol für Galanterie. Ritter trugen sie als Zeichen ihrer Höflichkeit. In der Blumensprache bedeuteten sie 'Du bist vollkommen'.
→ BartnelkeKnollenfenchel war im alten Rom so wertvoll, dass Gladiatoren ihn vor Kämpfen aßen - sie glaubten, er verleihe Mut und Stärke! Die Römer nannten ihn 'marathum' nach der Schlacht von Marathon.
→ KnollenfenchelScharbockskraut war früher ein Lebensretter! Seefahrer aßen die vitamin-C-reichen Blätter gegen Skorbut (Scharbock). Ein einziges Blatt deckt fast den Tagesbedarf an Vitamin C - deshalb der Name!
→ ScharbockskrautIn Marokko ist Minztee so wichtig, dass es unhöflich ist, ihn abzulehnen. Der Tee wird aus großer Höhe eingeschenkt - das kühlt ihn ab und macht schönen Schaum!
→ Marokkanische MinzeSchon die alten Ägypter nannten Aloe die 'Pflanze der Unsterblichkeit'. Kleopatra soll täglich Aloe-Gel für ihre Schönheit verwendet haben - kein Wunder bei den vielen pflegenden Inhaltsstoffen!
→ BaumaloeTopinambur war im 17. Jahrhundert das 'Gold der Armen' in Europa! Bevor die Kartoffel kam, ernährte diese Pflanze Millionen Menschen. Heute erlebt sie als gesundes 'Superfood' ein Comeback.
→ TopinamburDie Hundsrose kann über 100 Jahre alt werden und bildet undurchdringliche Hecken bis 3m hoch. Sie war die erste wilde Rose, die botanisch beschrieben wurde - bereits 1753 von Carl von Linné.
→ Hundsrose-Wildrose