Sorry, you need to enable JavaScript to visit this website.
Gewöhnlicher Thymian | Thymus pulegioides

Gewöhnlicher Thymian

Botanischer Name: 
Thymus pulegioides
andere Namen: 
Feldthymian
andere Namen: 
Breitblättriger Thymian
andere Namen: 
Wilder Thymian
andere Namen: 
Echter Quendel
andere Namen: 
Quendel
andere Namen: 
Wurstkraut
andere Namen: 
Eiblatt-Quendel
andere Namen: 
Arznei-Quendel
andere Namen: 
Feldquendel
Unterfamilie:
Gattung: /
Art: Thymus pulegioides / Gewöhnlicher Thymian
Kommt in Mitteleuropa wild bzw. ausgewildert vor: JA!
1
2

Am Wuchs des Quendels erkennt man die enge Verbindung zu seinem kultivierteren Bruder, den "Echten Thymian". Er bildet ein feines, dichtes, bis 1 m tief reichendes Wurzelnetz.

3

Dieses alte Foto mit Huanzen zeigt Naturliebe und Naturverstand des Bauern: Die Quendelpolster, die eben zu blühen begonnen haben, bleiben als Bienenweide stehen. Der Arznei-Quendel wird auch als "Feldthymian" bezeichnet.

4

Feldthymian (= Echter Quendel bzw. Arznei-Quendel) im Tal am sonnigen Wegrand.

Bild 1: Der rosablühende Echte Quendel, bzw. Arznei-Quendel, Feldthymian, gedeiht auf Magerwiesen (Name "Feldthymian"!), Böschungen, in Trockenrasen, Kiesgruben und Felsfluren von der Ebene bis ins Hochgebirge. 
Bild 2: Am Wuchs des Quendels erkennt man die enge Verbindung zu seinem kultivierteren Bruder, den "Echten Thymian". Er bildet ein feines, dichtes, bis 1 m tief reichendes Wurzelnetz.
Bild 3: Dieses alte Foto mit Huanzen zeigt Naturliebe und Naturverstand des Bauern: Die Quendelpolster, die eben zu blühen begonnen haben, bleiben als Bienenweide stehen. Der Arznei-Quendel wird auch als "Feldthymian" bezeichnet.
Bild 4: Feldthymian (= Echter Quendel bzw. Arznei-Quendel) im Tal am sonnigen Wegrand.
5
6
7
Bild 5: "Arznei-Quendel" ("Echter Quendel") liebt im Unterschied zum "Sand-Quendel" leicht kalkhaltige bis neutrale Böden. Beide lieben sie sehr sonnige, magere Standorte.
Bild 6: Er steigt hoch hinauf, hier auf 1500 m, und sammelt intensive Heilkräfte. - Manchmal trifft er dabei seinen leuchtend lilfarbenen Verwandten, den Alpen-Steinquendel! Im Foto hinter dem Stein.
Bild 7: Ein weiterer Name des Echten Quendels ist aufgrund seiner eiförmigen Blättchen "Eiblatt-Quendel".
  • 8

    Der duftende Quendel ist auch oft auf Ameisenhaufen zu finden. Im Elsass nennt man ihn deshalb "Ameisekrüttel".

  • 9

    Art-Kennzeichen: Stängel unterhalb des Blütenkopfes scharf vierkantig, zarte Behaarung der Kanten. Quendel lockt Schmetterlinge und Bienen an und wird im Elsass deshalb auch als "Immelechrut" bezeichnet. "Imme" ist ein alter Begriff für "Honigbiene".

  • 10

    In den sonnigen Asphaltritzen hat sich eine kräftige, wunderschöne Pflanzengemeinschaft angesiedelt: Quendel, Johanniskraut, Natternkopf und Zypressenwolfsmilch.

Wer jemals über einen Quendelpolster lief, wird seinen Duft nie mehr vergessen:

Intensiv aromatisch, würzig, sommerlich!

Eine großartige Pflanze.

Kein Wunder, dass der Teufel sie schreckte! Damit er sich heiratsfähigen Mädchen nicht als attraktiver Bräutigam nähern konnte, stellte man früher zu ihrem Schutz einen Topf mit Quendel auf die Fensterbank der Mädchenkammer.

Heutzutage vertreibt man mit Quendel und anderen Thymianarten Bakterien, Viren und Pilze!

 

A u s s e h e n

Wird der Quendel (=Feldthymian) auch nur 5 - 25 cm hoch, so bildet er als Halbstrauch hügelige Polster, deren eiförmigen Blättchen sich im Winter von Grün nach Rot verfärben, die im Sommer dicht an dicht von purpur farbigen Blütenköpfchen überdeckt sind, zusammengesetzt aus kleinen Lippenblüten.

  • Für genaue Wissensdurstige
    • Der Arznei-Quendel zählt zu den Halbsträuchern.
    • Im Unterschied zum Frühen Kriechquendel und Kriechquendel ist der Stängel des Arznei-Quendels (Feldthymian) unter dem Blütenstand scharf vierkantig und nur an den Kanten zart behaart. Lupe nehmen!
    • Der Gartenthymian hat schmälere und spitzigere Blätter als sein wilder Bruder, der Feldthymian (=Arznei-Quendel) 

 

H e i l k r a u t  und  G e w ü r z

Zahlreiche aromatische Würz- und Heilkräuter gehören zur Familie der Lippenblütler. Eben auch unser Echter Quendel bzw. "Arznei-Quendel", wie er in der "Exkursionsflora für Österreich-Liechtenstein-Südtirol" bezeichnet wird, um seine Heilkraft nicht vergessen zu lassen. Quendel besitzt die gleichen Wirkungen wie Thymian (Thymus vulgaris). Ob stärker oder schwächer, darüber gehen die Meinungen auseinander. Wobei Heil- und Würzkraft und auch der Duft von Polster zu Polster leicht unterschiedlich sein können, wie auch die Zusammensetzung des aus ihm gewonnenen ätherischen Öles.

Selbst die Kommission E  empfiehlt den Arznei-Quendel als Tee-Aufguss bei Katarrhen der oberen Luftwege (Schnupfen, Entzündungen der Stirnhöhlen und Nasennebenhöhlen). Die Volksmedizin zusätzlich bei Bronchitis, Husten und Keuchhusten, auch als Badezusatz, sowie bei Magen-Darm-Störungen und bei Appetitlosigkeit. Der Tee wird auch von Kindern gerne getrunken.

Für die Teezubereitung und als Gewürz erntet man die blühenden Zweiglein des Quendels zur Mittagszeit, denn da ist der Gehalt an ätherischem Öl am höchsten. Durch das anschließende  Trocknen das Aroma des Quendels!

Quendel eignet sich als Gewürz für Kräuterbutter, -salz, -öl, essig, Gemüsesuppe – einschließlich Kartoffelsuppe, Eintöpfe, Saucen, Braten, Fisch … 

 

Q u e n d e l   i m   G a r t e n

Quendel hat als niedriger Bodendecker und ausgezeichnete Bienen- und Schnetterlingspflanze an seinen Standort ähnliche Ansprüche wie seine Verwandten, der Frühe Kriechquendel, der Kriechquendel und die Gartenthymiane:  Sonnig, kiesig, humos, neutraler pH-Wert. Er gedeiht vom Hügelland bisin das Hochgebirge!
Wird ihm Sonne geboten, eignet er sich auch bestens als Kübel- und Grabbepflanzung. Als immergrüne Heilpflanze ist er Quendel ein Hoffnungssymbol bei Trauer und Tod. Sagten doch schon die alten Griechen "Der Thymian gibt dir frischen Mut!"  Thymus pulegioides, unser Arznei-Quendel bzw. Feldthymian, zählt dazu. 

Empfohlener Artikel zur Pflanze
Essbare Pflanzenteile:
alle oberirdischen Teile
Geschmack:
herb feinwürzig
Sättigungswert:
Gering
Aussehen

Blütenfarbe

  • rosa
    rosa

Form der einzelnen Blüte

  • Lippenblüte

Blütenstand

  • Köpfchen

Wuchshöhe

  • bis 0,25 m

Blütenduft

  • angenehm

Blattform

  • eiförmig / ovat
    eiförmig / ovat
VERWECHSUNGSMÖGLICHKEIT MIT GIFTIGER PFLANZE
VERWECHSUNGSMÖGLICHKEIT MIT ESSBARER PFLANZE
Kultivierung
Befruchtung
  • Fremdbefruchtung (Insekten)
Vermehrung
  • Samen
  • Absenker
Lichtanspruch
  • Sonnig
Wasserbedarf
  • Kommt mit Durststrecken gut zurecht.
Bevorzugte Erde
  • nährstoffarm
  • neutral
  • sandig
  • humos
  • durchlässig
  • kiesig
Winterhärte
  • -29°C
Reihenabstand
  • 30 cm
Zehrer
  • Schwachzehrer
Lebenszyklus
  • ausdauernd
Kultivierungseigenschaft
  • schneckenresistent
  • unkompliziert
  • laufend zu beernten
  • rasch wachsend
  • kaum Befall mit Schädlingen
Pflegeanforderungen
  • einfache Pflege
Gesundheit
Wirkung

laut Schulmedizin:

, Alle oberirdischen Teile
, Alle oberirdischen Teile

laut Volksheilkunde:

, Alle oberirdischen Teile
, Alle oberirdischen Teile
, Alle oberirdischen Teile
, Alle oberirdischen Teile
, Alle oberirdischen Teile
, Alle oberirdischen Teile
, Alle oberirdischen Teile
Wann Gewöhnlicher Thymian pflanzen oder säen?
Hier finden Sie einen praktischen Pflanzkalender mit den richtigen Terminen und Pflegeanweisungen.

Erstfrühling / April

Jungpflanzen pflanzen
Frühsommer
Juni
  • alle oberirdischen Teile, essbar, herb feinwürzig, Nährwert: Gering

    Die Blätter und Blüten eignen sich hervorragend als Würzmittel der mediterranen Küche, roh oder getrocknet sind sie vielseitig einsetzbar und auch ein Tee schmeckt herrlich aromatisch und wird auch bei Husten und Atemwegserkrankungen getrunken.

Hochsommer
Juli
  • alle oberirdischen Teile, essbar, herb feinwürzig, Nährwert: Gering

    Die Blätter und Blüten eignen sich hervorragend als Würzmittel der mediterranen Küche, roh oder getrocknet sind sie vielseitig einsetzbar und auch ein Tee schmeckt herrlich aromatisch und wird auch bei Husten und Atemwegserkrankungen getrunken.

Spätsommer
August
  • alle oberirdischen Teile, essbar, herb feinwürzig, Nährwert: Gering

    Die Blätter und Blüten eignen sich hervorragend als Würzmittel der mediterranen Küche, roh oder getrocknet sind sie vielseitig einsetzbar und auch ein Tee schmeckt herrlich aromatisch und wird auch bei Husten und Atemwegserkrankungen getrunken.

Frühherbst
September
  • alle oberirdischen Teile, essbar, herb feinwürzig, Nährwert: Gering

    Die Blätter und Blüten eignen sich hervorragend als Würzmittel der mediterranen Küche, roh oder getrocknet sind sie vielseitig einsetzbar und auch ein Tee schmeckt herrlich aromatisch und wird auch bei Husten und Atemwegserkrankungen getrunken.