Über ätherische Öle
Themenheft 8 Kapitel

Über ätherische Öle

Ätherische Öle zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen. Diese flüchtigen Öle werden im Unterschied zu den „fetten“ Ölen (= flüssige Fette wie Kokosöl, Oliven-, Jojoba-, Hanföl …), als "trockene" Öle bezeichnet, da sie fleckenfrei auftrocknen. Sie werden, abhängig vom Alter der Pflanze, von der Tageszeit und der Sonnenintensität, in Öldrüsen gebildet, in eigenen Zellkammern (Vakuolen) gespeichert und - ausgerichtet auf ihr Duftziel - gekonnt dosiert an die Umgebung abgegeben. So wird duftend der Versuch unternommen, sich Fraßfeinde,  Krankheitskeime und Konkurrenzpflanzen fernzuhalten, Pflanzenfreunde aber, die die eigene Gesundheit stärken oder für Nachkommen bzw. deren Verbreitung sorgen, werden angelockt!

Der Pflanzenduft ist neben Pflanzenfarbe, Pflanzenaura  und Pflanzen-Lebensrhythmus eine der Blumensprachen, die der Mensch „versteht“, die bei ihm Heilsames bewirken.

Der Duft erreicht den Menschen

  • auf die zärtlichste Art  - ausströmend von der lebenden Pflanze
  • auf die intensivste Art, indem der Mensch durch Wasserdampfdestillation, Kaltpressung (Zitrusöle) oder Extraktion (Absolues) das duftende, ätherische Öl aus Blüten, Blättern, Samen, Fruchtschalen, Wurzeln, Harzen, Rinden und Holz gewinnt und, wie bereits seit Tausenden von Jahren auf der ganzen Welt, um eine besondere Atmosphäre zu schaffen, als Heilmittel, als Bestandteil in Pflegemitteln und auch zum Würzen und Konservieren. 

 

01

Wasserdampfdestillation -ätherische Öle - Hydrolate

Wasserdampfdestillation -ätherische Öle - Hydrolate

Wasserdampfdestillation mittels geschlossenem Kochtopf

Bereits in der Antike wurden häufig ätherische Öle als Riech- und Duftstoffe destilliert. Die ältesten, bei archäologischen Ausgrabungen aufgefundenen, Darstellungen von Destilliergeräten werden auf ein Alter von über 5500 Jahren geschätzt. Diese ersten Geräte bestanden aus einem Gefäß mit einem Deckel, an dem sich beim Erhitzen das Destillat niederschlug. (Ein Vorgang, den man auch selbst beim Kochen von Tee aus Pflanzenteilen, die reich an ätherischen Ölen sind, beobachten kann. Siehe auch Kommentar bei Holunderblütensirup!) Damit diese Flüssigkeit nicht wieder in das Gefäß zurücktropfte, verwendete man in der Antike im Deckel Schwämme oder Wollbüschel, um die Flüssigkeit aufzusaugen. Diese wurden dann einfach regelmäßig ausgepresst, um das Destillat zu erhalten.

 

Wasserdampfdestillation 

Eine Weiterentwicklung der Kochtopfmethode stellt die Wasserdampfdestillation dar, wie sie auch heute noch angewendet wird. Gerade empfindliche Naturstoffe lassen sich mit sehr geringem Dampfdruck nach dieser Methode destillieren bzw. extrahieren:

In einen mit geeigneten Pflanzenteilen gefüllten, bis auf die Zulauf-und Ablaufleitungen geschlossenen Behälter wird heißer Wasserdampf eingeführt. Dieser löst die ätherischen Öle aus der Pflanze, und das Wasserdampf-Gemisch zieht unter der Kesselkuppel in die Ablaufleitung. Durch Kühlung setzt sich das Wasserdampf-Gemisch in Form von Wasser- und Öltröpfchen ab, die sich in dem kupfernen „Florentiner Topf“ (er stammt aus dem Erfindergeist Leonardo da Vincis) sammeln, wobei das leichtere Öl auf dem Wasser schwimmt, über dem Wasser verbleibt. Sie werden durch verschiedene Abflussöffnungen getrennt. 

 

Was sind Hydrolate? Wofür lassen sie sich verwenden?

  • Als Kondensat bei der Abkühlung des Destillationsdampfes entstehen duftende, mild wirkende Hydrolate. Sie enthalten die wasserlöslichen Pflanzeninhaltsstoffe und in Spuren auch ätherische Öle. Beispiele sind Orangenblütenwasser, Rosenwasser, Hamameliswasser. 
  • Hydrolate können als Gesichtslotion verwendet werden. - Dazu ein wenig Hydrolat auf ein mit viel Wasser befeuchtetes Wattepad geben. Hydrolate lassen sich auch gut in einem Zerstäuber verwenden.
02

Inhaltsstoffe, Löslichkeit und Wirkung ätherischer Öle

Inhaltsstoffe, Löslichkeit und Wirkung ätherischer Öle

Inhaltsstoffe und Löslichkeit äth. Öle

Ätherische Öle sind aus vielen verschiedenen chemischen Verbindungen zusammengesetzt: Terpene, Monoterpene, Sesquiterpene, Phenole, aromatischen Verbindungen, andere sekundäre Pflanzenstoffe ….

Sie sind fettlöslich, enthalten jedoch selbst keine Fette und verdampfen im Gegensatz zu fetten Ölen rückstandsfrei. Gut löslich sind sie in hochprozentigem Alkohol (ab 50 Vol.-%), in Wasser sind sie nur sehr wenig löslich. 

 

Wirkung

Durch ihre unterschiedlichen Strukturen und Begleitstoffe zeigen sie vielfältige Wirkungen:

  • Positive Wirkungen:

pilz-, bakterien- und virenhemmend, desinfizierend, durchblutend, schleimlösend, appetitanregend, krampflösend, beruhigend, aphrodisierend, sinneserweiternd, euphorisierend, verdauungsfördernd, insektenvertreibend, schmerzlindernd, anregend, ausgleichend, immunstärkend, schmerzlindernd.

  • Negative Wirkungen:

allergieauslösend, haut- und schleimhautreizend, photosensibilisierend, wehenauslösend, giftig.

 

Ätherische Öle setzen Impulse:

Durch ihre kleine Molekularstruktur gelangen ätherische Verbindungen durch Einatmen über Schleimhaut und Lunge, durch Auftragen über die Haut und durch Einnehmen über die Verdauung direkt in den Blutkreislauf und ins Gewebe. Auf diesem Weg beeinflussen sie den gesamten Organismus.

Zusätzlich erreichen über die Sinneszellen der Nase Duftinformationen und Pheromone direkt das Gehirn, wo sie Einfluss nehmen auf das vegetative Nervensystem, die Hormonproduktion, das Immunsystem, die Konzentrationsfähigkeit, Einfluss nehmen auf den geistigen Bereich des Menschen, auf die Seele, auf Erinnern, auf Zu- und Abneigung, Belebung und Entspannung! 

Der Geruchssinn ist übrigens bereits beim Neugeborenen, im Unterschied zu den restlichen Sinnen,  voll entwickelt! Während des ganzen Lebens erneuern sich in regelmäßigen Abständen unsere Riechsinneszellen!


 

 

03

Die Qualität ätherischer Öle erkennen

Die Qualität ätherischer Öle  erkennen

Da die Bezeichnung „ätherisches Öl“  rechtlich nicht geschützt ist, erkennt man an den Zusatzbezeichnungen „naturbelassen bzw. naturrein“, „natürlich“, „naturidentisch“ und „künstlich“, welche Qualität sich in dem Fläschchen befindet. Die beiden Letztgenannten stellen Versuche dar, natürliche ätherische Öle künstlich nachzubauen, mit medizinisch nicht erforschten Auswirkungen. Finger weg davon!

„Naturreine ätherische Öle“, auch als „naturbelassene Öle“ bezeichnet, werden zu 100% aus 1 Pflanze gewonnen. Ihr deutscher und botanischer Name, der verwendete Pflanzenteil, das Gewinnungsverfahren, die Anbauart, das Herkunftsland und die Chargennummer sollten verzeichnet sein.

„Natürliche Öle“  sind Mischungen aus den obgenannten „naturreinen ätherischen“ untereinander oder mit einem kaltgepressten Pflanzenöl. Sie dürfen keine synthetischen, naturidentischen Zusätze enthalten.

Aufbewahrungstipp für alle ätherischen Öle: Gut verschlossen durch Kindersicherheitsverschlüsse und dunkel bei Zimmertemperatur aufbewahren!

 

04

Ätherische Öle in Cremes und Heilsalben

Ätherische Öle in Cremes und Heilsalben

Bereits in der Antike wurden äth. Öle destilliert, als kostbare, heißbegehrte Riech- und Duftstoffe verwendet, Salben und Ölen beigefügt. Sie fanden durch das 2. Buch Mose 30, 22–33 sogar Eingang in das Alte Testament: Den Mengenangaben zufolge wurden Myrrhe, Zimt, Kalmus und Cassia destilliert und bildeten zusammen mit Olivenöl die Ingredienzien für das Heilige Salböl, das den religiösen Riten vorbehalten war. Das Salböl der Könige, die liturgische Verwendung des Chrisam-Öles / Myrons und die Krankensalbung führten diese Tradition fort.

Bis in das Hochmittelalter  wurde der Wert einer Pflanze nicht nach ihrem Aussehen, sondern nach ihrem Duft, der von der Heilkraft der Pflanze zeugte, bemessen! Man streute in den Räumen Kräuter aus, um durch ihren Duft Krankheiten zu vertreiben. In den Klostergärten blieb diese Tradition erhalten und 1799 schrieb Hahnemann in seinem „Apothekerlexikon“: „Die ätherischen Oele sind es, in denen der größere Theil der Arzneikräfte sehr vieler Pflanzen liegt, und sie verdienen daher ausgezeichnete Aufmerksamkeit."

 

 HEILÖLE und HEILSALBE 

 

Bei Rückenschmerzen, Schmerzen der Gelenke und Muskeln werden in der Volksheilkunde Salben und Massageölen folgende ätherischen Öle - unter Berücksichtigung der persönlichen Allergiebereitschaft, des Alters, von Schwangerschaft und Stillzeit - zugegeben:

Eukalyptus

Lavendel fein birgt das geringste Allergierisiko!

Lärche

Wacholder

Pfefferminze

Echter Majoran

Gewürznelke

Kiefer

Latsche

Wintergrün (Gaultheria procumbens)

Zimt

Zirbe

 

  • Dosierung:
    • 25 bis 100 Tropfen pro 100 g Heilsalbe bzw. Heilcreme.
    • 20 bis 50 Tropfen äth. Öl pro 100 ml Massageöl (Mandelöl, Sesamöl, Kokosöl ...), auch zu Verstärkung eines Heilöles 

 

PFLEGENDE HAUTCREMES

 

Für eine pflegende Hautcreme eignen sich hautfreundliche ätherische Öle im Ausmaß von 10 - 30 Tropfen auf 100 g. Sie helfen auch mit, die Creme zu konservieren. Ausnahme: Benzoe Siam, das angenehm nach Vanille duftet und, wie Lavendel, jedem Hauttyp zuträglich ist, konserviert besonders gut. Man nimmt zu den übrigen ausgewählten äth. Ölen auf 100 g Creme 3 Tropfen Benzoe Siam.   

Bitte beachten:

Individuelle allergische Reaktionen sind bei den angegebenen äth. Ölen zwar selten, aber möglich. - Informationen zu den Ölen finden Sie unter den Verlinkungen und in dem Buch von Eliane Zimmermann "Aromatherapie für Pflege- und Heilberufe", 2006 .

 

Folgende hautfreundliche, naturreine ätherische Öle stehen zur Verfügung: 

05

Ätherische Öle in der Aromatherapie

Ätherische Öle in der Aromatherapie

Unter dem Begriff "Aromatherapie", der 1937 von dem französischen Chemiker Rene-Maurice Gattefosse, der sich über Jahrzehnte intensiv mit den medizinischen Eigenschaften äth. Öle, besonders von Lavendel und Bergamotte, beschäftigt hatte, geprägt wurde, versteht sich die fachliche Behandlung körperlicher und seelischer Erkrankungen mit ätherischen Ölen. Sie ist Teil der Phythotherapie und darf je nach Gesetzeslage des Landes nur über Anweisung eines Arztes / einer Ärztin oder einer ausgebildeter Fachkraft bzw. HeilpraktikerIn erfolgen, denn neben starken Wirkungen können ätherische Öle auch starke Nebenwirkungen und Allergien zur Folge haben.

Beachtenswert ist zudem, dass große Firmen einen Weg gefunden haben, die gesetzlich vorgeschriebene Gefahrenstoffkennzeichnung des jeweiligen ätherischen Öles ausschließlich durch ein Piktogramm statt schriftlicher Formulierungen auf dem Etikett des Fläschchens anzugeben, was dem Konsumenten nicht viel Orientierung bzgl. der Anwendung des äth. Öles bietet.

Kleinere Firmen können sich das nicht leisten. Sie fallen manchmal in das andere Extrem und drucken übertriebene Formulierungen auf das Etikett des Ölfläschchens, gefunden z. B. auf einem Verkaufsfläschchen, das naturreines ätherisches Manukaöl beinhaltet: „…verursacht schwere Augenschäden, Schutzhandschuhe / Schutzkleidung / Augenschutz / Gesichtsschutz tragen …“. Dabei wird Manukaöl in der Regel - tropfenweise auf die Haut aufgebracht , wie bei Akne oder Rosazea sogar auf die Gesichtshaut - ohne negative Reaktionen vertragen und kann seine heilende Wirkung entfalten!

Wie weiß ich dann Bescheid, ob ich das Öl vertrage? 

Nach wie vor zählen beispielsweise Lavendel, Palmarosa und Manuka zu den ätherischen Ölen mit dem geringsten Allergiepotential, das beliebte Zimtöl, Nelkenknospenöl, Thymianöl, Wacholderöl und Schafgarbenöl jedoch zu den sehr reizenden.

TIPP, wie man die persönliche Hautverträglichkeit eines äth. Öles herausfinden kann:
Man gibt 1 Tropfen davon auf die Haut der Armbeuge. Zeigt sich innerhalb von 48 Stunden keine Reaktion, ist das Öl mit hoher Wahrscheinlichkeit dem Körper zuträglich.

Äth. Öle, die in der Regel gut hautverträglich sind, sind hier aufgelistet! Führen Sie trotzdem vor ihrer Anwendung den Verträglichkeitstest durch!


 

HÖCHSTE VORSICHT bei Anwendung ätherischer Öle an KLEINKINDERN, KINDERN und SCHWANGEREN ! 

Besonders empfindlich reagieren Kinder, speziell unter 4 Jahren. So können z.B. können Menthol  und Kampfer in diesem Alter lebensbedrohliche Asthmaanfälle hervorrufen! - Bei Kindern unter 2 Jahren keine ätherischen Öle am Körper oder in der Nähe des Kindes anwenden!!

Schwangere müssen mit Bedacht ihre äth. Öle auswählen, da viele ätherische Öle wehenauslösend wirken können. Diese Eigenschaft wird von speziell ausgebildeten Hebammen erst bei Entbindungen sinnvoll helfend genutzt. Duftende äth. Öle, die in der Regel auch gesunden Schwangeren zuträglich sind, finden Sie hier!  

 

 

EINIGE  PRAKTISCHE  ANWENDUNGEN 

 

Ätherische Öle in Cremes und Heilsalben  

Erkältung? - Nein, danke!

Top Hausmittel bei Erkältung / grippalem Infekt

Erkältungsbad und Muskelbad  

 Fußbad mit ätherischen Ölen 

Massageöl für Babys 

Mens-Massageöl  

Raumbeduftung, beruhigende 

Raumbeduftung, erfrischende

Fußbad mit ätherischen Ölen

Anti-Stress-Bad 

Massageöl - Heilöl - Sportöl 

Hustenbalsam - einfach, dufte! 

Insektenabweisende DUFTMISCHUNG""VerDufte!"

 

 

06

Ätherische Öle in Kosmetik und Wellness

Ätherische Öle in Kosmetik und Wellness

Sich selbst und anderen etwas Gutes tun mit naturreinen ätherischen Ölen!  Sie sind in ihrer feinen, differenzierten Wirkung durch keine synthetisch gebauten zu ersetzen. Es fehlt die Pflanzenseele! Lieber auf den Duft verzichten, als einen künstlichen zu verwenden. Aber auch bei den naturreinen ätherischen Ölen ist weniger mehr! Ein Ahnen genügt. 

Eine Grundvoraussetzung in der Anwendung ätherischer Öle ist, dass sie, bis auf einige wenige wie Lavendel fein, Palmarosa und Manuka, verdünnt durch ein Basisöl oder durch Alkohol bzw. Wasser auf die Haut aufgetragen werden! 

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie auf ein ausgewähltes äth. Öl allergisch reagieren, machen Sie damit einen kleinen Körpertest: 1 Tropfen äth. Öl wird in der Handfläche mit einigen Tropfen Wasser verrieben und in einer Armbeuge aufgetragen. Wenn innerhalb von 24 Stunden keine Reaktion wie Hautrötung, Bläschen oder Schwellung auftritt, ist eine Allergiebereitschaft höchstwahrscheinlich auszuschließen.

 



WELCHE  ÄTHERISCHEN  ÖLE  DÜRFEN  MIT  DER HAUT  IN  KONTAKT  KOMMEN ?

 

Zu den  HAUT-PFLEGENDEN  ätherischen Ölen zählen für 

 

DUFTNOTE und WIRKUNGEN hautfreundlicher ätherischer Öle, die in Pflegeprodukte, Parfüms, Bäder und Beduftung gegeben werden dürfen, damit sie Freude und Hilfe bringen: 

 

Herber Duft:

Amyris (Amyris balsamifera) - besonders hautpflegend, entspannend, entzündungshemmend, harmonisierend, juckreizstillend, seelisch stärkend.

Cajeput (Melaleuca leucadendra) -  antibakteriell, antiviral, auswurfsfördernd, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, erkältungswirksam, fiebersenkend, hustenreizmildernd, Immunsystem stärkend, raumluftreinigend, schmerzlindernd. 

Cistrose (Cistus ladanifer) - antioxidativ, antiviral, entspannend, entzündungshemmend, hilft loszulassen, krampflösend, stärkt das Kronenchakra, stimmungsaufhellend, vermittelt Geborgenheit, wundheilend (körperlich und seelisch!).

Ingwer (Zingiber officinale) - antiseptisch, erkältungswirksam, erwärmend, gegen Übelkeitsgefühl, muskelentspannend, verdauungsfördernd. 

Manuka (Leptospermum scoparium) - antimykotisch, besonders hautpflegend, entzündungshemmend, erkältungswirksam, Immunsystem stärkend, juckreizstillend, seelisch stärkend, sehr gut Nasenschleimhaut abschwellend, stresslösend, wundheilend.

Myrte (Myrtus communis) - antiseptisch, entzündungshemmend, erkältungswirksam, hustenlösend, Immunsystem stärkend, raumluftreinigend.

Niaouli (Melaleuca viridiflora) - antibakteriell, antiviral, entzündungshemmend, erkältungswirksam, Immunsystem stärkend, raumluftreinigend, Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen stärkend, wundheilend. 

Ravintsara (Cinnamomum camphora) - antibakteriell, antiviral, atembefreiend, besonders erkältungswirksam, hustenlösend, Immunsystem stärkend, raumluftreinigend

Rosmarin (Rosmarinus officinalis) - belebend, blutdrucksteigernd, desinfizierend, durchblutungsfördernd, erkältungswirksam, krampflösend, raumluftreinigend, schmerzlindernd.

 

Harzig - balsamischer Duft:

Kiefernadelnöl (Pinus sylvestris) - angstlösend, antibakteriell,  antirheumatisch, antiviral, atembefreiend, durchblutungsfördernd, entkrampfend, entzündungshemmend, erkältungswirksam, erleichtert Loslassen, hustenlösend, Immunsystem stärkend, raumluftreinigend, schmerzlindernd, stärkt das Stirnchakra, stresslösend.

Lärche (Larix decidua) - atembefreiend, desinfizierend, durchblutungsfördernd, „eiterziehend“, hustenlösend, raumluftreinigend, stimmungsaufhellend, wundheilend.

Myrrhe (Commiphora myrrha) - adstringierend, antiseptisch, antiviral, beruhigend, besonders hautpflegend, entzündungshemmend, raumluftreinigend, schleimlösend, seelisch stärkend, wundheilend.

Wacholderbeere (Juniperus communis) - antibakteriell,  antirheumatisch, antiseptisch, antiviral, durchblutungsfördernd, harntreibend, entkrampfend, raumluftreinigend.  

Weihrauch (Boswellia serrata) -  angstlösend, antiseptisch, besonders hautpflegend, entzündungshemmend, erhebend, erkältungswirksam, hustenberuhigend, Immunkräfte stärkend, raumluftreinigend, schmerzlindernd, stärkt das Kronen- und Wurzelchakra, stimmungsaufhellend, wundheilend.

Weißtanne (Abies alba) - antirheumatisch, antiseptisch, antiviral, atembefreiend, auswurfsfördernd, durchblutungsfördernd, erkältungswirksam, hustenlösend, raumluftreinigend, schweißtreibend. 

Zirbe (Pinus cembra) - abschwellend, antirheumatisch, antiseptisch, atembefreiend, durchblutungsfördernd, entspannend, erhebend, hustenlösend, raumluftreinigend, schmerzstillend, stärkend, stärkt das Kronenchakra und Herzchakra. 

 

Blumiger Duft:

Benzoe Siam (Styrax tonkinensis) - antiseptisch, beheimatend, beruhigend, entspannend, entzündungshemmend, hustenlösend, raumluftreinigend, stärkt das Kronen- und Wurzelchakra.

Lavendel fein (Lavandula angustifolia) - angstlösend, antibakteriell, antimykotisch, beruhigend, blutdrucksenkend, entzündungshemmend, erkältungswirksam, harmonisierend, raumluftreinigend, stärkt das Halschakra, stresslösend, wundheilend.

Palmarosa (Cymbopogon martinii) - antibakteriell, antimykotisch, antiviral, besänftigt, besonders hautpflegend, erkältungswirksam, vermittelt Zuversicht, insektenabwehrend, krampflösend, raumluftreinigend, stimmungsaufhellend.

Patchouli (Pogostemon cablin) -  antibakteriell, antimykotisch, antiviral, besonders hautpflegend, entspannend, entzündungshemmend, insektenabwehrend, kraftspendend, regenerierend, stärkt das Kronen-, Herz- und Wurzelchakra, stimmungsaufhellend, wundheilend.

Rose (Rosa x damascena) 10:90 in Jojoba - angstlösend, antiviral, besonders hautpflegend, entkrampfend, entspannend, entzündungshemmend, euphorisierend, stärkt das Kronen-, Herz- und Sakralchakra, wundheilend.

Rosengeranie (Pelargonium graveolens) - antiseptisch, besonders hautpflegend, entspannend, entzündungshemmend, kräfigend, raumluftreinigend, stimmungsaufhellend, stresslösend.

Ylang-Ylang (Cananga odorata) - besonders hautfreundlich, entkrampfend, entspannend, euphorisierend, harmonisierend. 

 

Zitrusnote:

Bergamottöl bergaptenfrei (Citrus bergamia) – Achten Sie bitte auf die Zusatzbezeichnung „bergaptenfrei“, um ein Öl zu erhalten, das auf der Haut nicht photosensibilisierend wirkt! Positive Wirkungen: angstlösend, antiseptisch, belebend (frisch zitronig-blumig) duftend, dabei entspannend, entzündungshemmend, psychisch stärkend, raumluftreinigend stimmungsaufhellend.

Citronellöl = "Indische Melisse" ( Cymbopogon winterianus) - Wichtig: Achten Sie bitte wegen der Hautfreundlichkeit auf den Artnamen "winterianus"! Wirkungen: abschwellend, entzündungshemmend, fiebersenkend, insektenabweisend, krampflösend, reinigend, schmerzlindernd, stimmungsausgleichend. 

Eukalyptusöl staigeriana (Eukalyptus staigeriana) – Achten Sie bitte auf die Artbezeichnung „staigeriana“, um ein gut verträgliches Eukalyptusöl zu erhalten!! Es wirkt antibakteriell, antiviral, beruhigend, erkältungswirksam, entzündungshemmend, hustenlösend, krampflösend, psychisch aufbauend, raumluftreinigend, stimmungsaufhellend.

Grapefruit (Citrus paradisi) - Immunsystem stärkend, magenstärkend, photosensibilisierend, stärkt die Psyche, stimmt ( paradiesisch ;) heiter.

Mandarine (Citrus reticulata) - beheimatet, entspannend, Immunsystem stärkend, stresslösend. 

Orange süß (Citrus sinensis) - angstlösend, desodorierend, hebt die Stimmung, hilft abzuschalten,  Immunsystem stärkend, raumluftreinigend, stresslösend.

Thymian Ct. Linalool (Thymus vulgaris Ct. Linalool) - Der Zusatz "CT. Linalool" ist für seine Verträglichkeit sehr wichtig!  Es wirkt antibakteriell, antimykotisch, antiviral, atembefreiend, entzündungshemmend, erkältungswirksam, hustenlösend, hustenreizlindernd, Immunsystem stärkend, stärkt das Halschakra, raumluftreinigend, stresslösend.

Zitrone (Citrus limon) - antiseptisch (sehr stark antibakteriell, leicht antiviral), belebend, erkältungswirksam, desodorierend, durchblutungsfördernd, erfrischend, fiebersenkend, Immunsystem stärkend, konzentrationsfördernd, raumluftreinigend, schleimlösend, stimmungsaufhellend, verdauungsfördernd bei Leber-Gallenschwäche.

Zitroneneukalyptus (Corymbia citriodora, auch: Eukalyptus citriodora ) - antiviral, belebend, desodorierend, entzündungshemmend, erkältungswirksam, insektenvertreibend, konzentrationsfördernd, raumluftreinigend.

 

Minzig: 

Spearmint (Krauseminzenöl, Mentha spicata ) – enthält nur minimale Mengen an  Menthol. Wirkt anregend, antibakteriell, antimykotisch, atembefreiend, erfrischend, herzbeflügelnd, juckreizstillend, schmerzstillend, Solarplexus und Herzchakra stärkend, raumluftreinigend, stresslösend.

 

LISTE  HAUTFREUNDLICHER  ÄTHERISCHER  ÖLE  FÜR  KINDER  AB  2 JAHREN 

 

Benzoe Siam (Styrax tonkinensis) - antiseptisch, beheimatend, beruhigend, entspannend, entzündungshemmend, hustenlösend, stärkt das Kronen- und Wurzelchakra.

Cajeput (Melaleuca leucadendra) - antibakteriell, antiviral, auswurfsfördernd, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, erkältungswirksam, fiebersenkend, hustenlösend, hustenreizmildernd, Immunsystem stärkend, schmerzlindernd. 

Eukalyptusöl staigeriana (Eukalyptus staigeriana) – Achten Sie bitte auf die Artbezeichnung „staigeriana“, um ein gut verträgliches Eukalyptusöl zu erhalten!! Es wirkt antibakteriell, antiviral, beruhigend, erkältungswirksam, entzündungshemmend, hustenlösend, krampflösend, psychisch aufbauend, raumluftreinigend, stimmungsaufhellend.

Lavendel fein (Lavandula angustifolia) - angstlösend, antibakteriell, antimykotisch, beruhigend, blutdrucksenkend, entzündungshemmend, erkältungswirksam, harmonisierend, stärkt das Halschakra, stresslösend, wundheildend.

Palmarosa (Cymbopogon martinii) - antibakteriell, antimykotisch, antiviral, besänftigt, besonders hautpflegend, erkältungswirksam, vermittelt Zuversicht, insektenabwehrend, krampflösend, stimmungsaufhellend.

Ravintsara (Cinnamomum camphora) - antibakteriell, antiviral, atembefreiend, besonders erkältungswirksam, hustenlösend, Immunsystem stärkend. 

Rose (Rosa x damascena) 10:90 in Jojoba - angstlösend, antiviral, besonders hautpflegend, entkrampfend, entspannend, entzündungshemmend, euphorisierend, stärkt das Kronen-, Herz- und Sakralchakra, wundheilend.

Spearmint (Krauseminzenöl, Mentha spicata) - enthält nur minimale Mengen an  Menthol, deshalb verträglich. Wirkt anregend, antibakteriell, antimykotisch, atembefreiend, erfrischend, herzbeflügelnd, juckreizstillend, luftdesinfizierend, schmerzstillend, Solarplexus und Herzchakra stärkend, stresslösend. 

Thymian Ct. Linalool (Thymus vulgaris Ct. Linalool) - Der Zusatz "CT. Linalool" ist für seine Verträglichkeit sehr wichtig! Wirkt antibakteriell, antimykotisch, antiviral, atembefreiend, entzündungshemmend, erkältungswirksam, hustenlösend, hustenreizlindernd, Immunsystem stärkend, stärkt das Halschakra, stresslösend.

Weihrauch (Boswellia serrata) -  angstlösend, antiseptisch, besonders hautpflegend, entzündungshemmend, erhebend, erkältungswirksam, hustenberuhigend, Immunkräfte steigernd, schmerzlindernd, stärkt das Kronen- und Wurzelchakra, stimmungsaufhellend, wundheilend.

Zitroneneukalyptus (Corymbia citriodora) - antiviral, belebend, desodorierend, entzündungshemmend, erkältungswirksam, insektenvertreibend, konzentrationsfördernd.

 

 

DOSIERUNGEN: 

 

GESICHTSPFLEGE: 10 - 20 Tropfen pro 100 ml Gesichtspflegeprodukt
 

KÖRPERPFLEGE: 20 - 30 Tropfen pro 100 ml Körperpflegeprodukt
 

KÖRPER- und MASSAGEÖL: 20 - 50 Tropfen auf 100 ml Basisöl (Jojoba-, Mandel-, Kokos-, Sesamöl)
 

PARFÜM In einen leeren 10 ml Roll-On Stift oder Zerstäuber tropfen Sie  40 Tropfen an ausgewählten naturreinen ätherischen Ölen und füllen mit Alkohol 80% auf. Schütteln, fertig!
 

Für ein VOLLBAD mit intensiverem Duft- und Pflegeerlebnis einen knappen halben Teelöffel (= Erwachsenendosierung, Kinderdosierung hier) des ausgewählten ätherischen Öls entweder mit einem Becher süßer Sahne oder mit 500 ml Vollmilch schaumig rühren und erst, sobald man ins Bad steigt, unter das Wasser mischen.

  • Keine Anwendung von Bädern bei größeren Hautverletzungen, entzündlichen Hautkrankheiten, Fieber, Herzinsuffizienz und hohem Blutdruck! 
  • Sollte das Bad anregend wirken, zusätzlich zum äth. Öl 2 - 3 Hand voll Meersalz in das Wasser geben.
  • Entspannungsbad: Geeignete Mischungen äth. Öle finden Sie hier!
  • Anti-Stress-Bad: Infos und Zutaten finden Sie hier!
     

Einige Tropfen hautfreundliches äth. Öl kann man auch GEKAUFTEN PRODUKTEN wie DEOS (es gibt solche, die sich öffnen lassen),  dem DUSCHGEL, HAARSHAMPOO, BADEZUSATZ und der BODYLOTION untermischen.
 

Zur RAUMBEDUFTUNG genügen 5 Tropfen für 20 m² Wohnfläche. Direkt auf einen Duftstein etc. auftragen oder in eine Duftlampe bzw. in einen Diffuser geben. Sie soll nur kurzzeitig, ca. 1 Stunde, dauern. 
 

4 Tropfen äth. Öl auf eine Kelle SAUNA-Aufgusswasser.
 

SOFORTHILFE für ERWACHSENE über die Riechsinneszellen:

 

Bei Kreislaufschwäche:

2 Tropfen eines geeigneten ätherisches Öl auf Watte, Pad oder Taschentuch zum Dranriechen unter die Nase halten, aber Achtung, das Öl muss von der schnuppernden Person vertragen werden! Schwangerschaft und diverse Krankheiten beachten, z.B. Allergien, Photosensibilität, Bluthochdruck, Epilepsie … Zirbe , Rosmarin, Citronell , Zitrone, Grapefruit und Patchouli sind dafür geeignet und unproblematischer als Pfefferminze , Japanische Ackerminze und Kampfer!  

 

Bei Wetterfühligkeit und Spannungskopfschmerz:

Mit Duftcreme Schläfen und Puls massieren, ohne etwas davon in die Augen zu bringen. - So einfach wird sie gemacht: Erweichen Sie bei geringer Hitze 20 g (2 gestrichene Esslöffel) Sheabutter. In sie hinein rühren Sie 20 Tropfen Indische Melisse (= Citronellöl) und 20 Tropfen Spearmint. In ein Schraubdöschen füllen. - Weitere Tipps: Schal / Tuch aus indischer, weicher Baumwolle umbinden; Kaugummi kauen; selber Kopfmassage machen; Yoga. 

 

SCHLAFHILFE für JUGENDLICHE und ERWACHSENE:

1 Tropfen Lavendelöl, 1 Tropfen Mandarinenöl und 1 Tropfen Kiefernadelnöl auf ein Pad tropfen und unter das Kissen legen.

 

SCHLAFHILFE für KINDER:

  • Bei Babys und Kindern unter 2 Jahren keine ätherischen Öle anwenden! Sie reagieren auf äth. Öle anders als Erwachsene und können sogar einen Atemstillstand erleiden!
  • Für Kinder von 2 - 6 Jahre:   
                    1 Tropfen Palmarosa oder Mandarine unter das Kissen geben.
  • 6 - 12 Jahre: 
                     2 Tropfen Benzoe Siam auf ein Pad tropfen und unter das Kissen legen. 
  • ab 12: 
                     1 Tropfen Benzoe Siam und 2 Tropfen Citronell (= Indische Melisse, Cymbopogon winterianus).

 

 

07

Würzen mit ätherischen Ölen

Würzen mit ätherischen Ölen

Zwischen Geruchswahrnehmung und vegetativem Nervensystem besteht ein enger Zusammenhang. Denken Sie nur an Gerüche aus Ihrer Kinderzeit, die sofort angenehme oder auch unangenehme Bilder, Assoziationen, wecken!
Oder:
Meldet sich der Hunger, kommt einem schnell über die Lippen „Das riecht schon mal gut!“
Angenehme Kochgerüche heben die Stimmung, lösen Sekretionsreflexe aus, es „läuft einem das Wasser im Munde zusammen“ und der Speichel stimmt bereits seine Verdauungsenzyme auf das zu erwartende Essen ab. Unangenehme Gerüche hingegen können Brechreiz verursachen.

 

Aus manchen Gewürzen, Früchten und Kräutern werden genussgeeignete äth. Öle hergestellt. Damit zu würzen, ist besonders einfach. Diese äth. Öle wirken u.a. effektiv geschmacks- und gesundheitssteigernd, verdauungserleichternd (mehr Abgabe von Gallen- und Magensäure), entblähend, krebsvorbeugend, bakterien- und virenfeindlich, sofern man naturreine ätherische Öle in Bioqualität verwendet! 

Aber Achtung:

  • Das äth. Öl muss nicht automatisch gleich wie die Pflanze riechen und schmecken.
  • Und: Seine Wirkung ist viel stärker! Auch hier gilt: Weniger ist mehr! Mit 1 Tropfen zu würzen beginnen.

Dazu ein Anwendungstipp: Das äth. Öl in einem Fläschchen mit Tropfer 1 : 3 mit Hellem Sesamöl, es ist lange haltbar und geschmacksneutral, verdünnen. Es kann so für Speisezwecke besser dosiert werden.  

 

Eine kleine Auswahl an äth. Ölen für die Aromaküche:

Anis

Basilikum

Dill

Fenchel-süß

Fichte

Gewürznelke

Grapefruit

Ingwer

Kardamon

Koriander

Kümmel

Lavendel

Majoran

Mandarine

Orange

Oregano

Pfefferminze

Rosengeranie

Rosenwasser

Rosmarin

Schwarzer Pfeffer

Thymian

Thymian Ct. Linalool, milder Thymian (Thymus vulgaris Chemotyp Linalool)

Wacholder

Zimt

Zitrone

Zitronengras

Zitronenmelisse

 

 

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Weitere Anwendungen ätherischer Öle

Weitere Anwendungen ätherischer Öle

Blüten und Blätter, deren ätherischen Ölen eine besondere Wirkung zugesprochen wird, wurden und werden gestreut – und, nach einer gewissen Zeit, wieder entfernt.

Beispiele: